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Neue Impulse für Fitnesstracker-Forschung

Chemnitzer und Konstanzer Wissenschaftlerinnen untersuchen das Zusammenspiel von Fitness-Trackern und Gesundheits-Apps

Christiane Attig, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Angewandte Gerontopsychologie und Kognition des Instituts für Psychologie der Technischen Universität Chemnitz und Dr. Laura M. König von der Universität Konstanz bündeln ihre Forschungsaktivitäten im Bereich Sport und Fitness. Ein für die Studie essentieller Fragebogen ist online verfügbar. Unter allen Teilnehmenden werden 20 Amazon-Gutscheine mit einem Wert von 10 Euro verlost.

„Wir möchten mit unserer Studie herausfinden, welche Gründe für und gegen die Nutzung von Ernährungs-Apps und Fitness-Trackern sprechen. Die Studie richtet sich also an jede Person, die ein Smartphone, Tablet und/oder einen Fitnesstracker benutzt“, so König.

Attig ergänzt: „Laura König ist spezialisiert in der Gesundheitspsychologie und beschäftigt sich in ihrer Forschung mit einfachen Strategien zur gesunden Ernährung und Optimierung der Ernährung durch technische Lösungen.“ Hier hätten sich Schnittmengen für die jeweils eigene Forschung ergeben: „Die Nutzungsmotivationen besser zu verstehen, Strategien für positive Nutzererfahrungen zu entwickeln und so die gesundheitlichen Vorteile der Tracker zu fördern, ist Ziel meiner Forschungsarbeit an der TU Chemnitz“, sagt Attig.

Die beiden Psychologinnen hatten sich für ihr gemeinsames Projekt „To use or not to use? Motivationen und Barrieren der Nutzung von digitalen Technologien zur Gesundheitsförderung“ um eine Forschungsförderung in Höhe von 940,- Euro durch die Fachgruppe Gesundheitspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie beworben. Für ihre Untersuchungen können die beiden Wissenschaftlerinnen bereits auf umfangreiche Vorarbeiten zur Fitnesstracker-Forschung an der TU Chemnitz zurückgreifen.

Hintergrund: Tracker-Forschung an der TU Chemnitz

Durch ihre erste, gemeinsam mit Prof. Thomas Franke von der Universität zu Lübeck durchgeführten Studie, konnten Attig und Franke zeigen, dass Nutzerinnen und Nutzer von der ständigen Erfassung der gesundheitlichen Parameter nicht nur zu mehr Bewegung motiviert wurden: „Je nach Erhebungsmethode gaben etwa 20 bis 50 Prozent der Befragten an, dass sie auch negative Effekte der Nutzung erleben. Beispielsweise eine Senkung der Aktivität bei Tracker-Verzicht oder eine als unangenehm empfundene gedankliche Beschäftigung mit dem aktuellen Kalorienverbrauch“, fasst Attig zusammen.

In einer zweiten Studie untersuchten die beiden Wissenschaftler die Gründe, die besonders ausschlaggebend für den Tracker-Verzicht sind. Dabei zeigte sich, dass es nicht den einen Grund gibt. „Auch wenn die Messgenauigkeit der in solchen Geräten verbauten Sensoren häufig bemängelt wird, sind verloren gegangener Spaß am Tracken und eine Unterbrechung der Nutzungsroutine mindestens genauso ausschlaggebend für den Tracker-Verzicht“, fasst Attig zusammen.

Multimedia: Im „TUCscicast“ spricht TU-Psychologin Christiane Attig über helfende Maschinen und die Psychologie von Fitness-Trackern. Im Podcast „TUCpersönlich“ spricht Attig unter anderem darüber, warum sie den Buchhändlerberuf gegen die Wissenschaft getauscht hat und was ihre Tattoos für sie bedeuten.

Weitere Informationen erteilt Christiane Attig, M. Sc. Psych., Tel. +49 (0)371/531-34964, E-Mail christiane.attig@psychologie.tu-chemnitz.de

Matthias Fejes
02.12.2019

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