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Die zukünftige Unternehmergeneration

Am 25. Januar 2013 findet die Abschlussveranstaltung der Zusatzqualifikation "Unternehmenszukunft Sachsen" statt - Bewerbungsphase für die Teilnahme im Sommersemester läuft

  • Die Teilnehmer des Projektes "Unternehmenszukunft Sachsen" waren im Wintersemester 2012/2013 unter anderem bei der Firmengruppe WOBEK in Stollberg zu Gast. Foto: Dr. Mario Geißler

Die Abschlussveranstaltung des Projektes "Unternehmenszukunft Sachsen" im Wintersemester 2012/2013 bietet die Möglichkeit, mit Praxispartnern, Teilnehmern, Alumni und dem Projektteam ins Gespräch zu kommen. Sie findet am 25. Januar 2013 ab 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) im "Alten Heizhaus" (Straße der Nationen 62) der TU Chemnitz statt. Studierende und Doktoranden der TU Chemnitz, die sich für die Teilnahme an dem in Deutschland einzigartigen Projekt in einem der nächsten Semester interessieren, sind herzlich eingeladen. Zur Planung wird um eine Voranmeldung unter lisa.peterson@wirtschaft.tu-chemnitz.de gebeten.

Im Oktober 2012 begann der zweite Durchgang der Zusatzqualifikation "Unternehmenszukunft Sachsen". Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, für die Belange des mittelständischen Unternehmertums in Sachsen zu sensibilisieren und den Teilnehmenden grundlegende Fachkenntnisse und Soft Skills zu vermitteln. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der altersbedingten Unternehmensnachfolge in mittelständischen Unternehmen und der damit verbundenen Chance für Studierende und Doktoranden als zukünftige Unternehmergeneration. Am Ende des einsemestrigen Programms sollen die Teilnehmer in der Lage sein, sich selber die Frage zu beantworten, ob die Unternehmensnachfolge im Mittelstand eine mögliche Karriereperspektive für sie ist.

Knapp 30 Teilnehmer nahmen in diesem Semester an dem Programm aus Workshops, Vorlesungen, Stammtischen und Unternehmenssimulation teil. Sie kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen, wie Medienkommunikation, Pädagogik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften. "Unser Programm steht Studierenden aus allen Fachbereichen offen. Sie sollten allerdings Interesse für das Thema Unternehmensführung und Unternehmensübernahme mitbringen", so Dr. Mario Geißler, Geschäftsführer des Projekts.

Die Studierenden haben sich aus sehr unterschiedlichen Gründen für eine Teilnahme beworben. Einigen fehlt im Studium der Praxisbezug, andere reizten die Kontakte zu Unternehmern aus der Region. "Ich habe am Projekt teilgenommen, um einen Praxisbezug zum Studium zu generieren und weil das Programm auch gerade wegen der Workshops interessant klang. Vorher hatte ich mit über eine Unternehmensnachfolge keine Gedanken gemacht, aber inzwischen ist das eine echte Option geworden - sobald ich das Startkapital habe", erläutert Teilnehmer Philipp Ruscher. Damit hat das Projekt sein wichtigstes Ziel erreicht: die Sensibilisierung für die Option Unternehmensnachfolge in Sachsen. Allein im Freistaat stehen laut dem Institut für Mittelstandsforschung jährlich bis zu 1.000 Unternehmen vor der Übernahme, an denen Tausende von Arbeitsplätzen hängen. "Wenn wir begeisterte und hoch qualifizierte Studierende und Doktoranden auf diese einzigartige Chance aufmerksam machen, dann können wir viel bewegen", so Geißler.

Doch nicht alle Teilnehmenden sind ganz ohne Vorkenntnisse und erfahrungen an das Projekt herangetreten. "Mein Vater besitzt ein Unternehmen und sähe mich gerne als Nachfolgerin. Ich wollte das aber nie, ich habe das immer abgelehnt. Aber jetzt im Laufe der Zeit, durch die Erfahrungen, die ich im Projekt gemacht habe und durch die Gespräche mit all den Leuten, die involviert sind, ist die Übernahme für mich wirklich zu einem richtigen Wunsch geworden", berichtet Maria Glanz, die Automobilproduktion studiert.

Um den verschiedenen Hintergründen Rechnung zu tragen, stehen den Teilnehmenden je nach Erfahrung, Vorkenntnis und Präferenz unterschiedliche Workshops und Seminare zur Verfügung. Zudem nahmen sie zu Beginn des Programms an einer Potenzialanalyse teil, die es ihnen ermöglichte, auch innerhalb der Workshops individuelle Schwerpunkte zu setzen.

In den wöchentlichen Praxisvorträgen werden die Teilnehmenden zudem von Experten aus Wirtschaft und Bankenwesen zu wesentlichen Themen der Unternehmensnachfolge informiert. Darunter finden sich auch viele Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen, die selber eine Unternehmensnachfolge angetreten haben.

Um den Praxiskontakt zu vertiefen, bekommen die Teilnehmer die Gelegenheit, bei den regelmäßigen Stammtischen Unternehmer in ihrem Unternehmen zu treffen. "Man hat wahrscheinlich nie wieder die Möglichkeit, als einfacher Student mit so vielen leitenden Personen ins Gespräch zu kommen und die ganzen Fragen zu stellen, die einem auf der Seele brennen", so Robert Sommer, Masterstudent des Studienganges Mikrosysteme und Mikroelektronik.

Die bisherigen Teilnehmer zeigen sich vom Programm überzeugt und die Zwischenevaluation schließt nahtlos an die Ergebnisse des vergangenen Semesters an. So zeigt das abschließende Feedback der Studierenden und Doktoranden, dass das Projekt "Unternehmenszukunft Sachsen" auf dem richtigen Weg ist. Insbesondere die Programmvielfalt und der enge Kontakt zu Geschäftsführern und Experten aus der Wirtschaft sorgen für großes Lob. Zwar müssen die Teilnehmenden einiges an Zeit investieren, aber, das geht aus den Evaluationen deutlich hervor, der Arbeitseinsatz hat sich für alle gelohnt und viele neue Perspektiven und vielversprechende Entwicklungen eröffnet.

Bewerbungen für die Teilnahme an der Zusatzqualifikation im Sommersemester 2013 werden ab sofort entgegengenommen: http://www.tu-chemnitz.de/unternehmensnachfolge/bewerbung

Weitere Informationen zur Zusatzqualifikation: http://www.tu-chemnitz.de/unternehmensnachfolge

(Autorin: Imke Hans)

Katharina Thehos
18.01.2013

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