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Uni aktuell Forschung

Nicht nur leichter, sondern besser

Im Wissenschaftsmagazin „nano“ des Senders 3sat stellten Wissenschaftler des Bundesexzellenzclusters MERGE das Leichtbaurad der Zukunft vor

„Wenn wir ein Bauteil völlig neu strukturieren und aufbauen, dann wollen wir es nicht nur leichter, sondern besser machen“, erklärt Alexander Hackert, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesexzellenzcluster „MERGE: Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen“ an der Technischen Universität Chemnitz, die Ambitionen des modernen Strukturleichtbaus. Eine der Innovationen: ein aus Verbundwerkstoffen hergestelltes Leichtbaurad, das mit seinen drei Kilogramm nur noch rund die Hälfte eines herkömmlich genutzten Stahlpendants auf die Waage bringt.  

Ein Fernsehteam des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) hat über diese Chemnitzer Entwicklung  im Auftrag des Wissenschaftsmagazins „nano“ (3sat) einen Beitrag im MERGE Technologiezentrum an der TU Chemnitz gedreht. Darin erklärt Alexander Hackert die Idee des Radaufbaus und welche Anwendungsfälle auf dem Weg zur „leichten“ Mobilität noch denkbar sind. MERGE-Koordinator Prof. Lothar Kroll beschreibt im Interview, welche positiven Effekte solche Forschungsleistungen haben und warum das Wissenschaftsgebiet Leichtbau von großer Relevanz für Gesellschaft und Umwelt ist.

Das immer werktags ausgestrahlte, 30-minütige Magazin „nano“ richtet seinen Fokus auf zukunftsorientierte Erkenntnisse aus Wissenschaft, Forschung, Technik und Medizin. Die Sendung entsteht in Zusammenarbeit der vier öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD, ZDF, ORF und SRF.

Die aktuelle Sendung findet sich in der 3sat-Mediathek: http://bit.ly/2BONzhk

Hintergrund: Forschung am Leichtbau-Rad der Zukunft

Gemeinsam mit Kollegen des Exzellenzclusters MERGE und den Partnern des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) entwickelte Alexander Hackert ein neuartiges Leichtbaurad für Pkw, das durch seine verbesserten Eigenschaften zukünftig für mehr Sicherheit und Fahrkomfort im Straßenverkehr sorgen soll. Dank einem sandwichartigen Aufbau des Bauteils, bestehend aus einem Aluminiumschaumkern und Deckschichten aus thermoplastischen Faser-Kunststoff-Verbunden, gelang es den Forschenden, das Gewicht des Rades um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Dadurch werden Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission gesenkt. Im Vergleich zu einem Referenzrad aus Stahl, welches etwa 6,8 Kilogramm auf die Waage bringt, wiegt das neue Leichtbaurad aus Chemnitz nur noch rund drei Kilogramm.  

Weitere Informationen erteilt Alexander Hackert, Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz, E-Mail alexander.hackert@mb.tu-chemnitz.de, Telefon 0371 531-34334.

Matthias Fejes
02.02.2018

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