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Stipendien für Europa: TU Chemnitz schickt Nachwuchsforschende an Across-Partneruniversitäten

Neun Master- und Promotionsstudierende aus fünf Fakultäten gehen mit dem Across-Mobilitätsstipendium für einen Monat nach Slowenien, Frankreich, Spanien und Italien – weitere Ausschreibungen folgen

Die Technische Universität Chemnitz hat neun Mobilitätsstipendien im Rahmen des Across Mobility Stipend Programme vergeben. Master- und Promotionsstudierende verbringen damit jeweils einen Monat an einer Partneruniversität der Europäischen Hochschulallianz Across. Die Aufenthalte führen an die Univerza v Novi Gorici (Slowenien), die Université de Perpignan Via Domitia (Frankreich), die Universitat de Girona (Spanien) und die Università di Udine (Italien). Bemerkenswert ist die fachliche Breite der Auswahl: Die Geförderten kommen aus den Fakultäten für Mathematik, Maschinenbau, Naturwissenschaften, Human- und Sozialwissenschaften sowie der Philosophischen Fakultät.

Netzwerke, die bleiben

Die geförderten Master-Studierenden und Promovierenden können einen Monat lang an einer Partneruniversität eine andere Forschungskultur kennenlernen, selbst unterrichten, und Netzwerke zu anderen Arbeitsgruppen knüpfen, die sich aus der Distanz nur schwer erschließen lassen. Diese persönlichen Verbindungen sind  auch ein Gewinn für die TU Chemnitz: Aus ihnen können mittelfristig gemeinsame Publikationen, Co-Betreuungen von Abschlussarbeiten, wechselseitige Lehraufenthalte und später gemeinsame Anträge in internationalen Förderlinien entstehen.

„Wir investieren hier bewusst in Menschen und nicht in einzelne Projekte“, sagt Prof. Dr. Lewis Chuang, Professor für Mensch und Technik, der gemeinsam mit Prof. Dr. Angelika Bullinger-Hoffmann die wissenschaftliche Vernetzung mit den Across-Partnern vorantreibt. „Neun Nachwuchsforschende bauen sich in den kommenden Monaten ein europäisches Netzwerk auf und bringen es an unsere Universität zurück. Sie werden mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zurückkehren und selbst zu einem Knotenpunkt für künftige wissenschaftliche Kooperationen werden. Auch ich habe von solchen internationalen Stipendien profitiert.“

Weitere Ausschreibungen in Vorbereitung

Für Nachwuchsforschende, die dieses Mal nicht zum Zuge gekommen sind, gibt es bald eine neue Gelegenheit: Eine weitere Ausschreibung für Mobilitätsstipendien für Early Career Researcher wird in Kürze veröffentlicht. Darüber hinaus bereitet Across eine Ausschreibung für Forschende der Karrierestufen R2 bis R4 vor, die damit erstmals ebenfalls Mobilitäten innerhalb der Allianz beantragen können.

Beide Ausschreibungen werden auf der Across-Website der TU Chemnitz veröffentlicht.

Hintergrund: Across

Across – European University for Cross-Border Knowledge Sharing ist eine von der Europäischen Kommission geförderte Europäische Hochschulallianz. Zehn Universitäten aus vier europäischen Grenzregionen arbeiten darin zusammen, um Hürden für Lehre, Forschung und Transfer über Grenzen hinweg abzubauen. Die TU Chemnitz gehört der Allianz seit ihrer Gründung an; Partner sind Hochschulen in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, Slowenien und Spanien sowie – als assoziierter Partner – in der Ukraine.

Für die TU Chemnitz ist Across mehr als ein Netzwerk von Partnerhochschulen. Die Allianz eröffnet der Universität konkrete Handlungs- und Entwicklungsspielräume:

  • Zusätzliche Fördermittel für Mobilität und Kooperation, die Fakultäten und Einrichtungen unabhängig von bestehenden Programmen einwerben können, etwa Mobilitätsstipendium für Nachwuchsforschende oder Fördermittel für gemeinsame Veranstaltungen in Lehre, Forschung und Transfer.
  • Ein belastbarer Zugang zu zehn europäischen Universitäten, der Anbahnung und Verwaltung gemeinsamer Vorhaben deutlich vereinfacht: von der Co-Betreuung von Abschlussarbeiten über gemeinsame Lehrformate bis zu Verbundanträgen in europäischen Förderlinien.
  • Ein erweitertes Lehrangebot: Across-Studierende können über den eCampus Microcredentials an Partneruniversitäten belegen und ihre Kenntnisse gezielt weiterentwickeln. Dazu kommen Summer Schools und Studienformate mit integrierter Mobilität.
  • Anschluss an europäische Forschungsnetzwerke: Die Allianz macht Vorhaben und Infrastrukturen der Partner sichtbar und führt Forschende in gemeinsamen Teams und zukünftigen Projekten zusammen.
  • Strukturen, die zurückwirken: Graduiertenschule, grenzüberschreitende Career Services und Engagement-Zentren für den Austausch mit Unternehmen und Kommunen entstehen und fließen in Studium, Verwaltung und Transfer an der TU zurück.

Across wird von der Europäischen Kommission im Rahmen der Initiative „Europäische Hochschulen“ gefördert und durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) kofinanziert.

Kontakt: Dr. Benny Liebold, Internationales Universitätszentrum, Telefon +49 371 531-38543, E-Mail benny.liebold@iuz.tu-chemnitz.de

Weitere Informationen: https://www.tu-chemnitz.de/international/vernetzung/across/research_networking_grants.php

Detlef Gürtler
10.09.2026

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