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Ob lustige Gestalten auf dem Schillerplatz, Alterssimulation am eigenen Körper oder explosive Experimente der Chemiker - beim 1. Entdeckertag gab es im wahrsten Sinne jede Menge zu entdecken. Fotos: Mario Steinebach

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Schweißende Zigarren, lustige Physikanten und ein alternder Max

Schillerplatz wurde zum "Chiller"-Platz: Etwa 2.500 Gäste kamen am 1. Mai 2010 zum 1. Entdeckertag in die Innenstadt und erlebten hier einen Vorgeschmack auf das Jahr der Wissenschaft 2011

Der 1. Mai 2010 geht ganz sicher in die Geschichtsbücher der Stadt Chemnitz ein, denn an diesem Datum wurde ein neues Veranstaltungsformat geboren: Der so genannte Entdeckertag. Die Stadtwerke Chemnitz AG und die Technische Universität Chemnitz hatten auf den Schillerplatz und in den gegenüberliegenden Böttcher-Bau eingeladen - und etwa 2.500 Chemnitzer und Gäste kamen. Jung und Alt folgten hier am Nachmittag und Abend dem Motto "Entdecken - Staunen - Mitmachen". Trotz einiger Regentropfen verfolgten viele zum Beispiel die Glanzlichter der Chemie im Innenhof der Uni und sahen beispielsweise, dass man mit einer speziellen Zigarre auch Schweißen und mit einer Banane einen Nagel einschlagen kann. Andere staunten über die Experimente der lustigen Physikanten auf der Bühne am Schillerplatz. Und vor allem junge Leute schmetterten Tischtennisbälle durch den Cyberspace der Informatiker an der Uni. Großen Anklang fanden auch die Führungen durch den Böttcherbau, bei der man viel über die Geschichte dieses Hauses erfuhr und ganz nebenbei auch einmal die Amtskette des Rektors ganz aus der Nähe ansehen konnte.

Zum großen Publikumsliebling avancierte "Max", der aus den Medien bekannte Alterssimulationsanzug der Arbeitswissenschaftler der Chemnitzer Uni. Im Kreativitätszentrum der TU Chemnitz konnten ihn Interessenten einmal anziehen und sahen danach mächtig alt aus, wenn es darum ging, Treppen zu steigen, seinen Namen zu schreiben oder mit Schaufel und Besen den Boden zu reinigen. Aber auch an der Leonardobrücke, am Turm von Hanoi, bei Computerspielen oder bei Experimenten mit Solarzellen und Gewichten vergaßen viele die Zeit. Sehr gefragt war auch der "rasende Robotino", ein Geschicklichkeitsparcours-Wettbewerb für Informatikfans. Gewonnen hat ihn übrigens Anne Münch, die den Roboter innerhalb von drei Minuten und 23 Sekunden durch ein Labyrinth navigierte.

Wer sich sportlich betätigen wollte, konnte mit sechs anderen Menschen gleichzeitig auf einem Fahrrad fahren, mit den Profis der NINERS Basketball spielen oder am Bungy-Trampolin in die Höhe springen. Aber auch Balancieren auf zwischen Bäumen gespannten Gummiseilen und Eislaufen war für viele eine Herausforderung. Kulinarisch konnten sich die Besucher mit mediterranen Köstlichkeiten, ausgefallenen Snacks aus der "Molekularküche", verschiedenen Kaffeespezialitäten und bunten Cocktails stärken. Gut angenommen wurden auch die Strandkörbe, Liegestühle und Lümmelsofas, auf denen man herrlich chillen, also entspannen, konnte. Etwas im Regen standen leider die Musiker der TU BigBand, die mit ihrer Musik die Wolken auch nicht vertreiben konnten.

Einen Wunsch hörte man bereits häufig während der Veranstaltung: Der Entdeckertag sollte 2011, im Jubiläumsjahr der TU Chemnitz und im Jahr der Wissenschaft der Stadt Chemnitz, unbedingt wiederholt werden - dann hoffentlich bei etwas besserem Wetter. Und dass ein solches Veranstaltungsformat die Chemnitzer Innenstadt - insbesondere den Schillerplatz - beleben kann, wurde in der Tat erfolgreich unter Beweis gestellt. Für TU-Kanzler Eberhard Alles war der Entdeckertag zugleich ein Vorgeschmack auf den geplanten innerstädtischen Campus. Und für Stadtwerke-Vorstand Andreas Hennig war dieser Tag eine schöne Möglichkeit, im 20. Jubiläumsjahr der Stadtwerke den Chemnitzern einmal herzlich mit einem energiereichen Fest für ihre Treue zum Unternehmen zu danken. Und vielleicht wird der Schillerplatz künftig wieder häufiger genutzt - als Partymeile am Wochenende oder als Ruheoase zwischen den Vorlesungen.

Mario Steinebach
01.05.2010

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