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Den Aufstieg fest im Blick

Zwischen Bibliothek und Rasen: Daniel Meinel spielt neben seinem Geschichtsstudium Fußball beim VfB Fortuna Chemnitz

Sportler studieren Sport. Und Geschichtsstudenten sitzen den ganzen Tag in der Bibliothek. Das sind Klischees, die zumeist nicht bestätigt werden können. So auch bei Daniel Meinel, der an der Technischen Universität Chemnitz im siebten Semester Europäische Geschichte studiert und in seiner Freizeit Defensivspieler bei Fortuna Chemnitz ist. Er profitierte zum Studienbeginn von der großen Fächervielfalt der TU, zu der neben technischen Studiengängen auch zahlreiche geisteswissenschaftliche Fächer gehören.

"Neben dem Sport war Geschichte mein zweiter Favorit", erkannte Meinel bereits während der Schulzeit im Leistungskurs Geschichte. Das Bachelorstudium habe aufgrund der Interdisziplinarität den Vorteil, Einblicke in verschiedene Bereiche zu geben. "Auch im Sport hilft es, Weitsicht zu beweisen." Besonders Gefallen fand Meinel an dem Schwerpunkt "Alte Geschichte". Dieses umfasst die Epoche der Antike, von der vorchristlichen Zeit bis circa 400 nach Christus. Das Spannende an der Geschichte ist, dass "alte Quellen vielseitig interpretierbar sind, je nachdem aus welcher Sicht man das betrachtet", berichtet der Geschichtsstudent. Zudem finden sich in der Bibliothek reichlich französische Literatur und Primärquellen von Historikern, die in der Zeit gelebt haben.

Zum Ausgleich spielt der 23-Jährige in seiner Freizeit Fußball. "Das ist nicht nur Spaß, sondern auch ein guter Nebenverdienst", so Meinel. Wie bei jedem Nebenjob, nimmt der Fußball viel Zeit in Anspruch, dennoch ist ein Studium parallel zu schaffen. "Ich versuche meinen Vorlesungsplan nach dem Training auszurichten", erklärt Meinel. Dreimal in der Woche findet das Training statt und am Wochenende gilt es, ein Spiel zu absolvieren. "Im Geschichtsstudium sind neben den Klausuren je Semester zwei bis drei Hausarbeiten abzugeben. Das ist teilweise schwierig mit den langen Auswärtsfahrten zu koordinieren", sagt der Fußballer. Im Laufe seiner Fußballerkarriere spielte Meinel bereits bei verschiedenen Vereinen. Angefangen hat er im Alter von vier Jahren beim FSV Oschatz, dem Fußballverein seiner Heimatstadt. Sein Talent für den Sport blieb nicht unentdeckt und so wechselte Meinel mit 16 Jahren zu Dynamo Dresden.

Zu Beginn des Studiums folgte wenig später der Wechsel zur Fortuna: "Dort blieb ich zunächst nur eine Saison, um meine Chancen bei der damals höherklassig spielenden U23-Mannschaft des Chemnitzer FC in der Saison 2010/2011 zu nutzen." Doch letztlich zog es ihn wieder zu der Chemnitzer Fortuna zurück, bei der er seit Juni 2011 wieder spielt: "Es herrscht eine sehr gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft und zum Trainerkollektiv. Die Mitspieler sind alle zwischen Anfang 20 und Anfang 30." Mit dem Verein besteht zudem die Möglichkeit, in die vierte Liga aufzusteigen. Aufgrund der Regionalligareform können nun die besten vier statt drei Mannschaften aufsteigen. Weiterhin wünscht sich der Spieler, "verletzungsfrei zu bleiben und nach dem Beenden der Bachelorarbeit gut in den Master Europäische Geschichte zu starten". Das Masterstudium bietet vielfältige Berufsperspektiven. Einsatzfelder liegen in Museen, Archiven oder auch im Journalismus. "Das Studium ist ein Interessenfach, wem es gefällt, der soll es probieren. Die Qualität in Chemnitz ist sehr gut", resümiert Meinel.

(Autorin: Maria Lange)

Mario Steinebach
12.03.2012

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