Mit Mentoring zum beruflichen Erfolg
Mentoringprogramm „WoMentYou“ an der TU Chemnitz verabschiedete dritte Staffel
-
Gemeinsam erfolgreich: die Teilnehmerinnen der dritten Staffel des Mentoringprogramms „WoMentYou“ bei der Abschlussveranstaltung an der TU Chemnitz. Foto: Sylvia Herold, Zentrum für Chancengleichheit
Nachwuchswissenschaftlerinnen der Technischen Universität Chemnitz, die an der dritten Staffel des Mentoringprogramms „WoMentYou“ am Zentrum für Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung teilgenommen haben, wurden am 13. April 2026 feierlich verabschiedet und erhielten ihr Zertifikat. Insgesamt zehn Teilnehmerinnen aus sechs Fakultäten erhielten in den vergangenen 18 Monaten wertvolle Impulse für ihre wissenschaftliche und persönliche Weiterentwicklung. Das Programm bot ihnen vielfältige Unterstützung. Neben der individuellen Begleitung durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus dem gesamten Bundesgebiet profitierten die Mentees von praxisnahen Workshops und Einzelcoachings, die gezielt auf ihre Karriereziele ausgerichtet waren.
In ihrer Begrüßung betonte Karla Kebsch, Gleichstellungsbeauftragte der TU Chemnitz und Projektleiterin von WoMentYou, die große Bedeutung von Mentoring für die Personalentwicklung. Es eröffne neue Perspektiven, fördere den Austausch von Erfahrungen und unterstütze gezielt auf dem Weg in wissenschaftliche Führungspositionen. Nicole Dietrich, Koordinatorin des Mentoringprojektes, erinnerte in ihrem Rückblick noch einmal an die zahlreichen Angebote, die für die Mentees der dritten Staffel bereitstanden und rege genutzt wurden.
Ein besonderes Highlight des Tages war der Beitrag von Dr. Andresa Germano, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Bewegungswissenschaften der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften sowie Leiterin des Arbeitsbereiches Motorik, Kognition & Neurophysiologie und ehemalige Teilnehmerin des Programms. Sie gab persönliche Einblicke in ihren inspirierenden Karriereweg und sprach über Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg bewältigen musste – unter anderem sprachliche Hürden als internationale Wissenschaftlerin aus Brasilien sowie strukturelle Herausforderungen für Frauen in der Wissenschaft. Gleichzeitig ermutigte sie die Teilnehmerinnen, ihren eigenen Weg selbstbewusst zu gehen. Besonders hob sie hervor, wie wichtig es sei, sich als Expertin sichtbar zu machen und die eigenen Kompetenzen aktiv zu zeigen. Mentoring habe auch in ihrer eigenen Laufbahn eine entscheidende und prägende Rolle gespielt.
Die vergangenen Monate waren für die Teilnehmerinnen von intensivem Austausch, individueller Förderung und persönlichem Wachstum geprägt. Besonders hervorgehoben wurden die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mentorinnen und Mentoren sowie die Möglichkeit, eigene Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln und neue Perspektiven für die wissenschaftliche Karriere zu gewinnen. Auch der Aufbau nachhaltiger Netzwerke innerhalb der Gruppe spielte eine wichtige Rolle und wird von vielen Teilnehmerinnen über das Programm hinaus fortgeführt.
Besonders erfreulich war, dass mit Dr. Hendrikje Carius (Universität Erfurt, Forschungsbibliothek Gotha) und Prof. Dr. Manja Krüger (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) zwei Mentorinnen an der Veranstaltung teilnahmen. Stellvertretend für alle beteiligten Mentorinnen und Mentoren dankte ihnen die Gleichstellungsbeauftragte für ihr großes Engagement, die Zeit, mit der sie sich als Mentorin in das Programm eingebracht haben und für die Weitergabe ihres großen Erfahrungsschatzes sowohl auf privater als auch beruflicher Ebene.
Den feierlichen Abschluss bildete die Übergabe der Zertifikate durch die Gleichstellungsbeauftragte und die Projektkoordinatorin. Im Anschluss erhielten die Teilnehmerinnen bei einer Führung durch die Universitätsbibliothek spannende Einblicke, die auf großes Interesse stießen und den gemeinsamen Ausklang der Veranstaltung bereicherten.
Hintergrund: WoMentYou
Das Mentoringprogramm „WoMentYou“ gehört zu den zusätzlichen gleichstellungsfördernden Maßnahmen, die im Rahmen der erfolgreichen Teilnahme an den Professorinnenprogrammen II und III des Bundes und der Länder an der TU Chemnitz entwickelt und daraus finanziert wurden. Es richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen, die eine Professur oder leitende Position in Wissenschaft und Forschung anstreben. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen gezielt in ihrer Karriereentwicklung zu unterstützen, ihre Kompetenzen zu stärken und sie auf zukünftige Führungsaufgaben vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Mentoring-Beziehungen, persönliches Coaching sowie der Aufbau tragfähiger Netzwerke. Ergänzt wird das Programm durch ein vielseitiges Workshopangebot, das sich an den Bedarfen der Teilnehmerinnen orientiert. In der dritten Staffel standen insbesondere Themen wie Empowerment, Führungskompetenz, Kommunikation, Resilienz, Berufung sowie strategische Karriereplanung im Fokus. Durch diese Kombination aus Qualifizierung, persönlicher Begleitung und Netzwerkaufbau eröffnet das Programm den Teilnehmerinnen neue Perspektiven und stärkt nachhaltig ihre Position in der Scientific Community.
Weitere Informationen zum Mentoring-Programm „WoMentYou“ erteilt Projektkoordinatorin Nicole Dietrich, Telefon +49 371 531-36625, E-Mail nicole.dietrich@hrz.tu-chemnitz.de
(Autorin: Nicole Dietrich)
Mario Steinebach
14.04.2026