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British and American Cultural/Social Studies
Research

Research

Research at this chair is concentrated in the field of Comparative Politics with a special focus on Political Sociology (territorial politics, political careers, social movements, political parties etc.) and on English-Speaking countries (especially the United Kingdom).

Major research interests include:

  • Regions and regionalism in Europe
  • Political professionalization and political careers
  • British territorial politics
  • Scottish nationalism
  • Football and society in English-speaking countries

Forschungsschwerpunkte der Professur

  • Constitutional Reform in the United Kingdom
  • Nation and Nationalism in the UK
  • Political Professionalisation and Political Careers
  • Football and Society in English Speaking Countries

Forschungsprojekte

Prof. Dr. Klaus Stolz

Devolution im Vereinigten Königreich

Seit 1999 hat das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland unter dem Stichwort „Devolution“ einen Dezentralisierungsprozess seiner politischen Strukturen begonnen. In diesem Prozess wurden Gebietskörperschaften mit unterschiedlichen legislativen und exekutiven Befugnissen für Wales, Nordirland und Schottland geschaffen ohne dabei den unitarischen Anspruch des britischen Staates aufzugeben. An der Professur für Britische und Amerikanische Kultur- und Länderstudien werden gegenwärtig die Auswirkungen dieses Prozesses auf die Muster britischer Territorialpolitik im Allgemeinen und auf politische Karrieren in Großbritannien im Besonderen erforscht. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass Devolution zwar ohne Zweifel zum Erhalt des britischen Einheitsstaates beigetragen hat, dass sich der „Politikbetrieb“ in den peripheren britischen Nationen jedoch gleichzeitig vom Zentrum der Westminster Demokratie in London abgekoppelt hat.

Fachtagung: 10 Years of Devolution: The New Territorial Politics in the United Kingdom,  22.-24. Mai 2009, Mülheim Ruhr. Organisiert von Prof. Dr. Klaus Stolz, finanziell unterstützt durch die Thyssen-Stiftung.

Publikationen:

  • Klaus Stolz (Hrsg.): Ten Years of Devolution in the United Kingdom: Snapshots at a Moving Target, Schriftenreihe des Arbeitskreis Deutsche-England Forschung, Augsburg: Wißner Verlag 2010.
  • Klaus Stolz: Towards a Regional Political Class? Professional Politicians and Regional Institutions in Catalonia and Scotland, Manchester: Manchester University Press, 2010.
  • Klaus Stolz: The Regionalization of Political Careers in Spain and the UK, in Regional and Federal Studies 21:2 (2011), 223-44.
  • Klaus Stolz: Auf ewig unvollendet: Der Devolutionsprozess im Vereinigten Köngreich, in: Jahrbuch für Föderalismus 2010, Europäisches Zentrum für Föderalismusforschung Tübingen (ed.), Baden-Baden: Nomos 2010, 317-28.
  • Klaus Stolz: Devolution - A Balance after Ten Years, in: Klaus Stolz (ed.): Ten Years of Devolution in the United Kingdom: Snapshots at a Moving Target, Schriftenreihe des Arbeitskreis Deutsche-England Forschung, Augsburg: Wißner Verlag 2010, 6-12.

     

International Research Network: „Political Careers in Multi-Level Systems“ (Koordination)

Dieser Forschungsverbund widmet sich der vergleichenden Analyse politischer Karrieremuster in regionalisierten und föderalen politischen Systemen. Dem von Prof. Jens Borchert (Universität Frankfurt) und mir koordinierten Forschernetzwerk gehören führende Karriereforscher aus Europa, Nord- und Südamerika an. Erste konzeptionelle Überlegungen und empirische Fallstudien wurden zunächst im Kontext internationaler Konferenzen (APSA 1999 in Atlanta, ECPR Joint Workshops 2001 in Grenoble) präsentiert. Im Juli 2004 haben wir selbst eine fünftägige internationale Konferenz organisiert (Kloster Seeon, Oberbayern, finanziert von der VolkswagenStiftung), auf der Beiträge für einen ersten gemeinsamen Sammelband präsentiert und ausgiebig diskutiert wurden. Erste Ergebnisse wurden als Sonderheft einer internationalen Fachzeitschrift publiziert.

Jens Borchert und Klaus Stolz (Hrsg.): Moving through the Labyrinth: Political Careers in Multi-level Systems, Special Issue Regional and Federal Studies, Routledge 2011.

  • Klaus Stolz: The Regionalization of Political Careers in Spain and the UK, in Regional and Federal Studies 21:2 (2011), 223-44.
  • Jens Borchert und Klaus Stolz: Introduction: Political Careers in Multi-level Systems, in Regional and Federal Studies 21:2 (2011), 107-116.
  • Jens Borchert und Klaus Stolz: German Political Careers: The State Level as an Arena in its Own Right, in Regional and Federal Studies 21:2 (2011), 205-22.
  • Jens Borchert und Klaus Stolz: Institutional Order and Career Patterns: Some Comparative Considerations, in Regional and Federal Studies 21:2 (2011), 271-82.

Dr. Susan Nitzsche

Wertewandel und politische Parteien in der Republik Irland (Dissertationsprojekt)

Die Republik Irland hat sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes – von der Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik unter der Lemass-Regierung bis zum Boom der 1990er Jahre (Celtic Tiger) – ist mit der nachhaltigen Transformation der Gesellschaft (Urbanisierung, soziale Restrukturierung) einhergegangen. Jener Modernisierungsprozess hat zudem zum Bedeutungsverlust von Religion und zu Wertewandel geführt. Die Dissertation hat die Wechselwirkungen zwischen irischen Parteien – als den zentralen politischen Größen – und Wertewandel untersucht. Dazu zählen (1) die Veränderung der politischen Rahmenbedingungen für Parteien aufgrund von Wertewandelprozessen, (2) die Anpassungsstrategien der Parteien an die Veränderungen des Wertewandels und (3) die aktive Einflussnahme von Parteien auf den Verlauf und den Charakter des irischen Wertewandelprozesses. Es hat sich gezeigt, dass Wertewandel zu einer nachhaltigen Transformation der politischen Rahmenbedingungen in Irland geführt hat, indem er neue politische Themen und Organisationen (inklusive Parteien) generiert, eine Abnahme der Wahlbeteiligung vor allem in Parlamentswahlen ausgelöst und das Wahlverhalten erkennbar verändert hat. Die politischen Parteien haben auf verschiedensten Ebenen auf die politischen Folgen des Wertewandels reagiert. So haben diese (1) institutionelle Reformen gefordert (und umgesetzt), die klar im Kontext des Wertewandels zu sehen sind, (2) ihre strategische Ausrichtung an die neuen Bedingungen angepasst, (3) ihre Organisationsstrukturen reformiert und (4) ihre Programmatik entsprechend modifiziert. Parteiliches Agieren hat sich aber nicht nur auf das Reagieren beschränkt. Vielmehr waren die irischen Parteien oftmals auch in der Lage, Wertewandelprozesse auszulösen, unbeabsichtigt zu befördern, zu verzögern oder zu blockieren.

Das Dissertationsmanuskript wurde im März 2011 eingereicht. Es soll in überarbeiteter Form in der Schriftenreihe des Arbeitskreis Deutsche England-Forschung (Wißner Verlag) erscheinen.

Abgeschlossene Promotionen

  • Nitzsche, Susan: Wertewandel und politische Parteien in der Republik Irland
  • Oesterreich, Ken: Neoconservatism and Religion. Patterns of Political Communication in U.S. Presidential Speeches
  • Berg, Sebastian: Antirassismus in der britischen Labour Party, Band 32 der Reihe Bremer Beiträge zur Literatur- und Ideengeschichte, Verlag Peter Lang, 2000, 327 S., ISBN 3-631-36969-7
  • Spantzel, Claudia: Die Landeskunde-Diskussion im Rahmen des Fremdsprachenunterrichts in der DDR. Eine bildungspolitische und wissenschaftshistorische Analyse, Verlag Peter Lang: Frankfurt/Main etc. 2001, ISBN: 3-631-38419-X
  • Heyck, Matthias: "Wir sind nicht Greenpeace!" Lokale und regionale Akteure der Umweltschutzbewegung im Raum Chemnitz (TU Chemnitz 2005 im Rahmen des Promotionskollegs Nachhaltige Regionalentwicklung in Ostdeutschland)
  • Walther, Anne: Spielend Englisch lernen. Möglichkeiten eines schülerorientierten landeskundlich-interkulturellen Fremdsprachenunterrichts an Grund-, Haupt- und Realschulen, analysiert am Beispiel der neuen Bundesländer, Verlag Frank & Timme: Berlin 2006. ISBN 978-3-86596-098-6 und ISBN 3-86596-098-7

 

Tracy Rammler, M.A.
“Commemorating the 1967 Race Riots: A Comparative Study of Northern Midwestern American Cities” (Working Title)
In the 1960s, Congress passed important civil rights legislation, officially ending Jim Crow laws and banning segregation and discrimination based on race, color, ethnicity, religion or national identity in U.S. society. This legislation – now viewed, accepted and celebrated as important achievements of the civil rights movement – were not met with universal acceptance at the time; opposition to the comprehensive legislation sparked constitutional challenges, protests, increased support of candidates for public office who were openly against integration along with racial violence by some white groups (Goldfield 1991). Alongside these legislative developments, ‘race riots’, defined here as “large-scale, violent, crowd events driven by racial grievances” (Olzak, Shanahan, and McEneaney 1996, 601), occurred in many American cities.  In the long, hot summer of 1967 alone, more than 150 cities experienced cases of civil disturbance. 

While academic scholarship on the riots has increased immensely in the wake of the 50th anniversary of these events, most studies focus exclusively on the causes, consequences and/or impact of the riots, largely ignoring the (re)presentations and (re)interpretations of these events in commemorative practices today. In this project, I will outline the commemorative work that has been carried out in the selected cities and investigate the politics involved in remembering the riots. This includes the processes, individual actors and institutions that have been involved in the initiation and implementation of each city’s commemorative projects. In a third step, I will identify the narratives employed in the finished commemorative projects, since it is through narration that meaning is given to social and political events and “[…] messages about the nature of shared reality [is] transmitted,” (White 1980, 6).

My research focuses primarily on public or official commemoration in northern midwestern American cities, a region that has been strongly affected by demographic changes resulting from the Great Migration of African Americans from the rural South from 1916 to 1970 as well as by deindustrialization processes beginning already at the end of the nineteenth century.

Works Cited:

Goldfield, David R. 1991. Black, White, and Southern : Race Relations and Southern Culture, 1940 to the Present. Louisiana State University Press.

Olzak, Susan, Suzanne Shanahan, and Elizabeth H. McEneaney. 1996. “Poverty, Segregation, and Race Riots: 1960 to 1993.” American Sociological Review 61 (4): 590–613. https://doi.org/10.2307/2096395.

White, Hayden V. 1980. Metahistory: The Historical Imagination of Nineteenth-Century Europe. Baltimore: The John Hopkins University Press.


Danny Copescu, M.A.
"Politics in the Stands: Identity and Diversity in Politicized Football Supporter Groups" (Working Title)

Politics is never far from the football stadium, whether in left-leaning self-conscious supporter manifestos or the neo-liberal lurch towards football as an entertainment industry. The relatively young, but burgeoning academic study of football and its politicized instantiations has transcended the old adage that football mirrors society, and now seeks to shed light on the way its dynamics can be an active force for social and political change.

As more fan movements claim an active stake in both the game and the public sphere, this opens up academic space for regarding the football fan as a political agent worth taking seriously. Some studies completed so far have touched upon the impact of politics on football and supporter cultures, as well as their place within radical political cultures in Europe.

The current state of research has as of yet mostly explored the way radical fans or ultras reflect wider political shifts and trends, how their own movements often mirror those of larger civic initiatives. This project aims to turn this enterprise on its head and asks how the political identities and manifestations of football supporter groups can themselves form a coherent and sturdy contribution to political and social theory. In other words, it takes the ideological stances of fans as a starting point for a comprehensive study of the form, content and implications of politics in the football stadium.

The goal (pun intended) of this research is to investigate the form, meaning and implications of politicized football supporter groups and their manifestations, both in the stadium and outside of it. Its purpose is to give a systematic account of how fans become politically active in the context of following their club, as well as the content of their politics and the means for its expression. The fundamental questions it seeks to answer are:

1. What does it mean to do politics in the stands?

2. What is the substance of this politics?

3. In which ways is this politics performed?

The research subjects for this study are the politically active fans at Celtic Football Club of Scotland, Dinamo Bucureşti of Romania, and RasenBallsport Leipzig of Germany. Examining the support at these footballing institution, spanning the breadth of Europe, can lead to a deeper understanding of both how the political and the social become enmeshed, and of the uniquely politicizing potential of the sport.