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Bewegenden „Lichtpunkt“ gegen das Vergessen gesetzt

TU Chemnitz informierte am 9. November 2025 Interessierte aus der Universität und der Stadt über das Schicksal jüdischer Bürgerinnen und Bürger im Zuge der Reichspogromnacht

Am 9. November 2025 gedachte die Technische Universität Chemnitz im Innenhof des Böttcher-Baus am Mahnmal für die deportierten Jüdinnen und Juden der Stadt Chemnitz den Opfern der Reichspogromnacht und an die während der faschistischen Gewaltherrschaft ermordeten sechs Millionen jüdischen Menschen. Die TU Chemnitz bot hier eine Möglichkeit an, nicht nur im Stillen zu gedenken, sondern sich zu informieren und mit Stephan Luther, Leiter des Universitätsarchivs der TU Chemnitz, über das dunkle Kapitel der Geschichte der Stadt ins Gespräch zu kommen. 

Luther adressierte insbesondere die schrecklichen Ereignisse im Jahr 1938 und klärte die etwa 25 interessierten Besucherinnen und Besucher, darunter Studierende und Kulturhauptstadt-Touristen, über die Hintergründe des Mahnmals auf. So stehe der Gedenkstein an dem Platz, von dem aus viele Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens auf Grund der unmittelbaren Nähe zum Hauptbahnhof deportiert wurden, was Luther durch Quellenmaterial aus dem Bestand der Universitätsbibliothek belegte. „Vom Innenhof des Böttcher-Baus aus gingen in der Zeit von 1942 bis 1945 insgesamt zehn Transporte mit jüdischen Männern, Frauen und Kindern in faschistische Vernichtungslager“, so der Archivar. Der Gedenkstein in Form des Davidsterns sei 1988 in Zusammenarbeit des Künstlers Volker Beier mit dem Rat der Stadt Karl-Marx-Stadt, der Jüdischen Gemeinde und der TU Karl-Marx-Stadt entstanden. Luther informierte auch über die Einzelschicksale Chemnitzer Jüdinnen und Juden und setzte damit einen bewegenden „Lichtpunkt“ gegen das Vergessen. Zudem beantwortete er Fragen zur Geschichte der Staatlichen Akademie für Technik in Chemnitz, eine Vorläufereinrichtung der heutigen TU Chemnitz, in der Zeit von 1933 bis 1945.

Mario Steinebach
10.11.2025

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