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Uni aktuell Studium

Keine pauschale Fundamentalkritik an universitärer Lehre

Die vom Rektorat eingesetzte Arbeitsgruppe "Qualität in Lehre und Studium" beleuchtet Ist-Situation und entwickelt Maßnahmen zur Qualitätsoffensive

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Viel mehr Licht als Schatten - so zeigt sich die Studienqualität an der TU Chemnitz. Foto: Christian Schenk

In den vergangenen Wochen verschaffte sich die Arbeitsgruppe "Qualität in Lehre und Studium" einen umfassenden Überblick über die Studiensituation an der Technischen Universität Chemnitz. Zunächst übergab die zur weiteren Verbesserung von Lehre und Studium vom Rektorat eingesetzte Arbeitsgruppe den acht Fakultäten und Fachschaftsräten einen Fragenkatalog, der unter anderem Forderungen des Bildungsstreikes 2009 aufgriff. "Im Vordergrund stand dabei eine fachspezifisch differenzierte Einschätzung der Ist-Situation an unserer Universität in diesem Bereich", sagt Prof. Dr. Albrecht Hummel, Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung der TU Chemnitz und Vorsitzender der Arbeitsgruppe. Die Fragen konzentrierten sich auf mehrere Entwicklungsprobleme: "Im Mittelpunkt standen die Sicherung der Mitwirkungsrechte der Studierenden bei der Prozessgestaltung von Studium und Lehre, die Kommunikation und Transparenz von Entscheidungsvorgängen in der Lehre, Übergangsregelungen vom Bachelor- zum Masterstudium, Studienbelastungen und Prüfungsdruck, organisatorische und materiell-technische Bedingungen für das Studium sowie Qualitätssicherung und Evaluation der Lehre", so Hummel.

Erste Ergebnisse wurden bereits Ende Februar in Gesprächen zwischen Vertretern von sieben Fakultäten und deren jeweiligen Fachschaft sowie der temporären Arbeitsgruppe des Rektorates ausgewertet. "Lediglich mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ließ sich in der vorlesungsfreien Zeit leider kein Gesprächstermin finden", berichtet Hummel. Er sei jedoch optimistisch, dass es zeitnah zu dem wichtigen Treffen kommt. "Ein wesentliches Ergebnis zeichnet sich bereits beim Blick auf die Situation in den anderen Fakultäten darin ab, dass es keine Veranlassung für eine pauschale Fundamentalkritik der universitären Lehre an der TU Chemnitz gibt", so der Prorektor. Die Lage sei vielmehr differenziert zu bewerten - differenziert nach Fakultäten und dort wiederum nach einzelnen Studiengängen. "Es wurde deutlich, dass viele, auch in den Forderungen der Streikenden angesprochene Probleme Einzelfälle sind und keinesfalls auf alle Fakultäten und Studiengänge zutreffen. Im Gegenteil: In einigen Fakultäten wurde die Qualität in Lehre und Studium sowie die Zusammenarbeit zwischen Fakultät und Studierenden als sehr gut beurteilt", betont Hummel. Trotzdem werde die TU Chemnitz künftig Maßnahmen ableiten, um die Qualität in Lehre und Studium an der gesamten Universität zu verbessern.

So sollen die Kommunikation und Informationsbereitstellung in einigen Bereichen verbessert, Prüfungsbelastungen reduziert und Modulgrößen optimiert werden. Zudem wollen wir künftig geordnete Teilzeitstudiengänge entwickeln. "Sicher können Fakultäten auch voneinander lernen und Erfolgsrezepte anderer übernehmen", meint Hummel und denkt dabei an viele Beispiele für ein hervorragendes Miteinander in Lehre und Studium an der TU Chemnitz. Hierzu zählen laut Aussage des Prorektors die Vergabe von Lehrpreisen an hervorragende Dozenten sowie regelmäßige fakultätsinterne Gesprächsrunden zwischen Fakultätsleitung und der Studierendenschaft.

"Wir verzeichnen insgesamt eine intensivere Arbeit in den zahlreichen studiengangsbezogenen und paritätisch mit Lehrenden und Studierenden besetzten Studienkommissionen", meint Hummel und ergänzt: "Gerade in diesen Kommissionen kann sich studentische Mitwirkung ausgesprochen effektiv und zielführend entfalten." Sobald die Arbeitsgruppe mit Vertretern der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften gesprochen hat, wird sie für das Rektorat einen Situationsbericht zur Qualität in Lehre und Studium anfertigen, der dem Senat zur weiteren Behandlung übergeben wird.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Albrecht Hummel, Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-10030, prorektor.bildung@tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
07.04.2010

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