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Guter Uni-Ruf zog Humboldt-Stipendiaten nach Chemnitz

Humboldt-Stipendiat Dr. Paul Onanuga forscht an der Professur Englische Sprachwissenschaft der TU Chemnitz zu Homosexualität in den sozialen Medien

Seit dem 19. September 2019 ist die Professur Englische Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Josef Schmied) der Technischen Universität Chemnitz die neue Forschungsstätte für Dr. Paul Onanuga. Der Sprachwissenschaftler erhielt von der Humboldt-Stiftung das Georg- Forster-Forschungsstipendium für Postdoktorandinnen sowie -doktoranden und wählte die TU Chemnitz als Gastgeberin und Kooperationspartnerin. Zuvor studierte er an der Obafemi Awolowo University, Ile-Ife (Nigeria) und forschte anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Federal University Oye-Ekiti, Oye-Ekiti (Nigeria) an der Professur Englische Sprachwissenschaft.

Homosexualität im digitalen Raum

Onanugas Forschungsschwerpunkt ist die Anwendung kritischer diskursanalytischer und textlinguistischer Theorien auf Diskursmaterialien und -kontexte, insbesondere auf computergestützte Kommunikation, nigerianischen Hip-Hop und politischen Diskurs. Mit dem von der renommierten Alexander von Humboldt-Stiftung ausgelobten Stipendium wird sich Onanuga über 18 Monate mit Online-Diskursen und Gegendiskursen zu Homosexualität im digitalen Raum seines Heimatlandes Nigeria befassen.

„Die TU Chemnitz war für meinen Forschungsaufenthalt die erste Wahl, weil mir die Professur von Professor Schmied wärmstens von einem nigerianischen Kollegen empfohlen wurde“, betont Onanuga. Die Professur Englische Sprachwissenschaft blickt bereits auf eine lange Tradition als Hort für internationale Forschungsstipendiatinnen und -stipendiaten sowie Promotionskandidatinnen und -kandidaten zurück.

Soziale Medien beeinflussen Diskurs über Homosexualität

„Angesichts des wachsenden öffentlichen Diskurses über Homosexualität in Nigeria untersuche ich, wie homophile Nigerianer die sozialen Medien nutzen, um ihre sexuelle Orientierung auszudrücken“, sagt Dr. Paul Onanuga und ergänzt: „Dabei wird untersucht, wie homophobe negative und vorurteilsvolle Bezeichnungen zu den aufkommenden Diskussionen über Homosexualität beitragen.“

In seiner wissenschaftlichen Arbeit über „Online Discourse and Counter-discourses on Homosexuality in Nigerian Digital Space“ untersucht der Forscher, wie Social-Media-Plattformen die Äußerung von Meinungen zur Homosexualität im digitalen Raum Nigerias ermöglicht haben. Als Datenkorpus dienen ihm Inhalte aus den sozialen Medien und Microblogging-Plattformen wie Twitter sowie aus Zeitschriftenpublikationen, Lehrbüchern und vertrauenswürdige Online-Quellen.

Obwohl der Forschungsaufenthalt ein großer Schritt für den Nigerianer ist, zieht er bereits nach wenigen Wochen ein erstes positives Fazit: „Die Kollegen an der TU sind sehr aufgeschlossen und haben mich freundlich empfangen, sodass ich mich sehr wohl fühle“, sagt Dr. Onanuga. „Die TU Chemnitz bietet meiner Forschung eine großartige Plattform“.

Hintergrund: Georg-Forster-Forschungsstipendium

Das Georg-Forster-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung bietet hoch qualifizierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Entwicklungsländern die Möglichkeit, ihr Forschungsvorhaben in Deutschland mit einem selbstgewählten wissenschaftlichen Gastgeber durchzuführen. Gefördert werden Forscherinnen und mit überdurchschnittlicher Qualifikation aus einem Entwicklungs- oder Schwellenland.  

(Autorin: Julia Henkel)

Matthias Fejes
18.10.2019

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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