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Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung
GruBiZSa
Professur Erwachsenenbildung und Weiterbildung 

GruBiZSa – Wissenschaftliche Begleitung der Grundbildungszentren in Sachsen

In Sachsen werden seit 2024, gefördert durch den Freistaat mit Mitteln des ESF Plus, regionale Grundbildungszentren in unterschiedlicher Trägerschaft aufgebaut und erprobt. Das Begleitforschungsprojekt untersucht die Zielerreichung sowie die Gelingensbedingungen für eine nachhaltige Etablierung und Verstetigung dieser Zentren und deren Netzwerkstrukturen. Zusätzlich wird die Transferfähigkeit der Modellprojektkonzeptionen auf andere Standorte ermittelt, um perspektivisch eine flächendeckende Grundbildungsanbieterlandschaft in Sachsen zu ermöglichen.


Steckbrief

Finanzierung:              SMK, ESF Plus

Programm:                   Bildungspotenziale lebenslanges Lernen

Projektlaufzeit:            01.01.2025 – 30.06.2027

Projektleitung:            Prof. Dr. Erik Haberzeth

Projektkoordination:  Anne Walther

Stud. MA:                    Helene Ranft

Förderhinweise:    

Logos der EU und des Freistaates Sachsen


Motivation und Zielsetzung

Auf der Grundlage der Befunde der LEO-Studie 2018 kann angenommen werden, dass aktuell ca. 400.000 gering literalisierte Personen in Sachsen leben und weitere 400.000 Personen im erwerbsfähigen Alter mit fehlerhaftem Sprachgebrauch und anderen Grundbildungsbedarfen. Fehlende Grundkompetenzen treten oftmals in mehreren thematischen Bereichen auf und haben zur Folge, dass auf vielfältige Art und Weise Zugänge erschwert und die gesellschaftliche Teilhabe sowie die Bewältigung der Alltagsanforderungen der Betroffenen in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt sind (Multiproblemlagen). Gemäß den Erkenntnissen der aktuellen IGLU-, PISA und PIAAC-Studie lässt die Trendentwicklung vermuten, dass sich aufgrund der fallenden Lesekompetenzen die Anzahl der Menschen mit Grundbildungsbedarfen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch erhöhen wird.

Um den Grundbildungsbedarfen langfristig und nachhaltig begegnen zu können, fördert das SMK seit Mitte des Jahres 2024 mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaates im Rahmen einer dreijährigen Modellprojektphase sieben Grundbildungszentren in Sachsen. Diese entwickeln und bieten offene Lern- und Beratungsangebote im Bereich der Alphabetisierung und Grundbildung an.

Die wissenschaftliche Begleitung zielt darauf ab, die GBZ strategisch-konzeptionell zu begleiten und Steuerungswissen zu generieren, um den Auf- und Ausbauprozess dieser zu unterstützen. Durch die Ermittlung der Gelingensbedingungen im Erprobungszeitraum wird zusätzlich die Transferfähigkeit auf weitere potentielle Anbieterstandorte untersucht.


Vorgehensweise           

Das Begleitforschungsprojekt ist in drei Phasen gegliedert, die sich über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren erstrecken:
1. Designentwicklung, Contracting und Vernetzung,
2. Erhebung, Auswertung und Reflexion und
3. Verwertung und Transfer.

Die Datenerhebung erfolgt primär qualitativ mittels Befragungen der GBZ-Vertretungen, deren Netzwerkpartner sowie der mit dem Grundbildungsangebot adressierten Personen. Insbesondere sollen die Faktoren der Entscheidung zur Nicht-Teilnahme an Lernangeboten beforscht werden. Die prozessbegleitende Unterstützung und Beratung der GBZ sieht vor, Transfersicherungsmaßnahmen von Beginn an gemeinsam zu entwickeln, um die Effektivität und Nachhaltigkeit der Modellprojektkonzeption zu sichern.

Zeitstrahl von 2025 bis 2027 und Arbeitspakete des Projektes


News und aktuelle Meldungen

03.03.2025: In der TU Chemnitz begrüßte die Professur die Vertretungen der regionalen Grundbildungszentren zum Kick-Off des Begleitprojekts.

27.02.2025: TUCaktuell-Artikel "Entwicklung und Sicherung von Grundkompetenzen in der Bevölkerung" erscheint in der Rubrik Forschung.

20.01.2025: Das Auftakttreffen der Grundbildungszentren, der Koordinierungsstelle ALFAplus, dem SMK und der wissenschaftlichen Begleitung fand in den Räumen des Sächsischen Volkshochschulverbandes statt.

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