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Interkulturelle Germanisten für das In- und Ausland

Neuer Masterstudiengang Interkulturelle Germanistik bietet deutschlandweit einzigartige Verbindung von Interkultureller Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Am Institut für Germanistik und Kommunikation der Technischen Universität Chemnitz startet im Wintersemester 2018/19 der neue Masterstudiengang Interkulturelle Germanistik. Das Ziel des Studiengangs ist es, im Zeitalter von Globalisierung und Migration Absolventinnen und Absolventen zu befähigen, durch Forschung, Beratung  sowie Sprach-, Literatur- und Kulturvermittlung aktiv an der Gestaltung einer Gesellschaft teilzunehmen, die binnenkulturell sowie in ihrem Verhältnis zu anderen Gesellschaften in einem steten Wandel begriffen ist. Der Studiengang richtet sich an Absolventen eines geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen Faches, die ihr Profil in Richtung Interkulturalität bzw. Sprach-, Literatur- und Kulturvermittlung schärfen wollen.

Innovativ und deutschlandweit einzigartig

Der Studiengang Interkulturelle Germanistik verknüpft kulturvergleichendes literarisches Textverstehen mit Sprachdidaktik – dies durchaus auch unter Einbezug  von Wissens-, Wissenschafts- und Technikkulturen sowie von Fach- und Wissenschaftssprache. „Literatur ist von jeher eines der bedeutendsten Medien, in denen interkulturelle Phänomene und Begegnungen auf die vielfältigste Weise gespiegelt, reflektiert und oft genug auch kritisch dargestellt werden. Diese Prozesse können wir durch die enge Verzahnung von Mittelalter- und Neuerer Deutscher Literatur in ihrer historischen Tiefendimension sehr gut nachvollziehen “, so Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Inhaberin der Professur für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der TU. „Sprache ist der zentrale Kulturträger, auch in ihren fachlichen und wissenschaftlichen Differenzierungen. Wir müssen lernen, dass Deutsche auch aus der Fremdperspektive im Verhältnis zu anderen Sprachen zu sehen“, ergänzt Winfried Thielmann, Professor für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache.

Durch entsprechende Schwerpunktsetzungen können die Studierenden entweder eine eher literaturwissenschaftlich untersetzte Qualifikation ausbilden (Schwerpunkt Interkulturelle Literaturwissenschaft) oder eine Qualifikation im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache erlangen (Schwerpunkt Deutsch als Fremd- und Zweitsprache). Konzeptionelle, theoretische und methodische Grundlagen von Interkulturalität zur komparativen Analyse, Interpretation, Beschreibung und Vermittlung interkultureller Sprach-, Literatur- und Kulturphänomene zeichnet beide Schwerpunkte gleichermaßen aus. Eine umfassende wissenschaftliche Bildung sowie Verfahren von deren praktischer Anwendung sind bei beiden Schwerpunktsetzungen gleichgewichtet. „Unser Masterstudiengang verschränkt nicht nur beide Schwerpunktsetzungen auf innovative Weise, sondern ist auch fachlich durch die Beteiligung dreier Professuren deutschlandweit auf einzigartige Weise untersetzt und wird zudem durch spannende Angebote zahlreicher Kolleginnen und Kollegen des Instituts und der Fakultät abgerundet“, freut sich Malinowski.

Vielfältige Berufsperspektiven

Die Studierenden des Masterstudiengangs Interkulturelle Germanistik erhalten ein Qualifikationsprofil, das sie befähigt, in all jenen öffentlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen tätig zu sein, in denen sprachlich reflektierte interkulturelle Kompetenzen erforderlich sind. Absolventinnen und Absolventen mit Schwerpunkt Interkulturelle Literaturwissenschaft finden – neben den typischen Aufgabenbereichen in Presse- und Verlagswesen sowie Institutionen der Kulturarbeit, Stiftungen etc. – neue Herausforderungen überall dort, wo es z. B. gilt, fremde Personengruppen in Institutionen einzugliedern (etwa im Bereich der akademischen Integration) und auf der Basis eines fundierten literatur- und kulturwissenschaftlichen Wissensaustausch- und Verständigungsprozesse zu initiieren und zu befördern oder durch Literatur- und Kulturvermittlung gesellschaftliche Entwicklungen mitzugestalten. Absolventinnen und Absolventen mit Schwerpunkt Deutsch als Fremd- und Zweitsprache finden derzeit rasch Anstellung im Schuldienst sowie bei Bildungsträgern für die diversen BAMF-Programme (Integrations- und Orientierungskurse, Berufsbezogene Deutschsprachförderung), aber auch als Deutschlehrer an deutschen Auslandsschulen (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen), als Dozenten an Deutschabteilungen ausländischer Universitäten oder als DAAD-Lektoren. Auch haben universitäre Sprachenzentren und Studienkollegs derzeit große Probleme, gut qualifizierte Sprachlehrer zu bekommen, die sich auf Fach- und Wissenschaftssprache verstehen.

Wer sich über den neuen Studiengang informieren möchte, hat dazu Gelegenheit am 5. Mai 2018 von 14 bis 18 Uhr beim Tag der offenen Tür der TU Chemnitz: https://www.tu-chemnitz.de/tag-der-offenen-tuer.

Für individuelle Beratungsbedarfe steht der Fachstudienberater des Studiengangs, Dr. Christoph Grube, Telefon 0371 531-34447, E-Mail Christoph.Grube@phil.tu-chemnitz.de, zur Verfügung. Zudem findet bereits am 24. April 2018 von 17:30 bis 19:00 Uhr im Hörsaalgebäude, Reichenhainer Str. 90, Raum NK004, eine Info-Veranstaltung statt, wo die beiden neuen Masterstudiengänge der Philosophischen Fakultät, Semiotik und Multimodale Kommunikation sowie Interkulturelle Germanistik, vorgestellt werden.

Weitere Informationen:

Zentrale Studienberatung: https://www.tu-chemnitz.de/studentenservice/zsb/studiengaenge/

Institut für Germanistik und Kommunikation: https://www.tu-chemnitz.de/phil/ifgk/germanistik/studium.php#ma3

(Autoren: Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Prof. Dr. Winfried Thielmann)

Mario Steinebach
24.04.2018

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