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  • Nachwuchswissenschaftler aus drei Fakultäten der TU sind an dem neuen Projekt beteiligt. Foto: Philip Knauth
Uni aktuell Forschung

Produktionsprozesse im Fokus

Die erste transnationale Nachwuchsforschergruppe der TU Chemnitz läuft an

Wissenschaftler von drei Fakultäten der Technischen Universität Chemnitz forschen im Rahmen der transnationalen Nachwuchsforschergruppe "Autarke Intelligente Sensornetze in der Produktion" (AiS). Sie kooperieren dabei mit der HTWK Leipzig sowie der Universitat Politècnica de Catalunya in Barcelona (Spanien) und der Università del Salento in Lecce (Italien). Ziel der Nachwuchsforschergruppe ist die Entwicklung drahtloser Netzwerke aus vielen in der Produktionsumgebung verteilten Knoten, die Zustände erkennen, verarbeiten und mittels Funkkommunikation weitergeben können. Die Sensorknoten selbst werden dabei sowohl mit Energie aus ihrer direkten Umgebung, als auch durch drahtlose Energieübertragung versorgt. Damit werden eine große Flexibilität und eine einfache Nachrüstbarkeit erreicht. Verbrauchsarme Sensoren nehmen verschiedene Messaufgaben wahr. So soll beispielsweise mittels Körperschallsensorik der Verschleißzustand von Maschinen detektiert werden, um einen sicheren Betrieb zu ermöglichen und den idealen Wartungszeitpunkt zu bestimmen. Eine besondere Aufgabe ist dabei die Überwachung von Fördersystemen. Um eine möglichst praxisnahe Forschung zu ermöglichen, wird das System direkt innerhalb eines nachgestellten Produktionsaufbaus getestet.

Die transnationale Nachwuchsforschergruppe ermöglicht eine gemeinsame Projektbearbeitung und einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch mit renommierten Forschungsinstituten. Die internationalen Partner haben eine langjährige Erfahrung mit drahtlosen Sensornetzen sowie Energy Harvesting und erhalten durch die Einbindung in die Forschergruppe Anregungen aus dem Einsatzbereich in der Produktionstechnik. Vorgesehen ist ein regelmäßiger Austausch, der unter anderem durch Workshops und Auslandsaufenthalte der Nachwuchswissenschaftler unterstützt wird.

Das Vorhaben wird seit Beginn des Jahres vom Freistaat Sachsen und dem europäischen Sozialfonds (ESF) mit etwa einer Million Euro gefördert. Es ist bis Ende 2014 angesetzt. Das Projekt ist eingebunden in den Forschungsschwerpunkt "Energieeffiziente Produktionsprozesse" der TU. Beteiligt sind von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik die beiden Professuren Mess- und Sensortechnik sowie Mikrosystem- und Gerätetechnik, von der Fakultät für Maschinenbau die beiden Professuren Fabrikplanung und Fabrikbetrieb sowie Fördertechnik und von der Fakultät für Informatik die Professur Technische Informatik.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Olfa Kanoun, Telefon 0371 531-36931, olfa.kanoun@etit.tu-chemnitz.de.

(Autor: Christian Viehweger)

Katharina Thehos
10.04.2013

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