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Ehrendoktorwürde für Prof. Dr. Dietrich Zahn

Die rumänische Babes-Bolyai-Universität Cluj-Napoca ehrt Chemnitzer Physiker für seine herausragenden Arbeiten zur Untersuchung von Halbleiter-Grenzflächen

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Prof. Dr. Dietrich Zahn (r.) und der Rektor der Babes-Bolyai-Universität Cluj Napoca, Prof. Dr. Nicolae Bocan, nach der Verleihung der Ehrendoktorwürde. Foto: privat

Die Chemnitzer Partneruniversität Babes-Bolyai in Cluj-Napoca (Klausenburg) ehrte in dieser Woche Prof. Dr. Dietrich Zahn, der an der TU Chemnitz die Professur für Halbleiterphysik inne hat, für seine herausragenden Arbeiten zur Untersuchung von Halbleiter-Grenzflächen und die Bemühungen zur Hochschulkooperation mit der Ehrendoktorwürde. Prof. Zahn wurde damit in das rumänische Wissenschaftlerteam, das auf dem Gebiet „Physik kondensierter Materie“ forscht, aufgenommen.

„Der Ehrendoktortitel ehrt mich wirklich sehr und nach dem, was ich in die Zusammenarbeit mit der Babes-Bolyai-Universität investiert habe, ist das eine großartige Anerkennung meiner Arbeit“, freut sich Prof. Zahn. Der Festakt fand zusammen mit zahlreichen Wissenschaftlern in der beeindruckenden Aula Magna der rumänischen Uni statt. Angeregt wurde die Partnerschaft der Chemnitzer Professur Halbleiterphysik mit der Universität Babes-Bolyai im Jahr 1996 durch die damalige Studentin und heutige Juniorprofessorin für Organische Halbleiter an der TU Chemnitz, Dr. Georgeta Salvan. Prof. Zahn übernahm den Kontaktaufbau mit der Fakultät für Physik der Universität Babes-Bolyai und die Organisation des Studenten- und Wissenschaftleraustausches. Zudem kam im Jahr 1997 ein Kooperationsvertrag zwischen der TU Chemnitz und der Babes-Bolyai-Universität zustande.

Unter der Leitung des Chemnitzer Professors fand in diesem Jahr auch erstmalig die NANOMA Summer School, in Zusammenarbeit mit elf anderen Chemnitzer Wissenschaftlern, an der rumänischen Universität statt.

Stichwort: Summer School NANOMA 2005 an der Babes-Bolyai-Universität

"Physics and Chemistry of NANO MAterials" - so lautete der Titel der Sommerschule NANOMA 2005, die vom 21. August bis zum 3. September 2005 an der rumänischen Universität Babes-Bolyai in Cluj-Napoca veranstaltet wurde. Zwölf Chemnitzer Wissenschaftler, darunter acht Professoren und vier Juniorprofessoren aus den Instituten für Chemie und Physik der TU, beteiligten sich an der Ausgestaltung des Programms und reisten an die Babes-Bolyai-Universität. Der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) förderte die Sommerschule mit 25.000 Euro.

Organisiert wurde diese Sommerschule in Rumänien wegen der sehr guten Kooperationsbeziehungen zwischen der TU Chemnitz und der Babes-Bolyai-Universität. Außerdem ist das Ausbildungsniveau mit dem in Deutschland vergleichbar. „34 Studierende mit sehr guten Studienleistungen, die vor allem aus Rumänien kamen, aber auch aus Moldawien, Holland und Portugal, besuchten die Sommerschule. Sie gewannen Einblicke in ein breites Spektrum der experimentellen und theoretischen Physik und Chemie sowie einen Überblick über die Forschungsaktivitäten an der Fakultät für Naturwissenschaften in Chemnitz, insbesondere auf dem Gebiet der Nanowissenschaften. Die Veranstaltung wurde großartig angenommen, weitere sind geplant“, erzählt der Professor.

Durch die Sommerschule sollten Kontakte aufgefrischt, aber auch neue Beziehungen zu anderen exzellenten Universitäten in Rumänien und Moldawien aufgebaut werden. Außerdem zeichnet sich in Rumänien ein ähnliches Bild wie in Deutschland ab: Gute Wissenschaftler wandern ins Ausland ab. „Wir wollten Möglichkeiten zum Forschungsaufenthalt in Chemnitz aufzeigen und Kandidaten für ein Promotionsstudium werben“, so Prof. Zahn. Seit 2000 ist er Koordinator eines EU-Forschungs- und Ausbildungsnetzwerks von sieben europäischen Partneruniversitäten.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Dietrich Zahn, (03 71) 5 31 - 30 15, zahn@physik.tu-chemnitz.de

(Autorin: Janine Mahler)

Mario Steinebach
08.09.2005

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