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Zwei neue Nachwuchsforschergruppen gehen an den Start

Chemnitzer Nachwuchsforscher und Promovenden werden vom sächsischen Wissenschaftsministerium mit mehr als 2,9 Millionen Euro gefördert

Die sächsischen Hochschulen profitieren auch in diesem Jahr im großen Umfang von der Förderung über den Europäischen Sozialfonds (ESF). An vier sächsischen Universitäten und vier Hochschulen für angewandte Wissenschaften können zwölf Nachwuchsforschergruppen, die über ESF-Mittel finanziert werden, für drei Jahre arbeiten. Dafür stellt das sächsische Wissenschaftsministerium 16,4 Millionen Euro im Jahr 2015 bereit. An der Technischen Universität Chemnitz sind es die Nachwuchsforschergruppen EcoMobility und AssiSt, die vom 1. September 2015 bis 31. August 2018 mit mehr als 2,9 Millionen Euro gefördert werden.

„Diese Förderung ist für junge Forscherinnen und Forscher eine hervorragende Möglichkeit, sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Gemeinschaftsarbeit auf einem Fachgebiet zu spezialisieren, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke in die sächsische Wirtschaft aufzubauen. Der Einstieg in das Berufsleben wird damit um ein Vielfaches erleichtert“, sagt die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Für Nachwuchsforschergruppen stehen bis 2020 insgesamt etwa 67 Millionen Euro zur Verfügung. Die nächste Bewerbungsrunde für das Programm läuft Anfang des nächsten Jahres an.

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert außerdem die Forschungsarbeit im Rahmen von Promotionen in diesem Jahr mit vier Millionen Euro. Die Promotionsstipendien werden über die vier sächsischen Universitäten ausgereicht. An allen sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften werden kooperative Promotionen gefördert. Bis 2020 stehen für Nachwuchsforschergruppen und Promotionsstipendien insgesamt etwa 84 Millionen Euro bereit.

Von der assistierten Bewegungskontrolle bis zur ökologischen Verkehrsmittelnutzung

Im Projekt „Assistierte Bewegungskontrolle durch intelligente Sensortechnologie“ (AssiSt) der TU Chemnitz steht die Wiederherstellung der körperlichen Fähigkeiten nach einer Erkrankung im Vordergrund. Da eine korrekte Ausführung der Trainingsübungen entscheidend für den Erfolg der Therapie ist, besteht das Ziel darin, die Qualität der ausgeführten Übung in den Phasen sicherzustellen, in denen der Therapeut den Patienten aufgrund mangelnder Ressourcen nicht betreuen kann. Den Kernpunkt stellt die Entwicklung eines innovativen Systems zur sensorüberwachten, feedbackgestützten Kontrolle von Bewegungen dar. Diese neue Form der Trainingskontrolle und -steuerung erfolgt über einen Sensorverbund aus einem Tiefen- und Infrarotsensor. Die Bewegungskorrektur wird auf jeden Patienten individuell und automatisch abgestimmt. Eine automatisierte Verlaufsdokumentation ermöglicht eine anschließende Beurteilung der Effizienz der Übungen. Zum Einsatz im Rehabilitationsumfeld wird die entstandene Lösung auf eine kompakte Hardware überführt und ein Schulungsprogramm für Therapeuten erstellt.

Im Projekt "Nutzerangepasste Anreize zur system- und CO2-optimalen Verkehrsmittelnutzung“ (ECoMobility - Connected E-Mobility) stehen E-Fahrzeuge und deren Umfeld im Fokus. Ziel der Forschung ist es innovative Lösungen zur Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsträger (Fahrzeugflotte, E-Bikes, private Fahrzeuge, ÖPNV) zu erarbeiten, diese zu demonstrieren und hinsichtlich Akzeptanz und wirtschaftlicher Vorteilhaftigkeit für verschiedene altersübergreifende Nutzergruppen zu evaluieren. Zudem sollen neue Lösungen zur Vernetzung von mobilen Nutzern (gemeinschaftliche Nutzung von Verkehrsmitteln und Mobilitätsinformationen) durch die Verwendung von IuK-Technologien entwickelt und evaluiert werden. Darüber hinaus entwickeln die Nachwuchsforscher innovative Lösungen der Connected E-Mobilität zur Bereitstellung von Energie an Ladepunkten und der effektiven Nutzung des Verkehrsraums - beispielsweise gleichzeitige Nutzung von Ladesäulen durch ein Cluster von E-Mobilen.

Stichwort: Förderung über den Europäischen Sozialfonds

Über den Europäischen Sozialfonds werden seit 2007 junge Akademikerinnen und Akademiker an sächsischen Hochschulen gefördert. Insgesamt konnten etwa 350 Promovenden durch Finanzierung des Lebensunterhalts unterstützt werden sowie 97 Nachwuchsforschergruppen gefördert werden. Mit der Förderrichtlinie zum Europäischen Sozialfonds nimmt Sachsen eine Vorreiterrolle innerhalb der EU ein. Seit 2007 konnte der Freistaat seinen akademischen Nachwuchs mit rund 190 Millionen Euro fördern. Sachsen war das erste Bundesland, das in so großem Umfang ESF-Mittel an Hochschulen eingesetzt hat.

Mario Steinebach
25.08.2015

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