Navigation

Inhalt Hotkeys
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
„Uni aktuell“-Meldungen
Uni aktuell Gremien

Das neue Rektorat steht fest

Zwei weitere Prorektoren vom Senat gewählt - Erstmals gehört Prorektor für Wissens- und Technologietransfer zum Team der Chemnitzer Universitätsleitung

  • Der Senat der TU Chemnitz wählte Prof. Dr. Andreas Schubert (l.) zum Prorektor für Wissens- und Technologietransfer sowie Prof. Dr. Heinrich Lang zum Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Foto: Mario Steinebach

Der Senat der Technischen Universität Chemnitz wählte am 22. Mai 2012 zwei weitere der insgesamt drei Prorektoren für die neue Amtsperiode des Rektorats. Es handelt sich um den Chemiker Prof. Dr. Heinrich Lang und den Maschinenbauer Prof. Dr. Andreas Schubert. Die von Rektor Prof. Dr. Arnold van Zyl vorgeschlagenen Kandidaten erhielten jeweils die Mehrheit der von den anwesenden Senatsmitgliedern abgegebenen Stimmen. Ab sofort bilden diese Prorektoren gemeinsam mit dem bereits seit 1. April im Amt tätigen Rektor, dem bereits gewählten Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung, Prof. Dr. Christoph Fasbender, und dem Kanzler Eberhard Alles die neue Universitätsleitung.

Prof. Dr. Heinrich Lang, Inhaber der Professur Anorganische Chemie und bisher Prodekan der Fakultät für Naturwissenschaften, wird in den kommenden fünf Jahren das Amt des Prorektors für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs ausüben. Erstmals gibt es in dieser Amtsperiode einen Prorektor für Wissens- und Technologietransfer: Prof. Dr. Andreas Schubert, der an der Fakultät für Maschinenbau die Professur Mikrofertigungstechnik leitet, bringt seine Erfahrungen in das neue Amt ein.

"In unserem Team der Universitätsleitung treffen viele Fähigkeiten erfolgreicher Universitätsführung, weitreichende Gremienerfahrungen sowie Fachkompetenz in vielen Bereichen von Forschung und Lehre in idealer Weise aufeinander", schätzt Prof. van Zyl ein. Damit sei das Chemnitzer Rektoratskollegium gut gerüstet, um die bevorstehenden Transformationsprozesse gemeinsam mit den Mitarbeitern und Studierenden der TU konstruktiv zu gestalten. Im Bereich Lehre, Studium und Weiterbildung sollen künftig laut Aussage des Rektors Konzepte zur Verbesserung der Studienbedingungen, der Qualität in der Lehre und der Erfolgsquote bei den Absolventen entwickelt sowie die Weiterbildungsangebote der TU Chemnitz erweitert werden. Der Ausbau von Exzellenz in der Forschung, die Koordinierung und Unterstützung der internen Forschungsprozesse und Kartierung von Forschungsergebnissen, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Anwendung von Technologien für die Unterstützung aller akademischen Prozesse fallen in das Prorektorat Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs. Und im Prorektorat Wissens- und Technologietransfer sollen der Transfer von wissenschaftlichen Leistungen und Angeboten für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ausgebaut und die Kontakte zu Repräsentanten in Netzwerken auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene sowie die Forschungsallianzen mit akademischen und industriellen Partnern nachhaltig gestaltet werden.

"Weitere Themen, die von den früheren Prorektoraten bearbeitet wurden, sind künftig anders verteilt", erklärt Prof. van Zyl. So seien die Gleichstellung, die Internationalisierung und die Hochschulentwicklung direkt dem gesamten Rektorat zugeordnet. Prof. van Zyl würdigte die Arbeit der bisherigen Prorektoren Prof. Dr. Cornelia Zanger, Prof. Dr. Albrecht Hummel und Prof. Dr. Dietrich R.T. Zahn im Rektorat seines Vorgängers Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes - insbesondere auch in der Übergangsphase zum neuen Rektorat.

Da mit der Wahl von Prof. Lang zum Prorektor dessen bisheriges Prodekantsamt endete, ist zeitnah vom Fakultätsrat ein Nachfolger zu wählen. Für die Senatsmitglieder Prof. Schubert und Prof. Lang rücken Prof. Winfried Thielmann, Inhaber der Professur für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, sowie Prof. Dr. Matthias Werner, Inhaber der Professur Betriebssysteme, nach.

Vorgestellt: Die neuen Prorektoren der TU Chemnitz

Prof. Dr. Heinrich Lang, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Heinrich Lang wurde 1956 in Weingarten bei Ravensburg geboren und studierte von 1977 bis 1982 Chemie an der Universität Konstanz. Darauf aufbauend promovierte er bis 1985 an derselben Universität. Von 1985 bis 1987 arbeitete er als Postdoc am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. 1992 wurde er an der Universität Heidelberg habilitiert. Danach wirkte er im Rahmen des Heisenberg-Programmes der Deutschen Forschungsgemeinschaft an Forschungsprojekten an der Universität Utrecht und am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge mit. Im Oktober 1996 folgte er dem Ruf auf die Professur Anorganische Chemie an der TU Chemnitz. Im Anschluss führten ihn mehrere Gastaufenthalte an die University of Cantebury (Neuseeland), an die Yarmouk University (Jordanien), an das Indian Institute of Technology in Roorkee sowie an die Durham University in England. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind die grundlagenbasierte metallorganische Chemie inklusive Elektronentransferstudien, Gasphasenabscheidungen, Nanomaterialien sowie die Erzeugung photovoltaisch-aktiver Schichten. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Fachausschusses Chemie der "Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik" - kurz ASIIN. Zudem ist er Mitglied im Präsidium der Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft. Er ist Mitherausgeber und Mitglied des wissenschaftlichen Beirates mehrerer internationaler Zeitschriften. Von April 2006 bis zum Zeitpunkt seiner Wahl zum Prorektor war er Prodekan der Fakultät für Naturwissenschaften. Zudem ist er Direktor des Institutes für Chemie der TU Chemnitz. Von Dezember 2009 bis zum Zeitpunkt seiner Wahl zum Prorektor war er auch Mitglied des Senates der TU.

Prof. Dr. Christoph Fasbender, Prorektor für Lehre, Studium und Weiterbildung

Christoph Fasbender wurde 1966 in Kassel geboren. Er studierte von 1986 bis 1994 Germanistik, evangelische Theologie und Pädagogik an der Universität Göttingen. Anschließend arbeitete Fasbender zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, später als Wissenschaftlicher Assistent und ab Dezember 2006 als Oberassistent an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er 1999 promoviert und 2007 habilitiert wurde. Von April 2009 bis zu seiner Berufung übernahm er bereits die Vertretung der Professur Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der TU Chemnitz, auf die er zum 1. Juni 2009 berufen wurde. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im höfischen Roman, der Heldendichtung und der regionalen Literaturgeschichte. Von Dezember 2009 bis zum Zeitpunkt seiner Wahl zum Prorektor war er Dekan der Philosophischen Fakultät.

Prof. Dr. Andreas Schubert, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer

Andreas Schubert wurde 1960 in Dresden geboren. Er studierte von 1982 bis 1987 Fertigungsmittelentwicklung an der Technischen Universität Dresden, wo er anschließend als Forschungsstudent beziehungsweise Wissenschaftlicher Assistent sowie als geschäftsführender Oberingenieur arbeitete und 1991 promoviert wurde. Danach wechselte er zum Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Dort übte er mehrere Leitungsfunktionen aus, unter anderem auch in der IWU-Außenstelle in den USA und Kanada. Unter seiner Regie wurde von 1997 bis 2002 das Arbeitsgebiet Mikrofertigungstechnik am Fraunhofer IWU aufgebaut. Seit 2002 ist er Leiter der Abteilung Präzisions- und Mikrofertigungstechnik am Fraunhofer IWU. Von Oktober 2000 bis zu seiner Berufung vertrat er bereits die Professur Mikrofertigungstechnik an der TU Chemnitz, auf die er zum 1. März 2003 berufen wurde. Im Mittelpunkt seiner Forschungsaktivitäten steht die Weiterentwicklung von Fertigungsverfahren und -systemen für die Mikro- und Ultrapräzisionsfertigung. Von Dezember 2009 bis zum Zeitpunkt seiner Wahl zum Prorektor war er Mitglied des Senates der TU Chemnitz.

Mario Steinebach
22.05.2012

Alle „Uni-aktuell“-Artikel
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel