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Tabakentwöhnung zwischen Gesundheitsgewinn und Kostenängsten

Gesundheitsforschung kontrovers im "Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit": Diskussionsrunde am 17. November in der Mensa der TU Chemnitz - Hier diskutiert das Publikum mit

Weshalb wird in Deutschland die Nikotinsucht anders beurteilt als die Alkohol- und Drogensucht? Ab wann gilt ein Raucher als krank? In welchem Umfang sollten Krankenkassen die Kosten für die Tabakentwöhnung übernehmen? Diese und weitere Fragen werden in der Veranstaltung "Tabakentwöhnung zwischen Gesundheitsgewinn und Kostenängsten" am 17. November 2011 in der Technischen Universität Chemnitz diskutiert. Dabei kann das Publikum direkt mit Experten ins Gespräch kommen. Im "Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit" lädt die Veranstaltungsreihe "Gesundheitsforschung kontrovers" deutschlandweit zu Diskussionen, wie der über den Gleichheitsgrundsatz bei der Behandlung der Tabakabhängigkeit, ein.

Denn in Deutschland wird die Tabakentwöhnung nach wie vor als "Wellness" behandelt, für die der Einzelne selbst aufkommen muss. Alle Ansätze zur Kassenfinanzierung werden abgeblockt - aus Befürchtungen vor einer "Kostenlawine" im Gesundheitswesen. Wissenschaftliche Studien widerlegen dies. Keine andere Maßnahme erreicht mit so wenig Kosten ein so großes Plus an Gesundheit und gewonnenen Lebensjahren - für den Einzelnen wie für die Gesellschaft. Sehr viel teurer ist die Behandlung der durch das Rauchen hervorgerufenen Lungen- und Krebserkrankungen. Sicher würde die Kassenleistung nicht von Millionen Rauchern in Anspruch genommen, sondern nur von etwa 25 Prozent Nikotinabhängigen, die es allein nicht schaffen, und von Hochrisikogruppen, die abstinent werden müssen. Vielen gelingt die Tabakentwöhnung bislang auch ohne professionelle Unterstützung - allerdings oft erst nach Jahren, nach mehreren Anläufen und nicht selten erst, wenn Rauchererkrankungen eingetreten sind.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in Chemnitz im "Treff am Campus" in der Mensa, Reichenhainer Straße 55. Der Eintritt ist frei.

Folgende Experten haben ihre Teilnahme zugesagt:

Andrea Mrazek, Präsidentin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer

Dr. Christoph Altmannn, Facharzt für Innere Medizin am Klinikum Bad Gottleuba, Präventionsbeauftragter der Sächsischen Landesärztekammer

Dr. Norbert Kusch, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Chemnitz

Prof. Dr. Stephan Mühlig, Suchtforscher und Inhaber der Professur Klinische Psychologie an der TU Chemnitz, Leiter der Raucherambulanz Chemnitz

Andreas Wenzel, Fachberater Stressbewältigung und Suchtprävention der AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen

Stichwort: "Gesundheitsforschung kontrovers"

Im "Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit" organisiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig mit Partnern in ganz Deutschland 16 Diskussionsrunden zu kontroversen Themen aus der Gesundheitsforschung. Die Dialogveranstaltungen setzen auf interaktive Veranstaltungsformate, die auch in Chemnitz den Zuschauern ermöglichen, während der Veranstaltung in der Runde neben den Experten Platz zu nehmen und ihre Meinung einzubringen. Die Veranstaltungsreihe "Gesundheitsforschung kontrovers" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Weitere Partner der Veranstaltung in Chemnitz sind die Forschungsakademie der TU Chemnitz sowie die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe: http://www.hausderwissenschaft.org/hdw/wissenschaftsjahr_2011.html

Weitere Informationen zum "Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit": http://www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de

Rückfragen zur Veranstaltung in Chemnitz beantworten Mario Steinebach, Pressesprecher der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-31658, E-Mail pressestelle@tu-chemnitz.de, sowie Prof. Dr. Stephan Mühlig, Telefon 0371 531-37546, E-Mail stephan.muehlig@psychologie.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
15.11.2011

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