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Zwischen Forschung und Fälschung

Seminar widmet sich am 20. und 21. November 2009 ethischen Konfliktsituationen im Forschungsalltag und gibt Anregungen für eine gute wissenschaftliche Praxis - Anmeldungen sind ab sofort möglich

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Dr. Gerlinde Sponholz vom Institut für Medizin- und Organisationsethik führte bereits in den vergangenen drei Jahren ein Wochenendseminar an der TU Chemnitz durch. Foto: Bildarchiv der Pressestelle/Mario Steinebach

Es passiert doch hin und wieder: Sensationelle Ergebnisse, vielgepriesen, hochprämiert und durch schwindelerregende Geldsummen gefördert - waren einfach nur gefälscht. Es gibt einen Skandal. Der entstehende Strudel zieht nicht nur die Fälscher sondern gleich reihenweise auch rechtschaffene Kollegen mit in den Abgrund und die Arbeitsgruppe verstreut sich im Wind. Der Konflikt zwischen guter wissenschaftlicher Praxis und dem allgegenwärtigen Leistungsdruck ist täglich, real und nicht immer leicht auszuhalten. Konfliktsituationen sollten daher wie ein Feueralarm im Vorgriff geprobt werden, auf dass es niemals ernst wird.

Genau dieses Training findet am 20. November 2009 (14 bis 20 Uhr) und am 21. November (9 bis 20 Uhr) an der TU Chemnitz statt. Studierende der höheren Semester, Masterstudenten, Diplomanden sowie Doktoranden und Post-Doktoranden können an einem Wochenendseminar zur "Ethische Konflikte im Forschungsalltag" teilnehmen. Dieses von Privatdozentin Dr. Gerlinde Sponholz vom Institut für Medizin- und Organisationsethik, Herrlingen, gestaltete praxisorientierte Seminar ist etwas Besonderes. Es holt die Studierenden dort ab, wo sie sich befinden - im Laboralltag. Reale und realitätsnahe Konfliktsituationen werden im Seminarstil vorgestellt und mit viel Raum für die eigenen Gedanken der Teilnehmer diskutiert. "Wir sind sehr froh, dass wir Frau Dr. Sponholz erneut als Referentin gewinnen konnten", berichtet Prof. Dr. Werner A. Goedel von der Professur Physikalische Chemie. "In der klassischen Ausbildung werden Fälschung und zwischenmenschliche Konflikte in der Wissenschaft kaum thematisiert. Dieses Angebot schließt diese Lücke." Vorkenntnisse für das Wochenendseminar werden übrigens nicht verlangt. Das Seminar ist begrenzt auf 15 Teilnehmer.

Anmeldung und weitere Informationen: Prof. Dr. Werner A. Goedel, Telefon 0371 531-21240, E-Mail physchem@chemie.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
16.11.2009

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