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„Niemals aufgeben!“

Poulomi Mukherjee Reddy ist im indischen Neu Delhi aufgewachsen und hat an der TU Chemnitz ihren Master-Abschluss in Information and Communication Systems gemacht - In Mumbai baut sie nun ihr eigenes Start-up auf

Wie war es, in Chemnitz zu studieren?

Chemnitz ist ein wunderschöner Ort und die Universität hat tolle Mitarbeiter, die bei alle Fragen helfen und die Studierenden dazu bringen, das Beste aus sich zu machen. Für mich hat das die Grundlagen gelegt, um mich auf Wissenschaft und Forschung einlassen zu können.

Sie sind Schriftstellerin und betreiben Ihren eigenen Blog. Was gefällt Ihnen an dieser Arbeit?

Ich schreibe sowohl technische Bücher als auch Romane. Daneben schreibe ich aber auch meinen Blog "www.poulomisabode.com", der sich hauptsächlich mit verschiedenen technischen Neuerungen befasst. Das hilft mir dabei, mich über die neuesten Technologien und wissenschaftlichen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Dieser Blog dient aber auch dazu, andere zu motivieren sich mit neuen Themen zu befassen.

Sie arbeiten auch als Marketing- und Content-Managerin. Was beinhaltet diese Aufgabe?

Mein Start-up-Unternehmen ist im Wesentlichen eine Forschungs- und Entwicklungsfirma, die an der Entwicklung wissenschaftlicher und technischer Inhalte arbeitet. Diese Inhalte präsentieren wir mithilfe digitaler Medien. Weil ich mit vielen Unternehmen zusammengearbeitet habe, kümmert sich mein Start-Up um das digitale Marketing und die Entwicklung von Inhalten für diese Kunden.

Haben Sie schöne Erinnerungen an Ihre Zeit als Studentin in Chemnitz, die Sie teilen möchten?

In Deutschland zu studieren, war eine lebensverändernde Erfahrung. Ich bin unabhängiger und mein Arbeitsstil ist forschungsorientierter geworden. Die Arbeit bei Prof. Dr. Madhukar Chandra als HiWi hat mein Bewusstsein für verschiedene Technologien geöffnet und mich persönlich weitergebracht. Seine Anleitung war, ist und bleibt während meines gesamten Lebens und meiner Karriere unersetzlich.

Meine Zeit in Chemnitz hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Das hilft mir dabei, mein Geschäft effizient zu führen. Für mich begann das mit der Electronic Design Automation (EDA) Tools-Klasse, die für mich hart war. Ich hatte keine Erfahrungen in diesem Bereich, hatte Schwierigkeiten mit den Aufgaben und war sehr besorgt. Dipl.-Inf. Matthias Sauppe hat nicht aufgegeben, bis ich es verstanden hatte. Seine Lehrmethode hat mir beigebracht, so lange an einer Sache zu arbeiten, bis ich sie beherrsche. Es gab viele solcher Persönlichkeiten wie Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauschert, M.Sc. Ronald Romero Reyes, Dr.-Ing. Erik Markert und andere, die meine Zukunft maßgeblich mitgestaltet haben. Dafür bin ich ihnen von ganzem Herzen dankbar.

Warum haben Sie sich für ein Studium in Chemnitz entschieden?

Das Studienangebot hat mich dazu gebracht, den Studienplatz an der TU Chemnitz den Angeboten anderer Universitäten vorzuziehen. Besonders die Abteilung "Mikrowellentechnik und Elektromagnetische Theorie" hat mich sehr interessiert.

Was hat Ihnen an Ihrer Zeit in Deutschland nicht gefallen?

Eigentlich nichts! Ich habe alles genossen. Sei es der Schnee, sei es die Universität oder die Straßenbahnen oder das Studentenleben.

Gibt es Erfahrungen, die Sie mit aktuellen und zukünftigen Studierenden der TU Chemnitz teilen möchten?

Gib niemals auf! Anfangs scheint das Studium schwierig zu sein, aber denke daran, warum du dich für das Studium entschieden hast. Oft habe ich mich gefragt, warum ich studiere und einige Dinge haben mich sehr gestresst. Ein wenig Engagement und ein offenes Gespräch mit den Fachleuten an der Universität haben mir Stück für Stück dabei geholfen, anzukommen. Die Professoren, die Lehrer, die Verwaltung und viele andere stehen einem zur Seite. Sie helfen einem dabei, über sich selbst hinaus zu wachsen.

Was ist Ihr Zukunftstraum?

„The Right Science“ ist mein Traum. Ich möchte eine offene Plattform aufbauen und Pädagogen und Forschungsteams einen digitalen Raum für die Wissenschaft öffnen. So können möglichst viele Menschen an Wissen teilhaben. Meine Tage und Nächte sind derzeit diesem Projekt gewidmet. Die Grundidee dieses Projekts findet man unter www.therightscience.com.

Hat Ihnen Ihr Studium an der TU Chemnitz Ihre beruflichen Ambitionen ermöglicht?

Ja, und zwar in jeder Hinsicht. Es hat damit begonnen, dass ich gelernt habe, Ängste und Rückschläge zu überwinden. Außerdem hat es mich mein wahres Potenzial erkennen lassen und schließlich dazu gebracht, die Gründung meines Start-ups anzutreten. Ich kann meine Forschungsziele verwirklichen und zukünftig einen potentiellen Kontaktpunkt für aufstrebende Wissenschaftlicher schaffen.

Wie ist das Leben in Mumbai, nachdem Sie in Chemnitz gelebt und studiert haben?

Das Leben in Mumbai ist sehr schnell. Die Stadt birgt unendlich viele Geschichten und hat ihre ganz eigenen Sorgen. Wenn ich jetzt an Chemnitz zurückdenke, gibt mir das Kraft, Leidenschaft und einen Grund, das zu tun, was ich will. Und ja, ich vermisse den Schnee, den unterhaltsamen Unterricht, die Anleitung von Prof. Chandra, den ruhigen und gelassenen Lebensstil und die langen Spaziergänge zur Universität.

(Interview: Evamaria Moore)

Matthias Fejes
07.03.2019

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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