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Intelligente Rinderhaltung

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner übergab Förderbescheid an neues Experimentierfeld, das mit 2,2 Millionen Euro gefördert wird – Zwei Professuren der TU Chemnitz sind am Projekt beteiligt

Die Professur Schaltkreis- und Systementwurf (Prof. Dr. Ulrich Heinkel) und die Professur Unternehmensrechnung und Controlling (Prof. Dr. Uwe Götze) sind Projektpartner des neuen Experimentierfeldes "CattleHub", in dem Assistenzsysteme in der Rinderhaltung erforscht werden. Das Projekt "Assistenzsysteme für eine intelligente Rinderhaltung" wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in den kommenden drei Jahren mit 2,2 Millionen Euro gefördert. Mit der Einrichtung derartiger digitalen Experimentierfelder auf landwirtschaftlichen Betrieben im gesamten Bundesgebiet untersucht das Bundesministerium, wie digitale Techniken optimal zum Schutz der Umwelt, zur Steigerung des Tierwohls und der Biodiversität sowie zur Arbeitserleichterung der Landwirte eingesetzt werden können.

Im Experimentierfeld "CattleHub" soll mit Hilfe von Sensoren und Trackingsystemen eine bessere Überwachung der Tiergesundheit ermöglicht werden. Dazu werden die Vitaldaten – wie etwa Bewegung, Atemfrequenz oder Wiederkauaktivität – in Echzeit an den Landwirt übermittelt. Darüber hinaus werden auch effiziente Lösungen für die Energieversorgung solcher Trackingsysteme getestet und die Potenziale der Datenanalyse besser auf die Bedürfnisse der Bauern zugeschnitten. Auch die Frage nach der besseren Bedienbarkeit steht im Fokus.Koordiniert wird das Experimentierfeld von der Universität Bonn zusammen mit mehreren Projektpartnern (Friedrich-Schiller-Universität Jena, TU Chemnitz, TU Dresden, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Arbeiten im Projekt sollen anhand der sechs Experimentierbereiche "Tracking", "Sensorik und Energieversorgung", "Funkvernetzung und Energieversorgung", "Datenanalyse", "Geschäftsprozesse" sowie "Assistenzsysteme" durchgeführt werden. Die dabei anfallenden Daten sollen für die Landwirte ausgewertet, analysiert und leicht verständlich aufbereitet werden.

Die Professur Schaltkreis- und Systementwurf der TU Chemnitz verantwortet den Experiementierbereich "Sensorik und Energieversorgung". Dieser Experimentierbereich befasst sich mit Sensorik, die eine bessere Analyse und Prognose des individuellen Tierwohls ermöglicht. Die Sensoren werden am Tier betrieben, deshalb ist die Energieversorgung eine besondere Herausforderung. Der Experiementierbereich "Geschäftsprozesse" wird von der Professur Unternehmensrechnung und Controlling verantwortet. Hier steht die Identifikation sowie nachhaltigkeitsorientierte Bewertung und Entwicklung von Geschäftsprozessen sowie -modellen über alle Wertschöpfungsstufen der Rinderhaltung unter Einsatz teilautomatisierter Assistenzsysteme im Mittelpunkt.

Hintergrund: Zukunftsprogramm Digitalpolitik Landwirtschaft

Mit der Digitalisierung und der Landwirtschaft treffen hochkomplexe Systeme aufeinander. Um Vorteile auch für die Gesellschaft besser nutzen zu können, hat Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das Zukunftsprogramm Digitalpolitik Landwirtschaft entwickelt. Hierzu gehören die digitalen Experimentierfelder, die das BMEL in den kommenden drei Jahren mit etwa 50 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt. Von den eingereichten 25 Skizzen wurden 14 Skizzen ausgewählt. Die Experimentierfelder sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Sie sind auch Anlaufstellen für interessierte Landwirte aus den jeweiligen Regionen. Dadurch wird der Wissensaustausch in die Praxis und aus der Praxis gewährleistet. Der Startschuss ist im Oktober vergangenen Jahres gefallen. Nach den ersten sechs Experimentierfeldern haben nun zwei weitere Förderbescheide erhalten.

Weitere Informationen erteilen Dr. Marko Rößler, Professur Schaltkreis- und Systementwurf, Telefon   +49 (0) 371 531-33171, E-Mail marko.roessler@etit.tu-chemnitz.de, sowie Kristina Höse, Professur Unternehmensrechnung und Controlling, Telefon +49 (0) 371 531-30557, E-Mail kristina.hoese@wirtschaft.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
24.01.2020

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