Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
TUCaktuell
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 
TUCaktuell Forschung

Entwurf und Herstellung von Mustern für gedruckte Elektronik

Am 12. und 13. Oktober 2011 fand in Chemnitz die Auftaktveranstaltung für das von der Europäischen Union geförderte Forschungsprojekt "Technology & Design Kits for Printed Electronics" statt

  • Bei einem Laborrundgang stellte Prof. Dr. Reinhard R. Baumann den Projektpartnern das Roll-zu-Rolle-Drucksystem microFLEX vor, das von der 3D-MicroMac AG entwickelt wurde und im Projekt zum Einsatz kommt. Foto: Andrea Grimm
  • In Chemnitz begrüßt wurden die europäischen Projektpartner von Prof. Dr. Reinhard R. Baumann (vorne 2.v.r.), Leiter der Professur für Digitaldruck und Bebilderungstechnik an der TU Chemnitz und Leiter der Abteilung "Gedruckte Funktionalitäten" des Chemnitzer Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme ENAS, und Projektkoordinator Prof. T. Dr. Jordi Carrabina (vorne 2.v.l.), Leiter des Hardware-Software Prototypes and Solutions Lab der Autonomen Universität Barcelona. Foto: Andrea Grimm

Das Ziel des Projektes "Technology & Design Kits for Printed Electronics" ist es, eine neue Methodik zu entwickeln, wie Muster für gedruckte Elektronik effektiv entworfen und hergestellt werden können. Das Vorbild ist eine Methodik aus der Silizium-basierten Mikroelektronik. Man verwendet Prozess- und Design-Kits, um elektronische Bauelemente für eine bestimmte Technologie und für eine bestimmte Fertigungsanlage zu modellieren. Diese Methodik soll nunmehr auf die gedruckte Elektronik übertragen werden. Anhand der Abstraktion von Design, Prozess und Technologie wird aus einzelnen elektrischen Bauteilen, zum Beispiel Widerständen und Transistoren, eine Bibliothek entwickelt, aus der komplexe elektrische, gedruckte Schaltungen zusammengesetzt und dann standardisiert hergestellt werden können.

"Gedruckte Elektronik ist ein noch junges Feld der Elektronik-Forschung und es besitzt ein großes Potential für industrielle Anwendungen. Diese neuartig hergestellte Elektronik steht nicht in Konkurrenz mit der klassischen Siliziumelektronik", so Prof. Dr. Reinhard R. Baumann, Leiter der Professur für Digitaldruck und Bebilderungstechnik am Institut für Print und Medientechnik der TU Chemnitz (pmTUC) und Leiter der Abteilung "Gedruckte Funktionalitäten" des Chemnitzer Fraunhofer-Instituts für Elektronische Nanosysteme ENAS. Vielmehr sieht er den Beitrag der gedruckten Elektronik in der Revolutionierung der Herstellungsmethoden in dieser Sparte. Das Drucken elektronischer Funktionen eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel in der Display-Technologie, für multifunktionale Spielkarten oder Leucht- und Lautsprechertapeten in die auch Sensoren integriert sein können, da preiswert große Flächen herstellbar sind. Die gedruckten Materialien sind meist sehr dünn, leicht, flexibel und integrierbar in bereits vorhandene Produktionslinien für gedruckte Produkte.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren, wird von der Europäischen Union gefördert und hat ein Projektvolumen von 4,4 Millionen Euro. Es vereint zehn Partner aus sieben europäischen Staaten zu einer interdisziplinären Forschungsgemeinschaft.

Die Auftaktveranstaltung fand am 12. und 13. Oktober 2011 in Chemnitz statt. Die Professur für Digitaldruck und Bebilderungstechnik des Instituts für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz, der die Leitung eines der fünf Teilprojekte obliegt, war an diesen Tagen Gastgeber der europäischen Projektpartner. Dies sind die Autonome Universität Barcelona (Spanien), die Universität von Algarve (Portugal), die Unternehmen Flexink (Großbritannien), Infiniscale (Frankreich), Phoenix BV (Niederlande), SensingTex (Spanien), das Chemnitzer Unternehmen 3D-MicroMac AG sowie die Italienische Nationalbehörde für Neue Technologien und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und die größte öffentliche Forschungseinrichtung Spaniens - CSIC, der Oberste Rat für wissenschaftliche Forschung in Spanien (Agencia Estatal Consejo Superior de Investigaciones Cientificas).

Das Projekt im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/mb/DigiTech/projects/project-tdk4pe.php

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Reinhard R. Baumann, Telefon 0371 531-35843, E-Mail reinhard.baumann@mb.tu-chemnitz.de.

(Autoren: Enrico Sowade (Projektkoordinator TU Chemnitz), Andrea Grimm und Susanne Rantzsch)

Katharina Thehos
14.10.2011

Mehr Artikel zu:

Alle „TUCaktuell“-Meldungen
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

  • Werbedisplay zur Online-Befragung

    TUCpanel 2026 ist gestartet!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 haben Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, ihre Studienbedingungen im Rahmen einer universitätsweiten Online-Befragung aktiv mitzugestalten …

  • BildbeschDrei Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Experiment

    Technik erleben: Girls’Day 2026 an der TU Chemnitz

    Großes Interesse an MINT-Angeboten – Schülerinnen sammelten beim diesjährigen Girls´Day praxisnahe Erfahrungen in Technik und Wissenschaft …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …