Vom Pflegeberuf ins Management
Kristina Milewski hat nach ihrem VWA-Abschluss erfolgreich ein berufsbegleitendes Bachelorstudium „Management“ an der TU Chemnitz gemeistert und damit ihren Bildungsweg strategisch weiterentwickelt
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TUC-Absolventin Kristina Milewski: „Wer weiß, warum er studieren möchte und was er mit dem Abschluss erreichen will, bleibt auch in anspruchsvollen Phasen motiviert und kann Durststrecken besser überwinden.“ Foto: privat / Montage: Jacob Müller
Der Übergang vom VWA-Diplom zum berufsbegleitenden Bachelor „Management“ an der TU Chemnitz ist für viele Fach- und Führungskräfte ein entscheidender Schritt, um sich langfristig zu qualifizieren und neue Perspektiven zu eröffnen. Der Bildungsweg von Kristina Milewski zeigt eindrucksvoll, wie sich berufliche Erfahrung, Weiterbildungsbereitschaft und akademische Vertiefung zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden können – und warum sich dieser Weg besonders lohnt.
Ein beruflicher Werdegang mit klarer Zielorientierung
Kristina Milewski startete ihre beruflich Laufbahn in der Pflege: Nach der Ausbildung zur Krankenschwester arbeitete sie im Krankenhaus, absolvierte eine Fachweiterbildung in Psychiatrie und begann parallel ein Studium der Pflegewissenschaft und des Pflegemanagements. Schon damals war ihr wichtig, sich fachlich weiterzuentwickeln und Aufgaben zu übernehmen, die sie herausfordern. Nach der Elternzeit wechselte sie in die Altenhilfe – zunächst als stellvertretende Pflegedienstleitung, später als stellvertretende Heimleitung und schließlich als Heimleitung. Mit dem Abschluss als Diplom-Pflegewirtin öffneten sich weitere Türen: Sie übernahm die Position der Pflegedirektorin in einem Krankenhaus, kehrte jedoch aufgrund fehlender beruflicher Erfüllung wieder in die Altenhilfe zurück. Dort verantwortete sie als Bereichsleitung mehrere Einrichtungen und begleitete schließlich die Umstrukturierung in eine eigenständige gGmbH. Heute nutzt Milewski ihre umfassenden beruflichen Erfahrungen, um komplexe Aufgaben im Managementumfeld souverän zu bewältigen und strategische Fragestellungen fundiert zu bearbeiten.
Der SVWA-Abschluss als wichtiger Baustein
Für ihre berufliche Weiterentwicklung war ihr ein fundierter theoretischer Hintergrund wichtig. Der Betriebswirt an der Sächsischen Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (SVWA) bot dafür die ideale Grundlage. Weil sie das VWA-Studium erfolgreich in ihren anspruchsvollen Berufsalltag integrieren konnte und der fachliche Input für sie sehr wertvoll war, entstand der Wunsch, diesen Weg weiterzugehen. Die logische Konsequenz: Sie entschied sich dafür, ihre Weiterbildung auf akademischem Niveau fortzusetzen und ihr Wissen im Bachelorstudiengang Management an der TU Chemnitz weiter zu vertiefen.
Warum das Bachelorstudium „Management“ an der TU Chemnitz?
Der berufsbegleitende Bachelorstudiengang bot Kristina Milewski genau das, was sie suchte: wissenschaftliche Vertiefung, fachlichen Austausch und die Möglichkeit, von der Expertise der Lehrenden zu profitieren. Sie beschreibt das Studium als anspruchsvoll und bereichernd. Die Balance zwischen Beruf, Studium und Privatleben empfand sie als gut machbar. Die größte Herausforderung lag für sie weniger im Zeitmanagement, sondern in der bewussten Entscheidung, Freizeit zugunsten des Studiums zu reduzieren.
Wissenschaftliche Perspektiven für die Praxis
Im beruflichen Alltag werden Entscheidungen häufig situativ getroffen, oft unter Zeitdruck und mit Blick auf konkrete Einzelfälle. Das Studium hat Kristina Milewski dabei unterstützt, diese Situationen stärker in größere Zusammenhänge einzuordnen und theoretisches Wissen als hilfreichen Bezugsrahmen zu nutzen. Dadurch hat sich ihr Blick auf viele Aspekte des Managements erweitert und geschärft. erweitert und geschärft. Deutlich spürbar ist für sie die persönliche Weiterentwicklung, die das Studium angestoßen hat. Sie verfügt heute über ein wesentlich umfassenderes Verständnis der vielfältigen Arbeitsbereiche im Management und kann strategische Fragen klarer und fundierter analysieren und beantworten. Gleichzeitig hat sie ihre Recherchekompetenzen weiter vertieft und arbeitet analytischer sowie strukturierter als zuvor. Die Erfahrung, ein anspruchsvolles Studium erfolgreich zu bewältigen, hat ihr zudem die Gewissheit gegeben, auch besonders herausfordernde Ziele erreichen zu können – ein Gewinn, der ihren beruflichen Weg nachhaltig prägt.
Empfehlungen für andere SVWA-Absolventinnen und -Absolventen
Kristina Milewski hat eine Botschaft für alle, die über ein berufsbegleitendes Studium nachdenken: „Wichtig ist eine klare Entscheidung – und die ehrliche Abwägung der Konsequenzen.“ Aus ihrer Sicht bedeutet das, sich bewusst zu machen, dass ein Studium Veränderungen im Alltag mit sich bringt: Freizeit muss neu organisiert werden, und es braucht Rückhalt aus Familie und Freundeskreis. Auch praktische Aspekte wie technische Ausstattung, Fahrtwege und zusätzliche Kosten sollten realistisch eingeplant werden. Ebenso spielt die Frage eine Rolle, wie der Arbeitgeber auf die Entscheidung reagiert und welche Rahmenbedingungen dort bestehen. Vor allem aber betont sie die Bedeutung einer klaren Zielsetzung: „Wer weiß, warum er studieren möchte und was er mit dem Abschluss erreichen will, bleibt auch in anspruchsvollen Phasen motiviert und kann Durststrecken besser überwinden.“
Hinweis: Die Bewerbungsphase für den Bachelorstudiengang „Management“ hat bereits begonnen und richtet sich neben SVWA-Absolventinnen und -Absolventen an alle Interessierten mit allgemeiner Hochschulreife oder einer gleichwertigen Qualifikation.
Weitere Informationen zum Studiengang: https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/studium/bachelor/bam/index.html
Kontakt zur Fachstudienberatung: Josephin Hänel, Telefon 0371 531-30218, E-Mail josephin.haenel@zwt.tu-chemnitz.de
(Autorin: Josephin Hänel)
Mario Steinebach
06.08.2026