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Rail & Digital Mobility User Conference: Mehr als 200 Bahn-Experten und -Expertinnen aus der ganzen Welt treffen sich im Erzgebirge

Ergebnisse aus 20 sogenannten Workstreams sollen unmittelbar in Produktentwicklung und Forschung einfließen – 20 Entwicklungsprojekte an der Teststrecke des Smart Rail Connectivity Campus

Vom 18. September bis 20. September findet im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz die erste internationale Rail & Digital Mobility User Conference statt. Mehr als 200 Bahn- und Digitalisierungsexperten und -expertinnen diskutieren über Mobilitätskonzepte der Zukunft. Die Gäste der Konferenz kommen aus 14 Nationen, darunter Japan, China, Saudi-Arabien, Frankreich und die Schweiz. Am Mittwoch wurden in 20 sogenannten Workstreams Ergebnisse erarbeitet, die am
zweiten Konferenztag vorgestellt und diskutiert werden. Ziel ist es, die erarbeiteten Lösungen künftig unmittelbar in die Produkt- und Forschungsentwicklung einfließen zu lassen. Im Anschluss besuchen die Gäste entlang der Teststrecke des Smart Rail Connectivity Campus zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz aktuelle Entwicklungsprojekte des sogenannten Living Lab.

Prof. Dr. Uwe Götze, Prorektor für Transfer und Weiterbildung der Technischen Universität Chemnitz, betonte in seiner Key Note zu Beginn der Veranstaltung, den Smart Rail Connectivity Campus und die internationalen Rail Conference als Meilensteine in der Entwicklung der Region zum Wissenschaftscluster: „Wir stehen am Beginn der
Digitalisierungsepoche und Chemnitz und das Erzgebirge sind von Beginn an ganz vorn mit dabei.“ Kai Taylor, Kommunikationsdirektor im Bereich Transportation bei Thales Deutschland sagte: „Am Beginn der Digitalisierung können wir nicht mehr alleine und jeder für sich an Forschung und Entwicklung arbeiten. Digitalisierte Mobilität gelingt nur durch Vernetzung.“

Einen Tag vor der Konferenz gab es auf der Teststrecke eine Weltpremiere: Zum ersten Mal steuerte ein Zug wie von Geisterhand über die Gleise, führerlos aber vernetzt mit der neuen Mobilfunktechnologie 5G. Auf dem Smart Rail Connectivity Campus steuerte Vodafone einen führerlosen Zug aus der Ferne.

Hintergrund: „Smart Rail Connectivity Campus“

Im Mittelpunkt des „Smart Rail Connectivity Campus“, an dem etwa 140 Partner beteiligt sind, steht der Aufbau eines neuen Forschungscampus in Annaberg-Buchholz. In diesem europaweit einzigartigen Modellprojekt,  das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm "WIR! – Wandel durch Innovation in der Region" gefördert wird, sollen hoch automatisiertes Fahren auf Normalspurgleisen der Bahn sowie ökologisches Fahren insbesondere mit hybriden Antrieben weiter erforscht und innovative Mobilitätstech­nologien zur Zulassung und Markteinführung geführt werden. Da das Niveau und die Art und Weise der Er­möglichung von Mobilität enorme wirtschaftliche wie ökologische Effekte haben, leistet das Projekt bezo­gen auf den Bahnverkehr und darüber hinaus wichtige Beiträge zu einer nachhaltigen – ökonomisch, ökologisch und sozial effektiven und effizienten – Mobilität.

Mit den angestrebten Forschungsergebnissen sollen maßgebliche Beiträge zu einem nachhaltigen Schienenverkehr geleistet werden. Hauptakteure des Projektes sind die Stadt Annaberg-Buchholz, die TU Chemnitz und die DB RegioNetz Verkehrs GmbH/Infrastruktur GmbH Erzgebirgsbahn. Unter­stützend wirken auch die beiden Chemnitzer Fraunhofer-Institute IWU und ENAS, die Wirtschaftsförderungs­gesellschaften der Stadt Chemnitz und des Erzgebirges, Professuren der TU Dresden sowie viele weitere Wissen­schafts- und Praxispartner. Seitens der TU Chemnitz beteiligt sind 22 Professuren aus sechs Fakultäten.

Mario Steinebach
19.09.2019

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