Studieren trotz Vollzeitjob
Max Chris Schreiber hat nach seinem VWA-Abschluss erfolgreich ein berufsbegleitendes Bachelorstudium „Public Sector Management“ an der TU Chemnitz gemeistert und damit seinen Blick auf den öffentlichen Sektor erweitert
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TUC-Absolvent Max Chris Schreiber: „Wer den VWA-Abschluss erfolgreich gemeistert habe, bringt sehr gute Voraussetzungen für ein berufsbegleitendes Bachelorstudium mit. Die Jahre vergehen schneller, als man während des Studiums oft glaubt, und am Ende bleibt nicht nur ein akademischer Abschluss, sondern auch eine persönliche Entwicklung, die weit über fachliches Wissen hinausgeht.“ Foto: privat
Der Weg vom Verwaltungsbetriebswirt der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (SVWA) zum Bachelor Public Sector Management an der TU Chemnitz ist für viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst ein entscheidender Schritt, um berufliche Perspektiven zu erweitern und sich langfristig zu qualifizieren. Max Chris Schreiber zeigt, wie dieser Übergang gelingen kann – und warum sich die Kombination aus beruflicher Erfahrung, VWA-Studium und universitärem Abschluss besonders auszahlt.
Nach dem Abitur entschied sich Max Chris Schreiber bewusst für eine Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung. Früh war ihm wichtig, finanzielle Unabhängigkeit mit einer langfristig sicheren beruflichen Perspektive zu verbinden. Die Ausbildung schloss er mit sehr guten Ergebnissen ab, was in ihm den Wunsch weckte, sich fachlich weiter zu spezialisieren. Der Verwaltungsbetriebswirt an der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (SVWA) war für ihn der nächste logische Schritt. Rückblickend beschreibt er diese Entscheidung als genau richtig, weil er sein Fachwissen vertiefen und gleichzeitig wertvolle Berufserfahrung sammeln konnte. Heute arbeitet er beim Freistaat Sachsen in einem Bereich, der finanzielle Mittel im Bildungssektor verwaltet. Gemeinsam mit seinem Team betreut er Förder- und Finanzierungsprozesse im Umfang von mehreren Millionen Euro. Die Verantwortung ist groß, und gerade deshalb war für ihn klar, dass er seinen Bildungsweg weitergehen möchte.
Bachelor Public Sector Management als ideale Ergänzung zum SVWA-Abschluss
„Die SVWA vermittelt wertvolle Fachkenntnisse und genießt insbesondere im öffentlichen Dienst einen guten Ruf“, so Schreiber. Der VWA-Abschluss ist aber kein akademischer Hochschulabschluss. Der berufsbegleitende Bachelor Public Sector Management an der TU Chemnitz bot ihm die zusätzliche Möglichkeit, einen anerkannten Hochschulgrad zu erwerben und sich wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Schreiber betont, dass er im Bachelorstudium viele Themen vertiefter und wissenschaftlich fundierter betrachten konnte und sein Verständnis für Zusammenhänge innerhalb der öffentlichen Verwaltung deutlich gewachsen ist. Besonders wertvoll sei für ihn die übergeordnete Managementperspektive gewesen, die das Studium vermittelt.
Zwischen Arbeitsalltag und Hörsaal: Ein Weg, der Disziplin verlangt
Die Vereinbarkeit von Vollzeitjob und Studium beschreibt er als anspruchsvoll. „Während andere nach Feierabend entspannen, beginnt für berufsbegleitend Studierende oft der zweite Teil des Tages“, so Schreiber. Disziplin, Durchhaltevermögen und gutes Zeitmanagement seien entscheidend gewesen. Einen wichtigen Ausgleich fand er im Hochschulsport der TU Chemnitz, der ihm half, „den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken“. Als besonders positiv hebt er zudem die sehr gute Betreuung durch die Verantwortlichen der Universität hervor. „Die Mischung aus digitalen Formaten und Präsenzangeboten hat die Vereinbarkeit von Beruf und Studium erheblich erleichtert“, sagt Schreiber rückblickend.
Wissenschaftliche Tiefe und praktische Relevanz
Besonders profitiert hat Schreiber von Modulen wie General Management, Wissensmanagement und Integrative Entwicklungsstrategien. Das Planspiel hebt er als besonders prägend hervor, da es eine aktive Form des Lernens bot und die Zusammenarbeit mit Kommilitoninnen und Kommilitonen stärkte. Auch wenn nicht alle Inhalte unmittelbar auf seinen Arbeitsalltag übertragbar sind, habe das Studium seinen Blick auf den öffentlichen Sektor erweitert. Schreiber betont, dass er Aufgaben nun stärker in größere institutionelle und strategische Zusammenhänge einordnen kann.
Große Anerkennung im beruflichen Umfeld
Im Kollegium und bei Vorgesetzten stieß sein Engagement auf große Anerkennung. Viele hätten Respekt davor, über mehrere Jahre hinweg neben einer Vollzeitbeschäftigung ein Studium zu absolvieren. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv gewesen und hätten ihn zusätzlich motiviert, den eingeschlagenen Weg erfolgreich zu Ende zu führen.
Empfehlung an andere SVWA-Absolventinnen und -Absolventen
Für andere SVWA-Absolventinnen und -Absolventen hat Schreiber eine klare Empfehlung: „Wer den VWA-Abschluss erfolgreich gemeistert habe, bringt sehr gute Voraussetzungen für ein berufsbegleitendes Bachelorstudium mit. Die Jahre vergehen schneller, als man während des Studiums oft glaubt, und am Ende bleibt nicht nur ein akademischer Abschluss, sondern auch eine persönliche Entwicklung, die weit über fachliches Wissen hinausgeht.“ Für seinen eigenen Erfolg seien Fleiß, Ehrgeiz, fachliche Grundlagen und ein unterstützendes Umfeld entscheidend gewesen.
Hinweis: Die Bewerbungsphase für den Bachelor Public Sector Management hat bereits begonnen und richtet sich neben SVWA-Absolventinnen und -Absolventen an alle Interessierten mit allgemeiner Hochschulreife oder einer gleichwertigen Qualifikation (bspw. Kommunalwirt, Verwaltungsfachwirt, o. Ä.).
Weitere Informationen zum Studiengang Public Sector Management: https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/studium/bachelor/bpsm/
Kontakt zur Fachstudienberatung: Josephin Hänel, Telefon 0371 531-30218, E-Mail josephin.haenel@zwt.tu-chemnitz.de
(Autorin: Josephin Hänel)
Mario Steinebach
19.06.2026