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Ausgezeichnete Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

TU-Absolvent Dr. Ralf Zichner, der heute am Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS tätig ist, zählt zu den ersten 20 Absolventen des Programms "Fraunhofer-Forschungsmanager/in"

Ein naturwissenschaftlich-technisches Studium hatte Dr. Ralf Zichner bereits am Gymnasium im Blick. In welche Richtung es genau gehen sollte, wurde allerdings erst später klar: „Während meiner Zeit bei der Bundeswehr, die ich in der Radarführungsabteilung absolvierte, kristallisierte sich für mich der Wunsch zum Studium der Elektrotechnik heraus. Die intensive Arbeit in der Radartechnik hat einen Teil des Fundaments für meine heutige Tätigkeit mitgelegt“, erinnert sich der Doktor der Ingenieurswissenschaften. Die Entscheidung für Chemnitz als Studienort, begründet er vor allem mit der renommierten Lehre an der Technischen Universität.

Nach erfolgreichem Studium und anschließender zweijähriger Beschäftigung an der TU Chemnitz unter Prof. Dr. Madhu Chandra und Prof. Dr. Reinhard Baumann wechselte Zichner 2009 auf dem Campus an das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung "Printed Functionalities" liegt sein Hauptaugenmerk auf der Entwicklung von kunden- und anwendungsspezifisch gedruckten Antennen für Kommunikations- und Identifikationsanwendungen. Der Ingenieur bedient mit seinem Know-how nicht nur die Nische zwischen maschinenbaulicher Drucktechnik von Antennen und der Konzeption von Antennentechnik. Zichners Kunden wissen außerdem seine Funktion als Schnittstelle zwischen Industrie und Forschung zu schätzen. So entwarf er beispielsweise für die richter & heß VERPACKUNGS-SERVICE GmbH UHF-RFID-Antennen, welche direkt auf Wellpappe gedruckt werden. Die kostengünstig hergestellten Kupferantennen werden mit einem RFID-Chip ergänzt und dienen zur Warenverfolgung im Logistikprozess oder in der Lagerhaltung. Parallel zu seiner Arbeit am Fraunhofer ENAS schloss Zichner 2013 seine Dissertation zum Thema „Hochfrequenz-Kommunikation gedruckter Antennen in herausfordernden dielektrischen und metallischen Umgebungen“ mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielt er 2013 den Dissertationspreis der Commerzbank AG und den Forschungspreis des Fraunhofer ENAS.

Seit April dieses Jahres stellt sich Zichner einer zusätzlichen Herausforderung. Als einer der ersten Absolventen des neu aufgesetzten Prädikatsprogramms »Fraunhofer-Forschungsmanager/in« wurde er mit 19 weiteren Teilnehmenden aus 16 Instituten über ein Jahr lang ausgebildet. Ziel dieses praxisnahen Programms ist es, eine besondere Handlungsfähigkeit an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu erarbeiten. Im Fokus der Ausbildung zum Forschungsmanager stehen vor allem die Nachwuchskader in der Führungsebene, welche unter anderem zu den Themen "Intrapreneurship & Entrepreneurship", "Marketing & Akquise" und "Vertriebsstrategien & Verwertungspfade" geschult werden. „Für mich bedeutet die Ausbildung vor allem ein großer Wissenszuwachs, um Managementaufgaben innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft erfolgreich wahrzunehmen. Außerdem fühle ich mich gut vorbereitet, um die Herausforderungen, die die Leitung eines Geschäftsfeldes mit sich bringen, zu bewältigen“, erläutert Zichner den Benefit des Programms. Denn, im Rahmen des am Fraunhofer ENAS laufenden Strategieprozesses wird Zichner als Leiter des neuen Geschäftsfeldes „Smart Production“ sein neu erworbenes Wissen einsetzen. Mit diesem neuen Geschäftsfeld adressiert Fraunhofer ENAS die smarte digitale Fertigung in Hinsicht auf die Automatisierung und Flexibilisierung der Produktion, der Serienfertigung bis hin zur Stückzahl 1, Sensorsysteme für den Produktionssupport sowie Signalübertragung und Zuverlässigkeit von Komponenten und Systemen.

Egal ob im Abitur, während des Studiums oder seinem heutigen Beruf - eine Sache hat sich Zichner stets bewahrt: „Meine Leidenschaft mich mit vollem Einsatz einer Aufgabe zu widmen. Ohne diese Aufopferung gelangt man nicht zum Erfolg.“ Heutigen Studierenden und Absolventen gibt er den Rat mit auf dem Weg, sich beruflich interdisziplinär aufzustellen.

Weitere Informationen für Interessierte zum Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosystems ENAS und dem Fraunhofer-Forschungsmanager sind unter http://www.enas.fraunhofer.de zu finden.

(Autor: Lars Meese)

Mario Steinebach
09.08.2016

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