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Von Industrie 4.0 zu Industrie 5.0: Zukunftsperspektiven für Arbeit und Forschung

Dr. Alejandro G. Frank von der brasilianischen Bundesuniversität Rio Grande do Sul hält am 21.Oktober 2026 zwei Vorträge an der TU Chemnitz

Der international anerkannte Wissenschaftler Dr. Alejandro G. Frank von der brasilianischen Bundesuniversität Rio Grande do Sul (UFRGS) ist einer Einladung der Professur Fabrikplanung und Intralogistik gefolgt und besucht im Oktober die Technische Universität Chemnitz. Während seines einwöchigen Besuchs wird Dr. Frank am 21. Oktober zwei aufeinander aufbauende englischsprachige Vorträge halten, in denen er die Zukunft der industriellen Arbeit mit der Zukunft der Forschung im Bereich Operations Management verknüpft.

„Der Mensch als Homo faber schafft nicht nur Technologie, sondern wird auch stark von ihr beeinflusst. Industrielle Revolutionen haben Gesellschaften und unseren Planeten geprägt. Ob dies zum Guten oder zum Schlechten ist, hängt letztendlich davon ab, wie wir das Zusammenspiel zwischen Mensch und neuer Technologie gestalten. Es ist mir daher eine Freude, Dr. Frank an unserer Professur willkommen zu heißen“, betont Prof. Matthias Thürer, Inhaber der Professur Fabrikplanung und Intralogistik.

Weitreichende Expertise zu digitaler Arbeit und empirischer Forschung

In seinem Vortrag „Integration digitaler Technologien und Arbeit: wichtigste Fortschritte, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven“ wird Dr. Frank erörtern, wie mehr als ein Jahrzehnt Forschung zu Industrie 4.0 unser Verständnis von Technologie und Arbeit verändert hat, warum in der aufkommenden Debatte um Industrie 5.0 zunehmend der Schwerpunkt auf einer menschenzentrierten Produktion liegt und welche Herausforderungen Forscher und Unternehmen bei der Gestaltung digital gestützter Arbeitsumgebungen noch bewältigen müssen.

In seinem Vortrag „Was macht einen Beitrag für eine Veröffentlichung im IJPE relevant? Erkenntnisse aus der Abteilung für empirische Forschung“ wird der Gast aus Brasilien auf seine redaktionelle Erfahrung zurückgreifen, um einen Einblick hinter die Kulissen zu geben und zu erläutern, was wirkungsvolle empirische Forschung von Manuskripten unterscheidet, die den Erwartungen führender internationaler Fachzeitschriften nur schwer gerecht werden. Der Vortrag befasst sich mit wiederkehrenden methodischen und theoretischen Schwächen, neuen Trends in der empirischen Forschung und der Frage, wie Forscherinnen und Forscher Studien konzipieren können, die einen stärkeren Beitrag zum Betriebs- und Produktionsmanagement leisten.

Zur Person: Dr. Alejandro G. Frank

Dr. Alejandro G. Frank forscht in den Bereichen digitale Transformation, Industrie 4.0 und Betriebsmanagement. Seine Arbeiten finden eine außergewöhnliche internationale Beachtung. So wurde sein 2019 im „International Journal of Production Economics (IJPE)“ veröffentlichter Artikel über Technologien der Industrie 4.0 mehr als 2.600-mal in Scopus zitiert und ist derzeit der meistzitierte Artikel der Zeitschrift in Scopus. Zudem zählt Dr. Frank laut der Zitationsdatenbank des Wissenschaftsverlags Stanford/Elsevier zu den zwei Prozent der einflussreichsten Wissenschaftler weltweit. Über den eigenen Research hinaus prägt Dr. Frank die internationale Forschung im Bereich Operations Management maßgeblich mit – als ein Editor des IJPE, einer der führenden Fachzeitschriften auf diesem Gebiet, und als Vorstandsmitglied der European Operations Management Association (EurOMA). Zu seinen internationalen akademischen Erfahrungen zählen Forschungsaktivitäten am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er nach wie vor am MIT Industrial Performance Center tätig ist.

Weitere Informationen erteilt Prof. Matthias Thürer, E-Mail matthias.thuerer@mb.tu-chemnitz.de. Details zu den Vorträgen gibt es unter https://www.tu-chemnitz.de/mb/FabrPlan/fo_seminars.php

(Autor: Prof. Matthias Thürer)

Mario Steinebach
16.09.2026

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