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Neue Lehrinhalte für ein spannendes Berufsfeld

Akademische Bildungsinitiative "Schaufenster Elektromobilität" Bayern/Sachsen ist gestartet - TU Chemnitz koordiniert die Arbeit an den beteiligten sächsischen Universitäten

In den nächsten Jahren werden für die Elektromobilität viele hochqualifizierte Fachkräfte benötigt. Um bei deren Ausbildung neue Akzente zu setzen, startete am 6. März 2013 die akademische Bildungsinitiative "Schaufenster Elektromobilität" Bayern/Sachsen. In den kommenden drei Jahren werden sechs Hochschulen beider Bundesländer gemeinsam neue Lehrinhalte erarbeiten. Projektpartner sind die Technischen Universitäten in Chemnitz, Dresden und München, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt und die Westsächsische Hochschule Zwickau. "Die beiden interdisziplinären Konsortien der Universitäten und der Hochschulen für angewandte Wissenschaften setzen dabei auf die jeweilige Spitzenkompetenz der beteiligten Lehrstühle", erläutert Prof. Dr. Josef Lutz. Der Inhaber der Professur Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit an der TU Chemnitz koordiniert im Projekt die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten in Sachsen.

"Die Lehrinhalte, die wir beispielsweise an den Universitäten entwickeln, sollen in modularer Form angeboten werden und als Basis für Vollzeitstudiengänge, Sommeruniversitäten sowie Fortbildungsprogramme dienen", erläutert Lutz. Die Lehrinhalte würden sich erstrecken von elektrotechnischen Fächern über Themen der Elektrochemie, den Leichtbau und die Mechatronik bis hin zur Sozialwissenschaft und Umweltforschung. Es wird zudem die Möglichkeit geschaffen, Leistungspunkte für entsprechende Bachelor-, Master- und Diplomstudiengänge zu erwerben und an anderen Universitäten und Hochschulen im Bundesgebiet anerkennen zu lassen. "Neue interdisziplinäre Ansätze und bestehende Berufsbilder und Studiengänge sollen miteinander vernetzt werden", erläutert Prof. Lutz. Hierbei könne die TU Chemnitz bereits wertvolle Erfahrungen aus den Bachelor- und Masterstudiengängen "Elektromobilität" und "Regenerative Energietechnik" einbringen. "Bezüglich der Einheit von Spitzenforschung und Lehre, der Durchdringung von theoretisch komplexen Themen mit der Praxis, der Verbindung von akademischer Ausbildung und beruflicher Weiterbildung ist das vorgestellte Konzept einmalig und etwas Neues", versichert der Chemnitzer Professor. Es sei perspektivisch vorgesehen, gemeinsam mit den Partnern eines Schwesterprojektes aus Niedersachsen ein international anerkanntes Kompetenzzentrum zur Elektromobilität zu bilden.

An der TU Chemnitz sind die Professuren Leitungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit (Prof. Dr. Josef Lutz), Mess- und Sensortechnik (Prof. Dr. Olfa Kanoun), Schaltkreis- und Systementwurf (Prof. Dr. Ulrich Heinkel), Alternative Fahrzeugantriebe (Prof. Dr. Thomas von Unwerth), Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (Prof. Dr. Lothar Kroll), Physikalische Chemie (Prof. Dr. Rudolf Holze) und Allgemeine und Arbeitspsychologie (Prof. Dr. Josef Krems) in das Projekt involviert. "Die besondere Stärke unserer Universität ist die weit gefächerte Interdisziplinarität", erläutert Prof. Lutz.

Die "Akademische Bildungsinitiative Schaufenster Elektromobilität Bayern/Sachsen" wird mit rund 3,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der sogenannten Schaufensterinitiative der Bundesregierung (www.schaufenster-elektromobilitaet.org) gefördert. Davon fließen etwa. 460.000 Euro an die TU Chemnitz.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Josef Lutz, Telefon 0371 531-33618, E-Mail josef.lutz@etit.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
07.03.2013

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