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„Saleh und Maja“ – ein Filmprojekt mit Mehrwert

875 Jahre Chemnitz: 50 Studierende drehen an mehreren Orten der Stadt einen interkulturellen Liebesfilm, der im Sommer auf großer Leinwand zu sehen sein wird

Maja ist eine Chemnitzer Studentin aus gutem Hause, die abseits der Vorstellungen ihrer Mutter und vor allem ihrer Freundinnen ihre eigene Identität zu finden versucht. Eines Tages lernt sie den syrischen Flüchtling Saleh kennen. Er möchte auch studieren, sich eine neue Zukunft aufbauen – vor allem aber möchte er seine Familie nicht enttäuschen. Die beiden kommen sich näher, stoßen dabei jedoch immer wieder auf Grenzen und Unverständnis in ihrem Umfeld. Die Handlung des Kurzfilmes "Saleh und Maja", der seit vergangenem Sommer von Studierenden der Technischen Universität Chemnitz produziert wird, erinnert etwas an Romeo und Julia. Doch ob das Ende des 30-minütigen Streifens ähnlich dramatisch ausgeht wie William Shakespeares Tragödie bleibt bis zur Premiere des Filmes im Sommer offen.  

Ursprünglich entstand die Idee zu diesem Film in einem Seminar der Juniorprofessorin Dr. Gala Rebane, die mit sechs Studierenden der Interkulturellen Kommunikation und Europastudien die theoretischen Grundlagen erarbeitete. Vorgegebenes Ziel: Anlässlich von 875-Jahre-Chemnitz sollen die Themen Liebe und Interkulturalität kreativ aufbereitet werden. Mittlerweile sind 50 junge Leute am Projekt beteiligt, das von der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE) im Rahmen des Stadtjubiläums gefördert und von der Chemnitzer Filmwerkstatt und der TU Chemnitz unterstützt wird. Gedreht wurde bisher unter anderem in einer der Chemnitzer Flüchtlingsunterkünfte, auf dem Neumarkt, in der Stadtbibliothek und im Lokomov.

„Nicht nur vor der Kamera spielen Interkulturalität und Toleranz eine wichtige Rolle“, berichtet Aufnahmeleiterin Mira Sophie Brünner: „Auch Crew und Cast selbst setzen sich aus einer bunten Mischung aus Studenten und Freiwilligen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammen.“ Der Film habe bereits während der Dreharbeiten die Hoffnung, eine Welt mit mehr Dialog, Diversität und Respekt zu schaffen, in einem kleinen Rahmen erfüllt. Es bleibt aber abzuwarten, ob es Saleh und Maja am Ende des Films gelingt, die Gemeinsamkeiten ihrer Welten zu erkennen und diese zu vereinen.

Impressionen des interkulturellen Filmprojektes findet man hier.

(Autoren: Mira Sophie Brünner, Mario Steinebach)

Mario Steinebach
24.04.2018

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