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Forschung in Finnland

Studierende des Masterstudiengangs Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz besuchten im Rahmen der Auslandsexkursion erneut die Partneruniversität Tampere

  • Die Chemnitzer Gruppe war zu Gast an der Universität in Tampere - im Bild zu sehen ist die Universitätsbibliothek. Foto: privat

Vom 15. bis 23. Januar 2011 besuchten 32 Studierende des ersten Fachsemesters des Masterstudiengangs Interkulturelle Kommunikation und Interkulturelle Kompetenz die Partneruniversität Tampere in Finnland. Diese Studienexkursion, die in diesem Jahr zum Thema "Zeit, Raum, Kultur" durchgeführt wurde, stellt einen zentralen Bestandteil der praxisnahen Methodenausbildung in diesem Studiengang dar. Ziel ist dabei, Studierende zu befähigen, selbstständig methodisch kontrollierte empirische Untersuchungen in interkulturellen Kontexten bzw. bezogen auf interkulturelle Fragestellungen zu planen und durchzuführen. Wissenschaftlich begleitet wurde die Exkursion von Prof. Dr. Hede Helfrich-Hölter und Katrin Hallmann.

In zehn studentischen Forschungsgruppen wurden gemeinsam Untersuchungspläne entwickelt und die methodisch-praktische Vorgehensweise besprochen. Mit Hilfe von Befragungen, Einzelinterviews, Gruppendiskussionen, Feldexperimenten und ethnographischen Beobachtungen wurden verschiedene Facetten des Zeit- und Raumverständnisses in Finnland erforscht. Eine Gruppe von Studierenden untersuchte zum Beispiel das Pünktlichkeitsverhalten an der finnischen Universität. Dazu besuchten sie Lehrveranstaltungen und registrierten, wie viele Studierende wie viele Minuten vor und nach Beginn der Veranstaltungen erschienen. Eine zweite Forschergruppe analysierte mit einem Experiment und Befragungen das Hilfeverhalten, eine dritte untersuchte das Thema Sauna. Weitere Untersuchungen fanden zu Patriotismus, Werbung, Tabuthemen, Ruhestörungen, Anstand und Höflichkeit, Begrüßung und Körperabstand sowie der Rolle der finnischen Sprache für ausländische Studierende statt. Die Ergebnisse werden in Form von Exkursionsberichten dokumentiert, die von den Forschungsgruppen gemeinsam erarbeitet werden. An der Universität Tampere fand eine öffentliche Präsentation der vorläufigen empirischen Forschungsergebnisse vor Studierenden und Dozenten des dortigen Instituts für Translationswissenschaft und mehrsprachige Kommunikation statt.

Neben diesem anspruchsvollen Forschungsprogramm blieb den Studierenden auch noch genügend Zeit, die Stadt Tampere, die auch Partnerstadt von Chemnitz ist, zu erkunden.

Die Professur für Interkulturelle Kommunikation im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/phil/ikk

(Autorin: Katrin Hallmann)

Katharina Thehos
14.02.2011

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