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Bis zu 14 Millionen Euro für mehr Energieeffizienz im Nanobereich

Bundesforschungsministerium fördert im Rahmen des Programms "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" das Kompetenznetzwerk für Nanosystemintegration an der TU Chemnitz

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Spitzenforschung im "Smart Systems Campus": Gunther Schwenzer arbeitet im neuen Reinraum des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz an einer Anlage, in der Wafer belackt werden. Foto: Bildarchiv der Pressestelle

Nun hat es die Technische Universität Chemnitz schwarz auf weiß: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit seinem Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" weitere Standorte, darunter auch das Kompetenznetzwerk für Nanosystemintegration, das federführend am Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz angesiedelt ist. Elf von 24 vorgestellten Projekten waren im Bundeswettbewerb positiv bewertet worden und werden künftig mit insgesamt 135 Millionen Euro unterstützt. Von den erfolgreichen Bewerbungen kommen zwei aus Sachsen (Chemnitz, Freiberg), eine aus Sachsen-Anhalt (Halle-Wittenberg), zwei aus Thüringen (Jena), drei aus Mecklenburg-Vorpommern (Greifswald, Rostock), eine aus Berlin und zwei aus Brandenburg (Potsdam). Mit den sechs Pilotprojekten aus der ersten Förderrunde stehen damit jetzt insgesamt 17 Initiativen in Ostdeutschland für Spitzenforschung und Innovation.

Das Ziel des Chemnitzer Vorhabens ist die Erweiterung der am Universitätsstandort mit dem "Smart Systems Campus" vorhandenen Kompetenzen auf dem Gebiet der Mikro- und Nanotechnologien und der Systemintegration. Das Projektvolumen beträgt innerhalb einer Laufzeit von fünf Jahren bis zu 14 Millionen Euro. Forscher von vier Fakultäten der TU Chemnitz arbeiten dabei interdisziplinär mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Dazu zählen drei Fraunhofer-Institute, drei Institute der Leibniz-Gemeinschaft sowie ein Institut der Helmholtz-Gemeinschaft. "Mit diesem Vorhaben bewegen wir uns in der Champions League der deutschen Forschungslandschaft", sagt Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes und ergänzt: "Die in diesem Projekt praktizierte enge Kooperation mit renommierten und erfolgreichen Forschungseinrichtungen ermöglicht eine international konkurrenzfähige Spitzenforschung. Mit der Unterstützung des Bundes werden wir unsere Profilbildung im Bereich der Mikro- und Nanotechnologien weiter schärfen. Zudem entstehen an unserer Universität weitere neue Arbeitsplätze in der Forschung."

Unter Federführung von Prof. Dr. Thomas Geßner, Direktor des Zentrums für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Elektronische Nanosysteme, Chemnitz, werden die Wissenschaftler neue energieeffiziente Sensorsysteme entwickeln. "Dabei sollen Methoden und Technologien für die Integration von Nanostrukturen und funktionalen Materialien in Systemkomponenten entwickelt werden, um zukünftig marktfähige Produkte mit neuen oder verbesserten Funktionalitäten herzustellen", sagt Geßner. Im Fokus stehe die Entwicklung von autonomen Sensorsystemen, bei denen die Energieeffizienz, die Baugröße und neue Funktionalitäten von zentraler Bedeutung sind. Darüber hinaus sollen aber auch neue, anwendungsübergreifende Technologien entwickelt werden, die in Kooperation mit regionalen Industriepartnern durch die Entwicklung innovativer Produkte vermarktet werden können. Anwendungen sieht Geßner insbesondere im Strukturleichtbau, im Automobilbau und im Einsatz intelligenter Systeme in der Fabrikautomatisierung bis hin zur Logistik. "Über das durch das BMBF finanzierte Kompetenznetzwerk hinaus sind weitere durch Industrie- und Landesmittel finanzierte assoziierte Projekte in einem Projektumfang von etwa zehn Millionen Euro geplant."

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Thomas Geßner, TU Chemnitz, Zentrum für Mikrotechnologien, Telefon 0371 531-33130, E-Mail thomas.gessner@zfm.tu-chemnitz.de

Informationen zum Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern": http://www.unternehmen-region.de

Mario Steinebach
18.05.2009

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