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„Die TU Chemnitz ist eine tolle Universität, an der ich mich sehr wohl fühle“

Im Interview: Die Trägerin des diesjährigen DAAD-Preises für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender – Xiaowen Yu

Für ihr außerordentliches Engagement erhielt die chinesische Studentin Xiaowen Yu den mit 1.000 Euro dotierten diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen. Verliehen wurde er am 8. November 2018 an der Technischen Universität Chemnitz im Rahmen eines Festaktes, gemeinsam mit den Deutschlandstipendien, den Universitätspreisen sowie, in diesem Jahr erstmals, den Preisen für herausragende Leistungen in Lehre, Forschung und Transfer. Verliehen wurde der DAAD-Preis durch den Rektor der TU, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, und den Prorektor für Lehre und Internationales, Prof. Dr. Maximilian Eibl. Eliza Roth, Mitarbeiterin im Internationalen Universitätszentrum der TU Chemnitz, kam einige Tage nach der Preisverleihung für "Uni aktuell" mit Xiaowen Yu ins Gespräch.

Welchen Herausforderungen sind Sie in Ihrer Anfangszeit in Chemnitz begegnet? Wie haben Sie diese bewältigt und welche Empfehlungen haben Sie für andere internationale Studierende, die einen Aufenthalt an einer deutschen Universität planen?

Ich habe mich von Anfang an sehr wohl an der TU Chemnitz gefühlt, für die ich mich ganz bewusst entschieden habe. Auf diese Universität bin ich durch den Tipp einer Freundin aufmerksam geworden, welche hier studiert und sehr positive Erfahrungen gesammelt hat und mir von den guten Rahmenbedingungen berichtete. Durch mein großes Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen habe ich mich für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der TU Chemnitz entschieden, die hohe Qualität und die vielen Möglichkeiten der Selbstbestimmung haben mich sehr überzeugt. In der Anfangszeit hat mich vor allem das Internationale Universitätszentrum unterstützt und Veranstaltungen organisiert, auf denen ich andere Studierende kennenlernen konnte. Hilfe habe ich aber auch vom Fachschaftsrat erhalten. Die größte Herausforderung war es, die ganzen bürokratischen Vorgänge des deutschen Systems zu verstehen, wie das Versicherungssystem funktioniert, die Banken und das Bürgeramt aufgebaut sind und wie man eine Wohnung mietet. Hier sind Deutschkenntnisse auf jeden Fall von Vorteil und ich habe mich auf die sprachliche Verbesserung konzentriert. Das ist auch meine Empfehlungen für andere internationale Studierende: Lernen Sie so gut wie möglich die deutsche Sprache.

Rückblickend auf Ihr bisheriges Studium: Was sind Ihrer Meinung nach die interessantesten Aspekte eines Studiums an der TU Chemnitz?

Die interessantesten Aspekte meines Studiums sind die Freiheit und die umfangreichen fachlichen Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich finde es sehr gut, die Freiheit zu haben, meinen eigenen Studienplan zu gestalten. Bei meinem Studiengang Bachelor Wirtschaftswissenschaften gibt es viele Vertiefungsmöglichkeiten und das finde ich super. Die Studierenden haben in den ersten drei Semestern Zeit, herauszufinden, welche Vertiefung ihrem Interesse entspricht, was ich als sehr motivierend empfunden habe. Durch die Internationalität der TU Chemnitz habe ich die Möglichkeit, viele Kontakte zu anderen internationalen Studierenden zu knüpfen. Es gibt zudem Austauschprogramme und ich empfehle anderen Studierenden, sich zu informieren und die Chance zu ergreifen. Ich selbst würde auch gerne später im Masterstudium ein Austauschsemester machen, um meine interkulturelle Fähigkeit zu stärken.

Sie haben sich während des Studiums für Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen eingesetzt. Was hat Sie dazu motiviert und wie vereinen Sie Ihr ehrenamtliches Engagement mit Ihrem Studium und Ihrem Nebenjob als Studentische Hilfskraft?

Ich bin eine weltoffene Person, die es genießt, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen und sie zu unterstützen. In meinem Freundeskreis habe ich viele chinesische und andere internationale Studierende, die ich bei Behördengängen und Übersetzungen begleite und unterstütze. Seit diesem Jahr bin ich an der Professur Unternehmensrechnung und Controlling als Studentische Hilfskraft tätig. Die Tätigkeit an der Universität macht mir sehr viel Spaß und gibt mir die Möglichkeit, mein Wissen weiter zu vertiefen. Mein ehrenamtliches Engagement mit Studium und Job zu vereinen, war nicht immer leicht. Aber es erfüllt mich sehr, anderen helfen zu können und mich immer weiter zu bilden.

Was waren Ihre Gedanken, als Sie erfahren haben, dass der diesjährige DAAD-Preis an Sie verliehen wird? Haben Sie schon Pläne, was Sie mit dem Preisgeld anfangen möchten?

Als ich erfahren habe, dass ich den Preis bekommen habe, war ich natürlich zuerst überrascht und habe mich sehr geehrt gefühlt. Es ist schön, dass mein ehrenamtliches Engagement für meine Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie meine guten fachlichen Leistungen gewürdigt werden und ich bin sehr dankbar für diesen Preis, der mich motiviert, mich auch weiterhin für die Belange internationaler Studierender einzusetzen. Mit dem Preisgeld kann ich noch mehr von Deutschland und Europa bereisen und verschiedene Kulturen kennenlernen.

Wie geht es für Sie nach Ihrem Bachelorabschluss weiter?

Die TU Chemnitz ist für mich eine tolle Universität, an der ich mich sehr wohl fühle. Daher plane ich, hier einen Master anzuschließen und mein Wissen in der Richtung Rechnungslegung und Unternehmensrechnung zu vertiefen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Hintergrund: Xiaowen Yu und der DAAD-Preis an der TU Chemnitz

Yu studiert seit 2016 im Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften. Prof. Dr. Silke Hüsing schlug sie für den DAAD-Preis vor. Ihre Nominierung begründete Hüsing unter anderem damit, dass ihr Yu durch ihre besonders scharfsinnige Argumentation aufgefallen sei. Zudem lobt sie das überdurchschnittlich hohe Leistungsniveau sowie ihre fachlich versierte mündliche Beteiligung. Außerdem zeuge der Lebenslauf der Preisträgerin von erheblichem Interesse an und einem hohen Leistungspotenzial für den Bereich Wirtschaftswissenschaften. Darüber hinaus engagiere sich Yu für (internationale) Kommilitonen und Kommilitoninnen  bei organisatorischen und persönlichen Belangen, Behördengängen sowie Übersetzungen.

Weitere Informationen erteilt Eliza Roth, Internationales Universitätszentrum, Telefon +49 371 531-33654, eliza.roth@iuz.tu-chemnitz.de

Matthias Fejes
18.12.2018

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