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Uni aktuell Forschung

Energieversorgung im Nanokosmos

Leibniz-Institut eröffnet am 25. Oktober 2010 Forschungsstandort auf dem Smart Systems Campus - Enge Kooperation mit der TU Chemnitz auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik und Nanosystemintegration

Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) eröffnet am 25. Oktober 2010 seinen neuen Forschungsstandort in Chemnitz. "Mit der Ansiedlung der IFW-Außenstelle im Start up-Gebäude auf dem Smart Systems Campus wird der Forschungsstandort Chemnitz weiter aufgewertet", sagt Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn, Prorektor für Forschung der Technischen Universität Chemnitz und ergänzt: "Der Standort Chemnitz gehört bereits heute zu den wichtigsten Branchen-Clustern Deutschlands auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik und Nanosystemintegration. Er bietet mit unserer Universität, den benachbarten Fraunhofer-Einrichtungen und etwa 50 Unternehmen im Bereich Mikrosystemtechnik ideale Voraussetzungen um Wissenschaft, Forschung und industrielle Anwendungen zu verbinden. Zudem kommt etwa jeder sechste Absolvent der Mikrosystemtechnik und Nanosystemintegration aus Chemnitz."

Von den kurzen Wegen und der inhaltlichen Nähe der Nano- und Mikrotechnologieunternehmen profitieren künftig auch die Mitarbeiter des IFW in Chemnitz. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, den Herstellungsprozess aufgerollter Nanomembranen zu optimieren, Bauteile daraus zu entwickeln und neue Anwendungen zu generieren. Diese Membranen sind winzige Bauelemente, die es zum Beispiel eines Tages möglich machen sollen, Batterien in einem Staubkorn unterzubringen. Von dieser Entwicklung können viele Firmen aus der Nanosystemtechnik profitieren, denn viele beschäftigen sich mit Fragen der Energieversorgung im Nanokosmos.

In die Forschungsprojekte des IFW werden auch Chemnitzer Studenten und Doktoranden eingebunden. Die Bedingungen für den schnellen Wissens- und Technologietransfer zwischen dem IFW Dresden und der TU Chemnitz haben sich bereits seit 2007 sehr verbessert, als Prof. Dr. Oliver Schmidt als Direktor des Instituts für Integrative Nanowissenschaften des IFW Dresden gleichzeitig als Professor für Materialsysteme der Nanoelektronik an die TU Chemnitz berufen wurde. Heute wirkt das IFW an großen Forschungsprojekten der TU Chemnitz mit, etwa am internationalen Graduiertenkolleg "Materials and Concepts for Advanced Interconnects and Nanosystems" und am neuen, vom Bundesforschungsministerium geförderten Kompetenznetzwerk für Nanosystemintegration.

Die IFW-Außenstelle umfasst derzeit 260 Quadratmeter Laborfläche im neuen "Start up"-Gebäude, dem Gründerzentrum unter der Trägerschaft der kommunalen TechnoPark Chemnitz GmbH. Hier ist ein Reinraum zur Entwicklung kompakter dreidimensionaler Bauelemente auf 4-Zoll Wafern entstanden. Dieses Labor wird von einem fünfköpfigen Wissenschaftlerteam betrieben und bietet Arbeitsmöglichkeiten für sechs Doktoranden und Studenten.

An der Eröffnung am 25. Oktober werden neben Vertretern des IFW Dresden auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig, der Kanzler der TU Chemnitz, Eberhard Alles, und Prof. Dr. Thomas Geßner, Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme ENAS teilnehmen.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Oliver G. Schmidt, Telefon 0351 4659-800, E-Mail o.schmidt@ifw-dresden.de.

Einen Beitrag zum Thema "Vision: Batterien im Staubkorn" sowie eine 16-seitige Vorstellung der Akteure des Smart Systems Campus finden Interessenten in der aktuellen Ausgabe des TU-Spektrums im Internet: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa-61393

Mario Steinebach
22.10.2010

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