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Entwicklung und Sicherung von Grundkompetenzen in der Bevölkerung

Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung der TU Chemnitz unterstützt die regionalen Grundbildungszentren in Sachsen strategisch-konzeptionell und begleitet den Auf- und Ausbauprozess

Die Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung an der Technischen Universität Chemnitz (Leitung: Prof. Dr. Erik Haberzeth) hat im Januar 2025 mit der wissenschaftlichen Begleitung der sieben sächsischen regionalen Grundbildungszentren (GBZ) begonnen, die im Jahr 2024 ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Grundbildungszentren entwickeln und bieten offene Lern- und Beratungsformate im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung an. Dazu gehören neben den Beratungsmöglichkeiten auch offene und geschlossene Lernformate, die verschiedene Themenbereiche abdecken. Die Literalisierung, also die Begegnung von Lese- und Schreibschwierigkeiten, stellt einen bedeutenden Anteil im Angebotsspektrum der GBZ und ihrer Kooperationspartner dar. Aber auch digitale und arbeitsorientierte sowie gesundheitliche und politische Grundbildungsangebote sind im Portfolio enthalten. Diese Formate vermitteln nicht nur Wissen, sondern auch relevante Kompetenzen, die eine autonome Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Grundbildungsbedarf erst ermöglichen. In Sachsen leben ca. 400.000 sogenannte gering-literalisierte Menschen und weitere 400.000 Menschen im erwerbsfähigen Alter mit fehlerhaftem Sprachgebrauch und anderen Grundbildungsbedarfen.

Um diesen Bedarfen zu begegnen, entwickeln und erproben die GBZ didaktische Konzepte, die sich vor allem durch niedrigschwellige Zugangswege zur Zielgruppe auszeichnen. Die Adressatenansprache erfolgt daher nicht nur durch die Zentren selbst, sondern auch durch eine systematische Netzwerkarbeit in der jeweiligen Region.

Die wissenschaftliche Begleitung durch die Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung der TU Chemnitz unterstützt die GBZ nun strategisch-konzeptionell und liefert Erkenntnisse, um den Auf- und Ausbauprozess der Zentren und ihrer Netzwerke zu optimieren. Durch die Ermittlung von Gelingensbedingungen im Erprobungszeitraum wird zudem die Übertragbarkeit auf andere Standorte untersucht. So leisten die Chemnitzer Forscherinnen und Forscher einen Beitrag zur Verstetigung von Beratungs- und Lernangeboten im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung. Langfristig sollen dadurch die Teilnahme an Grundbildungsangeboten in Sachsen erhöht und die Angebote der GBZ und ihrer Netzwerke in die Fläche getragen werden.

Das Projekt „Wissenschaftliche Begleitung der regionalen Grundbildungszentren (GruBiZSa)“ wird für die Dauer von zweieinhalb Jahren mit rund 234.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) gefördert und vom Freistaat Sachsen mitfinanziert.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Erik Haberzeth, Telefon 0371 531-33311, E-Mail erik.haberzeth@phil.tu-chemnitz.de.

Anne Eichhorn
27.02.2025

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