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Durchbeißen in der Welt der Start-ups

TU-Absolvent Tom Apel sucht und findet mit Chemnitzer Know-how sein Glück im Silicon Valley bei San Francisco

  • Tom Apel startet Karriere im Technologie-Mekka Silicon Valley.
    Tom Apel startet Karriere im Technologie-Mekka Silicon Valley. Foto: privat

„Auszuwandern war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, meint Tom Apel. Der Absolvent der Technischen Universität Chemnitz arbeitet aktuell als Marketing Manager bei einem angesagten Onlinemarktplatz für Handwerker und Putzkräfte. Doch bevor es den gebürtigen Hallenser im Februar 2016 in die Staaten verschlagen hat, war es ein langer Weg. Seine akademische Laufbahn startete Apel als Studierender der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Tübingen. Den entscheidenden Grundstein für eine Karriere im Marketing mit Fokus auf Start-up-Unternehmen, legte er jedoch an der TU Chemnitz. Hier begann Apel von 2012 bis 2014 Kundenbeziehungsmanagement im Master zu studieren. „Mir war es wichtig, mein Marketingwissen in einem technologie-orientierten Master-Studiengang zu vertiefen. Diesen bietet nur die Chemnitzer Uni“, erklärt Apel seine Wahl und dessen Vorzüge.

Noch bevor der TU-Absolvent die letzten Zeilen seiner Masterarbeit geschrieben hatte, zog es ihn bereits nach Berlin, wo er bei einem Start-up im Bereich Handelswerbung anheuerte. Nach erfolgreich beendetem Studium ließ sich Tom Apel die Chance nicht entgehen, in diesem jungen Unternehmen zu bleiben, um Einfluss auf die Marketingstrategie auszuüben und direkt Verantwortung übernehmen zu können. „Beim Aufbau des mobile CRM-Bereichs, konnte ich mein an der TU Chemnitz gewonnenes Wissen perfekt in der Praxis anwenden“, sagt Apel. In besonderer Erinnerung sind ihm in diesem Zusammenhang die Vorlesungen von Prof. Gluchowski, Inhaber der Professur Wirtschaftsinformatik II, geblieben. Von der dort gewonnenen Erkenntnis, dass „alle Marketingentscheidungen auf der Grundlage von Daten gefällt werden sollten“, zehrt er in seiner Position als Marketing Manager noch heute. Bis zu seinem Umzug ins Silicon Valley konnte er sein Wissen noch in zwei weiteren Start-up-Unternehmen einbringen.

Die gewagte, aber dennoch vielversprechende Entscheidung, gen Westküste der USA aufzubrechen und sich dort sowohl privat als auch beruflich niederzulassen, musste Apel allerdings nicht alleine treffen: „Zusammen mit meiner Frau Aimee, ursprünglich aus San Francisco und Alumna der TU Chemnitz, habe ich nach zwei gemeinsamen Jahren in Berlin entschieden, ein neues Abenteuer zu suchen und in die Staaten auszuwandern“, erzählt er. Dadurch, dass die Beiden bereits verheiratet waren, war die Hürde eine Green Card zu bekommen, relativ klein. Bereits vier Monate nach der Antragstellung fanden sie sich in San Francisco wieder. Auch der Faktor Glück spielte bei Tom Apels Karriereweg eine wesentliche Rolle: „Bereits einen Monat nach meiner Ankunft konnte ich einen Job als Marketing Analyst bei einem namhaften Matratzen-Start-up beginnen und innerhalb eines Jahres zum Head of Digital Marketing aufsteigen.“ Trotz dieser guten Ausgangslage konnte  sich Apel im harten Wettbewerb des Start-up- und Technologiezentrums der Welt nur mit eisernem Willen und unermüdlicher Arbeit bewähren.

Dass sich die Landschaft und die Strategien der Start-ups in den USA stark von denen in Deutschland unterscheiden, stellte der TU-Absolvent bereits in seinem ersten Jahr in den Staaten fest. „Hier wird von Beginn an groß gedacht. Mein alter Arbeitgeber hat bereits 2,5 Jahre nach der Gründung den Sprung an die Börse gewagt. Das ist komplett verrückt“, berichtet Apel und ergänzt „Wenn man hier etwas erreichen möchte, ist schnelles Wachstum in Verbindung mit ausgiebigen Investitionen die Grundvoraussetzung.“ Außerdem schätzt er die Angebote, welche die Unternehmen bieten, um das Niveau des Arbeitsklimas hochzuhalten und die talentiertesten Leute weltweit ins Silicon Valley zu locken. Dazu gehören unter anderem Selbstentwicklungskurse, monatliche Massagen sowie kostenloses Mittagessen und Getränke. Zudem wird auch ein entspannter Umgang zwischen den Führungskräften und Angestellten gelebt. „Generell ist den Unternehmen hier bewusst, dass nur ein motiviertes Team einen nachhaltigen Unternehmenserfolg garantieren kann“, entgegnet Tom Apel und fügt hinzu: „Nicht zuletzt sind ein großes Netzwerk an Kontakten und eine gute Reputation Grundbausteine für eine erfolgreiche Karriere, das gilt wahrscheinlich überall auf dem Globus.“ Deswegen hat sich Apel entschlossen, sich „stärker im Alumni-Netzwerk der TU Chemnitz zu engagieren. Frei nach dem Motto: Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat".

(Autor: Lars Meese)

Mario Steinebach
24.07.2017

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