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TU Chemnitz unterstützt schulischen Sprachförderunterricht in Corona-Zeiten

Die Professur Deutsch als Fremd- und Zweitsprache unterstützt per Online-Sprachförderung Grundschülerinnen und -schüler aus Vorbereitungsklassen beim Erwerb der deutschen Sprache

  • Eine junge Frau steht an einem Schreibtisch und nimmt an einer Videokonferenz teil
    Letzte Absprachen im Team vor der Online-Sprachförderung: Raquel Cannati (l.), Coretta Storz (vorn im Bild) und Annemarie Hülsmannvon der TU Chemnitz bieten DaZ-Kindern Online-Sprachförderungen an. Foto: privat

Die pandemiebedingten Schulschließungen im Lockdown haben unter anderem auch bei Grundschülerinnen und Grundschülern im Fach Deutsch als Zeitsprache (DaZ) zu negativen Folgen für den Spracherwerb geführt. Denn für das Lernen der deutschen Sprache sind der mündliche Austausch in der Lerngruppe sowie der direkte Input durch die Lehrkraft besonders wichtig. Seit Mitte März 2021 engagiert sich deswegen die Professur Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (Prof. Dr. Winfried Thielmann) der Technischen Universität Chemnitz in diesem Bereich und bietet zusätzliche Online-Förderstunden für Grundschul-Kinder aus Chemnitzer DaZ-Klassen an.

Online-Lehre um Lernrückstände zu verkleinern

„Wir freuen uns zu sehen, dass die Kinder, die wir mit dem Angebot erreichen, mit Spaß und Elan bei der Sprachförderung dabei sind. Auch sind wir sehr dankbar für die Kooperation mit den DaZ-Lehrkräften. Die Verzahnung unseres Faches mit der Praxis ist für uns und unsere Studierenden wichtig und wertvoll", berichtete Annemarie Hülsmann, Koordinatorin und Dozentin im Erweiterungsfaches DaZ. Neben Hülsmann sind Coretta Storz und Raquel Cannati, beide sind Mitarbeiterinnen im Erweiterungsfach DaZ an der TU Chemnitz, an dem Projekt beteiligt.

„Via Videokonferenz lernen und üben wir mit den Kindern vor allem neue Wörter. Aber auch für Grammatik, Aussprache und sogar landeskundliche Themen bieten wir in den Online-Fördereinheiten Lernanlässe. Wir setzen dabei auf Spiele, gemeinsames Erzählen und bringen viel Anschauungsmaterial mit, etwas Kuscheltiere zum Thema Tiere oder Spielzeugautos zum Thema Straßenverkehr, die wir in die Kamera halten können“, so Storz. „Wichtig ist uns, dass die Kinder mit Freude lernen und viel zu Wort kommen.“ ergänzt Cannati.

Das Format entstand in Zusammenarbeit mit Chemnitzer Grundschulen. Lehrkräfte hatten nach Anfrage durch die Professur den Bedarf an Sprachförderung bestätigt und Kontakt zu interessierten Eltern und Schülerinnen sowie Schülern hergestellt.

Beitrag auch für die universitäre Lehre

Der DaZ-Unterricht findet über die Videokonferenz-Plattform BigBlueButton statt. Das Programm bietet außerdem Studierenden der TU Chemnitz die Möglichkeit zur Unterrichtshospitation. So wird nicht nur Grundschülerinnen und -schülern weiterhin Sprachförderunterricht ermöglicht, sondern auch Studierenden des Lehramtserweiterungsfaches DaZ die Chance geboten, während des Online-Semesters ein Praktikum zu absolvieren.

Die Sprachförderung erfolgt in Kleingruppen und ermöglicht interaktiven Online-Unterricht und direkten Austausch zwischen den Lehrenden und Teilnehmenden. So wird eine Umgebung geschaffen, in der die Lehrenden gezielt auf alle Schülerinnen und Schüler eingehen können.

(Text: Professur Deutsch als Fremd- und Zweitsprache)

Matthias Fejes
29.03.2021

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