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Uni aktuell Forschung

Millionenförderung, die sich auszahlt

Kooperation zwischen Leibniz-Institut und TU Chemnitz ist für beide Seiten profitabel

  • Der Chemiker Dr. Samuel Sanchez (l.) und der Physiker Dr. Denys Makarov erhalten den hochdotierten "Starting Grant" des Europäischen Forschungsrates (ERC). Fotos: IFW Dresden

Zwei Nachwuchsforscher des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) - der Chemiker Samuel Sanchez und der Physiker Denys Makarov - erhalten einen sogenannten "Starting Grant" des Europäischen Forschungsrates (ERC). In einem zweistufigen Verfahren behaupteten sich die beiden Wissenschaftler im Wettbewerb der europäischen Nachwuchselite. Sie erhalten nun für ihre bahnbrechenden Forschungsvorhaben eine Förderung von je rund 1,5 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre. "In dieser Förderlinie des Europäischen Forschungsrats für exzellente Nachwuchswissenschaftler erfolgreich zu sein, ist eine große Auszeichnung", sagt Prof. Dr. Oliver Schmidt, Direktor des Instituts für Integrative Nanowissenschaften im IFW Dresden und Inhaber der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik an der TU Chemnitz. "Die Projekte der beiden Naturwissenschaftler zeigen in beeindruckender Weise, wie unkonventionelle Denkweisen und das Verlassen ausgetretener Pfade zu Durchbrüchen in der Forschung führen. Ich freue mich sehr, dass es mit dem ERC eine europäische Institution gibt, die genau diese Art der wissenschaftlichen Exzellenz fördert", ergänzt der Professor. Wesentliche Aspekte beider ERC-Projekte seien in enger Kooperation zwischen dem IFW Dresden und der TU Chemnitz erzielt worden - insbesondere im Kompetenznetzwerk für Nanosystemintegration, das federführend am Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz angesiedelt ist, sowie in der DFG-Forschergruppe "Sensorische Mikro- und Nanosysteme", in der Chemnitzer und Dresdener Forscher zusammenarbeiten.

Der Physiker Dr. Denys Makarov, der übrigens von 2008 bis 2010 als Postdoc am Institut für Physik an der TU Chemnitz tätig war, will am IFW mit seinem Projekt "Shapeable Magnetoelectronics in Research and Technology" das konventionelle Modell elektronischer Bauelemente durchbrechen und eine flexible und dehnbare Magnetoelektronik entwickeln. Und das Projekt des Chemikers Dr. Samuel Sanchez mit dem Titel "Lab-in-a-tube and Nanorobotic biosensors" verfolgt das Ziel, funktionale Mikroröhren aus aufgerollten Nanomembranen zu entwickeln und für Anwendungen in biologischen Systemen kompatibel zu machen. Beide Themen werden schwerpunktmäßig künftig auch im "Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen" (MAIN) an der TU Chemnitz verfolgt, das Bund und Länder mit 43,6 Millionen Euro fördern. "Ich bin mir sicher, dass die Kooperation zwischen dem IFW Dresden und der TU Chemnitz auf diesem Gebiet auch künftig sehr profitabel sein wird", sagt Schmidt, der auch Sprecher des MAIN-Zentrums ist.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Oliver G. Schmidt, Inhaber der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik an der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-33432, E-Mail oschmidt@etit.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
16.07.2012

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