Impedanzspektroskopie zwischen Energiesystemen, Biomedizin und intelligenter Sensorik
Beim 19. „International Workshop on Impedance Spectroscopy“ (IWIS) vom 22. bis 25. September 2026 diskutieren internationale Forschende und Studierende an der TU Chemnitz über aktuelle Messverfahren, Analysemethoden und Anwendungen der Impedanzspektroskopie
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Tagungsorganisatorin Prof. Dr. Olfa Kanoun, Inhaberin der Professur Mess- und Sensortechnik: „Die IWIS bringt seit vielen Jahren eine sehr internationale Community in Chemnitz zusammen. Besonders wichtig ist uns, Grundlagen, neue methodische Entwicklungen und konkrete Anwendungen miteinander zu verbinden.“ Foto: Phillip Hiersemann
Bereits zum 19. Mal treffen sich vom 22. bis 25. September 2026 internationale Expertinnen und Experten zum „International Workshop on Impedance Spectroscopy“ (IWIS) an der Technischen Universität Chemnitz. Erwartet werden rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als neun Ländern. Im Mittelpunkt stehen neue Mess- und Analyseverfahren sowie deren Einsatz in Energiesystemen, biomedizinischen Anwendungen, Materialcharakterisierung und intelligenter Sensorik. Organisiert wird der Workshop von Prof. Dr. Olfa Kanoun, Inhaberin der Professur Mess- und Sensortechnik, gemeinsam mit Prof. Pasquale Arpaia von der Università di Napoli Federico II.
Vier Plenarvorträge setzen zusätzliche Schwerpunkte: Prof. Bilel Hafsi (ICAM Lille, Frankreich) spricht über tragbare elektronische Nasen, die Impedanzspektroskopie mit akustischen Oberflächenwellentechnologien verbinden. Der Plenarvortarg von Dr. André Weber (Karlsruher Institut für Technologie) rahmt die Arbeiten zur Charakterisierung von Batterien, Brennstoffzellen und Elektrolyseuren ein. Die Signalanalyse elektrochemischer Systeme von Impedanz und Rauschen bis zur ultraschnellen Spektroelektrochemie wird von Prof. Burak Ülgüt (Bilkent University, Türkei) thematisiert. Prof. Franco Simini (Universidad de la República, Uruguay) vertritt in diesem Jahr den Themenkomplex der Charakterisierung biologischen Gewebes, elektrischen Impedanztomographie, Lebensmittelqualität sowie impedanzbasierten Point-of-Care-Sensoren.und gibt Einblicke in biomedizinische Ingenieurwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf Bioimpedanz.
Die Konferenz richtet sich allerdings nicht nur an Expertinnen und Experten, denn auch für thematische Einsteiger und Interessierte gibt es ein Programm. Den Fachvorträgen gehen am 22. und 23. September zwei Tutorial-Tage im Rahmen der „Advanced School on Impedance Spectroscopy (ASIS)“ voraus. Behandelt werden unter anderem Grundlagen der elektrochemischen Impedanzspektroskopie, die Distribution of Relaxation Times, die elektrische Charakterisierung biologischer Materie im Zeitbereich, Korrosions- und Elektrokatalyseanwendungen sowie Kalibrierungs- und Kompensationsverfahren. Ein praxisorientierter Workshop widmet sich typischen Messfehlern und deren Korrektur.
Darüber hinaus bietet die Veranstaltung mit „SheIWIS“ erneut eine Plattform für Wissenschaftlerinnen und Studentinnen zum fachlichen Austausch und Networking. Neu im Programm ist die Podiumsdiskussion des „Circle of Experts in Impedance Spectroscopy (CEIS)“, bei der sich die strategischen Gestalter der Konferenz mit der Community über die zukünftige Ausrichtung abstimmen. Ergänzt wird das Programm durch eine Poster- und eine Industrieausstellung.
Homepage des „International Workshop on Impedance Spectroscopy“ (IWIS): https://www.tu-chemnitz.de/etit/messtech/iwis/
Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Olfa Kanoun, Inhaberin der Professur Mess- und Sensortechnik, Telefon 0371 531-36931, E-Mail olfa.kanoun@etit.tu-chemnitz.de.
(Quelle: Professur Mess- und Sensortechnik der TU Chemnitz)
Mario Steinebach
17.09.2026