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TU Chemnitz erfolgreich bei Ausschreibung des Stifterverbandes "Eine Uni – Ein Buch"

Die TU Chemnitz und der Sonderforschungsbereich „Hybrid Societies“ waren mit ihrer Projektidee "Chemnitz liest Asimov" im Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“ des Stifterverbandes erfolgreich – Das Gewinnerkonzept rund um Asimovs Werk „Ich, der Roboter“ soll noch im Sommersemester 2021 umgesetzt werden

Die Technische Universität Chemnitz mit ihrem Sonderforschungsbereich (SFB) „Hybrid Societies“ war in der aktuellen fünften Ausschreibungsrunde „Eine Uni – Ein Buch“ des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft und der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit dem ZEIT Verlag erfolgreich. Das teilte der Stifterverband am 22. April 2021 mit.

Für die Projektidee „Chemnitz liest Asimov – Entdecken – Auseinandersetzen – Weiterdenken“ und die innovative Einbindung der Hochschulöffentlichkeit und Stadtgesellschaft, auch im Rahmen der Kulturhauptstadt „Chemnitz 2025“, erhält die TU Chemnitz eine Projektförderung von 10.000 Euro. Den Zuschlag erhielt die Chemnitzer Bewerbung durch eine Jury aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Vorausgegangen war der Bewerbung eine Online-Abstimmung unter Mitgliedern und Angehörigen der TU Chemnitz über sechs vorgeschlagene Bücher in der engeren Wahl.

Zum Projektteam der TU Chemnitz gehören aus dem SFB die Forschenden Christiane Attig und Ingmar Rothe, Prof. Dr. Georg Jahn, Sprecher des SFB „Hybrid Societies“, Prof. Dr. Christian Pentzold, Leiter des Moduls Öffentlichkeitsarbeit für den SFB, die SFB-Doktorandin Sarah Mandl, die Studierende Ana Henneke sowie Matthias Fejes und Jacob Müller aus der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion der TU Chemnitz.

In einem Videoclip stellt das Team das ausgezeichnete Projekt im Detail vor.

Entdecken – Auseinandersetzen – Weiterdenken

„Im Fokus des SFB „Hybrid Societies“, an dem alle acht Fakultäten der TU Chemnitz beteiligt sind, steht die interdisziplinäre Erforschung von Fragen der Interaktion zwischen Menschen und Maschinen im Alltag. Dieser Fokus sollte sich auch in unserer Bewerbung für das Programm ‚Eine Uni – Ein Buch‘ wiederfinden“, sagt Prof. Dr. Christian Pentzold. „Isaac Asimovs Werk ‚Ich der Roboter‘ und seine drei Robotergesetze eignen sich dafür ganz hervorragend, weil wir uns technologisch jetzt an einer Schwelle befinden, an der Roboter allmählich auch im Alltag immer sichtbarer werden. Daher müssen wir darüber nachdenken, was das für uns als Gesellschaft bedeutet.“ In Asimovs Kurzgeschichtensammlung „Ich, der Roboter“ (1950) blickt die Robot-Psychologin Dr. Susan Calvin im Jahr 2057 auf die Meilensteine der Robotik zurück. Angefangen als Spielzeuge, so beschreibt sie, wurden Roboter in den nachfolgenden Jahrzehnten zu intelligenten Denkmaschinen, die die Entwicklung der Menschheit maßgeblich lenken. Asimov lässt in seinen Zukunftsvisionen dabei durchaus kritische Töne zu, behält aber einen grundlegenden Optimismus.    

Da diese möglichen Entwicklungen nicht nur Forschung und Transfer an der Universität betreffen, geht das geförderte Chemnitzer Konzept noch einen Schritt weiter und bindet die Stadtgesellschaft mit ein. So soll Asimov neu oder überhaupt entdeckt werden. „Wir wollen Asimov digital und, wenn wieder möglich, analog mit Mitgliedern der Universität und der Stadtgesellschaft lesen“, sagt Christiane Attig. Der Ort, an dem die Auseinandersetzung mit Asimov zentral stattfindet, soll ein interdisziplinärer Podcast sein. Hier werden Vertreterinnen und Vertreter unter anderem aus den Bereichen Psychologie, Soziologie, Robotik und Literaturwissenschaft ins Gespräch kommen.

Ausgehend davon lädt das Projektteam alle Interessierten dazu ein, Asimov weiterzudenken. „Gemeinsam wollen wir mögliche alternative Entwicklungen entwerfen und ausgehend von Asimovs Robotergesetzen darüber diskutieren, wie wir mit autonom agierenden Technologien leben wollen. Insbesondere in öffentlichen Räumen“, sagt Prof. Dr. Georg Jahn.

Die europäische Expertengruppe für Künstliche Intelligenz bezieht sich auf Asimovs Robotergesetze. Auch Mitglieder dieser Gruppe werden eingeladen, sich im Rahmen von Vorträgen und Workshops zu beteiligen. Chemnitz, als Ort technologischer Innovationen und gesellschaftlicher Umbrüche, eignet sich dafür jedenfalls ideal.  

Hintergrund: Wettbewerb „Eine Uni – Ein Buch“

Der Stifterverband und die Klaus Tschira Stiftung haben in Kooperation mit dem ZEIT Verlag zum fünften Mal das Programm „Eine Uni - ein Buch" ausgeschrieben. Sie zeichnen bundesweit die zehn besten Ideen und Aktionen von Hochschulen aus und fördern ihre Durchführung innerhalb eines Semesters mit jeweils 10.000 Euro. Hintergrund der Ausschreibung: Der Doktorand redet mit dem Erstsemester, der Verwaltungsmitarbeiter mit dem Klinikchef, die Historikerin mit dem Maschinenbauer, die Muslima mit dem Christen, der Flüchtling mit den Campus-Anwohnern, die Sächsin mit dem Franken, die Professorin mit dem Sekretär, der IT-Spezialist mit der Bibliotheksmitarbeiterin und dem Leiter des Auslandsamtes. Kurz: Möglichst viele Mitglieder einer Universität tauschen sich über ein gemeinsames Thema oder Anliegen aus. Diese Idee soll Realität werden“, so der Stifterverband. Weitere Informationen: https://www.stifterverband.org/eine-uni-ein-buch

Hinweis auf Newsletter: Neues aus dem SFB „Hybrid Societies" und zur Aktion „Chemnitz liest Asimov“ gibt es vierteljährlich auch im Newsletter.

Matthias Fejes
22.04.2021

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