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Sportliche Forschung in weltweitem Netzwerk

Chemnitzer Professur Sportmedizin/-biologie kooperiert mit der britischen WRIGHT-Foundation und bietet TU-Studierenden eine Qualifizierung zur Arbeit in Großbritannien, Irland, Neuseeland und Australien an

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TU-Kanzler Eberhard Alles, Murdo Wallace (Vorsitzender der WRIGHT-Foundation) und Prof. Dr. Henry Schulz (v.r.) besiegelten die Zusammenarbeit der Professur Sportmedizin/-biologie mit der WRIGHT-Foundation. Foto: Christine Kornack

Wer Sport treibt, lebt gesünder - diese weit verbreitete Weisheit stellen Sportmediziner durch Erforschung von Krankheitsprävention und -therapie durch Bewegung auf eine sichere Grundlage. "Die Erforschung körperlicher Aktivität ist ein weltweit wachsender Markt. Krankheiten wie Adipositas und Diabetes, die vor allem durch mangelnde Bewegung hervorgerufen werden, spielen eine immer größere Rolle", erläutert Peter Wright, Mitarbeiter der Professur Sportmedizin/-biologie an der TU Chemnitz. Die Professur arbeitet schon seit 2005 mit der WRIGHT-Foundation zusammen, deren Name für "Worldwide Research Into General Health Therapy" steht - weltweite Erforschung einer breit angelegten Gesundheitstherapie. Diese staatlich anerkannte britische Organisation mit Sitz in Schottland deckt in Großbritannien 90 Prozent der Weiterbildung und Berufsqualifikationen auf dem Gebiet der Sporttherapie ab und erforscht darüber hinaus Möglichkeiten der Krankheitsprävention und -therapie. Nun wird die Kooperation zwischen der Professur Sportmedizin/-biologie und der WRIGHT-Foundation vertraglich besiegelt, wodurch die Professur in ein Netzwerk von Institutionen, Universitäten und Wissenschaftlern unter anderem in England, Schottland, den USA, Italien, Portugal, Frankreich und Japan aufgenommen wird. Am 6. November 2007 unterzeichneten Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, Prof. Dr. Henry Schulz, Inhaber der Professur Sportmedizin/-biologie, und Murdo Wallace, Vorsitzender der WRIGHT-Foundation, den Vertrag.

Berufsperspektiven über Deutschland hinaus

Damit erhält die Chemnitzer Uni die Möglichkeit, ihren Sportstudierenden eine ganz besondere Zusatzqualifikation anzubieten: Wer mindestens im dritten Semester im Fach Sportwissenschaft studiert, kann Anfang April 2008 zwei einwöchige Blockseminare an der TU besuchen. "Die englischsprachigen Kurse werden von Unimitarbeitern gehalten. Wir werden vorher noch eine entsprechende thematische Weiterbildung besuchen", berichtet Wright. Die Professur erhoffe sich, dass die TU damit noch attraktiver für internationale Studierende werde. Nach erfolgreichem Besuch des ersten Blockkurses erhalten die Teilnehmer eine Zertifizierung, mit der sie in Großbritannien, Irland, Neuseeland und Australien in der Sporttherapie arbeiten dürfen. Wer den zweiten Kurs mit den dazugehörigen Prüfungen besteht, kann in diesen Ländern auch in der Rehabilitation mit Herzpatienten tätig werden. "In anderen Ländern wird die Qualifizierung derzeit noch nicht anerkannt, aber zumindest in der Europäischen Union laufen die Vorbereitungen. Ich gehe davon aus, dass in absehbarer Zukunft auch die EU-Staaten die Abschlüsse anerkennen werden. Und schon jetzt machen sie sich in jedem Fall gut im Lebenslauf", erklärt Wright. Die Absolventen der Kurse können darüber hinaus in den britischen Verband der Präventions- und Rehabilitationsberufe aufgenommen werden, wodurch sie einen Versicherungsschutz beim Ausüben ihrer Tätigkeit sowie Stellenangebote in den Zielländern erhalten.

Forschung auf einem weltweit wachsenden Markt

Außerdem werden die Sportmediziner der TU Chemnitz die gemeinsame Forschung mit der WRIGHT-Foundation weiter ausbauen. "Bisher haben wir im Rahmen der Zusammenarbeit eine kleine Studie für die britische Pilates-Organisation angefertigt und ein größeres Projekt zum Thema Herzinsuffizienz bearbeitet, für das wir Patienten im Ruhrgebiet untersucht haben", erzählt Wright. Eingebunden waren auch Studierende der Chemnitzer Uni, die unter anderem bei der Datenauswertung mitgearbeitet haben. Für ein neues Projekt gibt es bisher eine mündliche Zusage: "Die Verhandlungen sind sehr positiv gelaufen und wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr alle Schüler Schottlands - insgesamt 710.000 - auf Adipositas und Fitness untersuchen werden", so Wright, der neben seiner Tätigkeit an der TU Chemnitz auch die Forschungsabteilung der WRIGHT-Foundation leitet. "Schottland hat die Brisanz des Themas erkannt und ist schon jetzt bereit, in die Forschung zur Prävention der Wohlstandskrankheiten zu investieren. In Zukunft werden wir hoffentlich die dort gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen auf andere Länder - wie auch Deutschland - übertragen können." In diesem Projekt sei ebenfalls geplant, Chemnitzer Sportstudenten in die Arbeit einzubinden.

Informationen zur WRIGHT-Foundation finden Sie auf der englischsprachigen Homepage: http://www.wrightfoundation.com

Weitere Informationen erteilt Peter Wright, Professur Sportmedizin/-biologie, Telefon 0371 531-35590, E-Mail peter.wright@phil.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos
06.11.2007

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