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Ganz im Sinne eines großen Gelehrten

Carl-von-Bach-Stiftung lobte einen Preis für herausragende Arbeiten von Schülern, Auszubildenden und Studierenden auf natur- und technikwissenschaftlichem Gebiet aus, der am 29. Januar vergeben wird

Er ist zweifelsohne einer der berühmtesten Absolventen der Chemnitzer Universität und ihrer Vorläufereinrichtungen. Die Rede ist von Carl Julius von Bach (1847-1931) aus dem erzgebirgischen Stollberg, denn der Sattlersohn hat es zum Professor mit Adel geschafft. Er war es, der bereits vor mehr als hundert Jahren die Idee hatte, Frankreich und Großbritannien durch einen Tunnel miteinander zu verbinden. Carl von Bach war eine der herausragenden Persönlichkeiten auf dem Gebiet des Maschinenbaus. Nach seiner Lehre bei einem Schlossermeister studierte er in Chemnitz an der Königlichen Höheren Gewerbschule und der Werkmeisterschule - den Vorgängern der heutigen Technischen Universität. Er machte nicht nur den Maschinenbau zur Wissenschaft, sondern veröffentlichte auch grundlegende Werke zur Elastizität und Festigkeit von Werkstoffen. Mit seinem Buch "Die Maschinenelemente" setzte er für Jahrzehnte die Maßstäbe für diesen Bereich. 1999 wurde ihm zu Ehren in Stollberg die Carl-von-Bach-Stiftung gegründet, die junge Menschen auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet fördern will. Regelmäßig wurden durch finanzielle Zuwendungen der Stiftung für Schüler des Gymnasiums in Stollberg, welches seit 1997 den Namen Bachs trägt, Reisen zum Deutschen Museum nach München ermöglicht. Außerdem vergab die Carl-von-Bach-Stiftung bereits mehrere Stipendien an Studierende, die im Bach´schen Sinne tätig wurden.

2012 lobte diese Stiftung zum ersten Mal den Carl-von-Bach-Preis aus. "Schüler, Auszubildende und Studierende, die nach dem 1. Juni 1994 geboren sind, konnten sich mit herausragenden Arbeiten auf natur- und technikwissenschaftlichem Gebiet beteiligen", erläutert Stephan Luther, Leiter des Chemnitzer Universitätsarchivs und Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung. Die Jury hat inzwischen getagt und die Gewinner ermittelt. Am 29. Januar 2013 findet um 16.30 Uhr im Industriemuseum Chemnitz, Zwickauer Straße 119, die Preisverleihung statt. Als erster Preis wird eine Einladung nach München, die auch einen Besuch im Deutschen Museum einschließt, vergeben. Alle ausgezeichneten Arbeiten werden anschließend veröffentlicht. "Die gute Resonanz auf die Auslobung des Carl-von-Bach-Preises lässt hoffen, dass sich immer mehr junge Menschen auch technischen Themen zuwenden", so Rainer Stumpf, Mitglied im Vorstand der Stiftung.

Weitere Informationen: http://www.carl-von-bach-stiftung.de

Mario Steinebach
14.01.2013

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