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Architektur, die erneut begeistert

Architekturpreis BDA-Sachsen 2010: Architekten und Bauherr des Physik-Gebäudes der TU Chemnitz erhalten besondere Anerkennung der Jury

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Das neue Institutsgebäude für Physik setzt als Bindeglied zwischen Technopark und Campusgelände Akzente. Die Fassade aus großen geschichteten Werksteinplatten spiegelt den zurückhaltend repräsentativen Charakter des Neubaus wieder. Foto: Christine Kornack

Der Landesverband Sachsen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) verlieh am 5. März 2010 seinen Architektur-Preis. Diese Auszeichnung bemerkenswerter Leistungen auf dem Gebiet der Architektur und des Städtebaus im Freistaat Sachsen, die seit 1991 alle drei Jahre ausgelobt wird, gilt der gemeinsamen Leistung und dem persönlichen Engagement von Bauherren und Architekten. Sie soll dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen und unter Berücksichtigung sozialer, kultureller und ökologischer Gesichtspunkte Maßstäbe in der Architekturentwicklung zu setzen. Unter Vorsitz des Münchner Architekten Florian Nagler wählte das Preisgericht aus 63 Einsendungen drei Preisträger und sieben Anerkennungen aus. Eine der Anerkennungen - bestehend aus einer Urkunde und einer Plakette - ging in diesem Jahr an die Architekten des Physik-Gebäudes der TU Chemnitz, das Architekturbüro Rohdecan aus Dresden, sowie an den Freistaat Sachsen als Bauherr. Dieses neue Uni-Gebäude mit integriertem Reinraum des Zentrums für Mikrotechnologien wurde damit zum zweiten Mal mit einem Architekturpreis geehrt. Bereits 2008 erhielten die Architekten eine "Besondere Anerkennung" beim Erlweinpreis der Stadt Dresden.

Was ist das Besondere an diesem Bauwerk, das von 2004 bis 2008 auf dem Chemnitzer Uni-Campus entstand? Es wirkt durch seine Außenfassade aus großen, geschichteten Werksteinplatten zurückhaltend repräsentativ und verzichtet auf große Verglasungen. Die grauen Farbabstufungen der Außenfassade stehen im Kontrast zu der farbigen Gestaltung in den Fluren. Im Inneren sind die Funktionsbereiche klar gegliedert und durch eine einfache Wegführung miteinander verbunden. Die Labore sind konsequent dem Außenraum zugeordnet, die Büros wenden sich den beiden Innenhöfen zu. Das teilweise fünfstöckige Gebäude mit einer Abmessung von 106 mal 44 Metern ist mit 18,75 Metern ähnlich hoch wie der Haupteingang des benachbarten Rühlmann-Baus und fasst damit städtebaulich den Campus in östliche Richtung. Dieser Neubau ist Bestandteil umfassender Baumaßnahmen auf dem Campus und in seiner unmittelbaren Nähe. Das Physik-Gebäude grenzt an den mit 4,5 Hektar großzügig angelegten Technologiepark der Stadt Chemnitz. Auf dem Smart Systems Campus werden neben Ausgründungen aus allen Bereichen der TU Chemnitz vor allem die Mikro- und Nanotechnologie-Kompetenzen der Universität, der Fraunhofer-Gesellschaft und der regionalen Wirtschaft gebündelt.

Eine Ausstellung zum "Architektur-Preis 2010 des BDA Sachsen" wird am 9. April 2010 um 14 Uhr im Technischen Rathaus in Chemnitz, Annaberger Straße 94, eröffnet. Hier werden Pläne und Fotos von allen preisgekrönten Bauwerken vorgestellt.

Weitere Ansichten des Gebäudes des Instituts für Physik: http://www.rohdecan.de/alle.php?content=r&proj=C1#

Mario Steinebach
11.03.2010

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