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Wie Bürgerbeteiligung im Bereich Forschung gestärkt werden kann

Partizipationsforscher Dr. Andreas Bischof von der Professur Medieninformatik beteiligt sich am 19. Mai 2022 an der Abschlussveranstaltung des „Bürgerrates Forschung“ in Berlin, die ab 18 Uhr im Livestream übertragen wird

  • Ein Mann sitzt auf einem Stuhl und hält ein Buch hoch.
    Dr. Andreas Bischof leitete an der TU Chemnitz die Nachwuchsforschungsgruppe „miteinander“ und sammelte dabei auch viele Erfahrungen im Bereich der Partizipationsforschung. Foto: Jacob Müller

Am 19. Mai 2022 übergibt der „Bürgerrat Forschung“ in Berlin das Bürgergutachten mit Maßnahmen für mehr Partizipation in der Wissenschaft an das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Wenn Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, am Abend das Gutachten annimmt, ist mit Dr. Andreas Bischof auch ein Forscher der Technischen Universität Chemnitz auf dem Podium dabei. Der studierte Soziologe, der an der Fakultät für Informatik, Professur Medieninformatik, die Nachwuchsforschungsgruppe „miteinander“ leitet, hat sich in den vergangenen Jahren durch Forschungsprojekte, Publikationen aber vor allem praktische Aspekte der Partizipation in der Wissenschaft einen Namen gemacht – und auch den „Bürgerrat Forschung“ bei seiner Arbeit unterstützt.

Gefragte Chemnitzer Expertise

Den Bürgerrat hat das BMBF zwischen November 2021 und März 2022 zum Thema Partizipation in der Wissenschaft ins Leben gerufen. Rund 50 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen aus ganz Deutschland waren eingeladen, konkrete und praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Bürgerbeteiligung für Politik und Wissenschaft zu erarbeiten. Die Ergebnisse des Bürgerrates sollen als gesellschaftliche Perspektive in die Erarbeitung einer Partizipationsstrategie des Ministeriums einfließen, um Bürgerbeteiligung im Bereich Forschung zu stärken. Dr. Andreas Bischof war als Experte in einer der insgesamt sieben Sitzungen dabei und hat den Bürgerräten dabei über die praktischen Schwierigkeiten berichtet, Partizipation innerhalb der eng getakteten Projektlogik von Forschungsförderung zu ermöglichen.

Aber auch als Gast durfte Bischof an weiteren Sitzungen des Gremiums teilnehmen, und zeigt sich über die Arbeit der Bürgerinnen und Bürger begeistert: „Es ist wirklich beachtlich, mit wie viel Verantwortungsbewusstsein vor der Aufgabe und gegenseitiger Achtung in der Runde diskutiert wurde“, sagt Bischof, und weiter zu den erarbeiteten Ergebnissen: „Die Vorschläge des Bürgerrats, beispielsweise eine zentrale Plattform für Partizipationsangebote zu schaffen, sind nicht nur aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger sinnvoll, sondern auch auf Augenhöhe mit wissenschaftlichen Befunden der Partizipationsforschung.“

Facettenreiche Forschung zur Partizipation in der Wissenschaft

Die Forschung dazu, wie Partizipation in der Wissenschaft ermöglicht werden kann – und welche Auswirkungen das hat – ist eines von Bischofs zentralen Arbeitsthemen. An der TU Chemnitz hat der Chemnitzer Wissenschaftler dazu bereits in der Nachwuchsforschungsgruppe „miteinander“ (BMBF, 2015-2022) und im Stadtlabor auf dem Brühl (BMBF, 2019-2021) praktisch geforscht und dazu publiziert. Derzeit läuft in dem Ausprobier- und Mitmach-Ort das Projekt „Schlaue Technik. Tolle Helfer?“, bei dem ältere Chemnitzerinnen und Chemnitzer smarte Technologien entdecken und bewerten. Weitere partizipative Forschungsprojekte, u. a. zu städtischer Mobilität, Mensch-Technik-Interaktion und dem Kulturhauptstadtjahr 2025, sind in Vorbereitung.

Abschlussveranstaltung des „Bürgerrates Forschung“ im Livestream

Die Abschlussveranstaltung des „Bürgerrates Forschung“ beginnt am 19. Mai um 18 Uhr. Nach einem Grußwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, werden die Empfehlungen von den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt und im Anschluss, etwa 19 Uhr, mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten, u. a. Dr. Andreas Bischof von der TU Chemnitz, diskutiert. Die Veranstaltung wird auf dieser Webseite am 19. Mai 2022 zwischen 18:00 Uhr und voraussichtlich 20:00 Uhr live übertragen: https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/veranstaltungen/2022/220519-abschluss-buergerrat-forschung.html

Mario Steinebach
18.05.2022

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