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Batteriediagnose - smart und kompakt

Professur für Mess- und Sensortechnik präsentiert ihren aktuellen Forschungsstand auf der Fachmesse embedded world in Nürnberg

Vom 14. bis 16. März 2017 präsentiert sich die Professur Mess- und Sensortechnik der Technischen Universität Chemnitz auf der embedded world in Nürnberg. Die Professur stellt auf dieser internationalen Leitmesse für eingebettete Systeme ihre Lösung für die Diagnose von Batterien vor.

Das voll integrierte Batteriediagnosesystem erlaubt es, den aktuellen Zustand von Batterien, wie sie beispielsweise in Elektroautos und zur Speicherung regenerativer Energie zum Einsatz kommen, im eingebauten Zustand zu charakterisieren. Die umgesetzte Diagnose auf Basis der Impedanzspektroskopie ermöglicht eine direkte Ermittlung des aktuellen Batteriezustandes. Der Umfang der im System hinterlegten Daten und der notwendigen Signalverarbeitung wird dadurch deutlich reduziert. Die kosteneffiziente Integration der Impedanzspektroskopie in das Batteriemanagement war nur durch einen ganzheitlichen Ansatz bei der Ausgestaltung als eingebettetes System realisierbar. Hierfür mussten die erforderlichen Methoden wesentlich weiterentwickelt werden, um auf weniger leistungsfähiger Hardware eine vergleichbare Qualität wie im Labor zu liefern. „Darauf hat sich meine Professur für Mess- uns Sensortechnik seit Jahren spezialisiert“, sagt Prof. Dr. Olfa Kanoun. Die Professur beschäftigt sich nun seit zehn Jahren mit intelligenten Messmethoden, Messsystemen und Sensoren. „Die entwickelten Methoden sind für Zielanwendungen unterschiedlicher Komplexität skalierbar. Das stellt einen wichtigen Schritt für die zellindividuelle Überwachung und Bewertung im Batteriemanagementsystem dar“, erläutert Thomas Günther, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Mess- und Sensortechnik.Kanoun ergänzt: „Die kostengünstige Ausgestaltung als kompaktes und integriertes Messsystem erlaubt die Überführung der Methode aus dem Labor in verschiedene Anwendungsbereiche wie Wasserqualitätssensoren, induktive Näherungssensoren und Ölsensoren. Dies konnten wir zusammen mit unseren Partnern aus Industrie und Forschung immer wieder zeigen.“

Die Professur wird vom 27. bis 29. September 2017 zusammen mit dem IEEE Instrumentation and Measurement Chapter nicht nur den 10. Internationalen Workshop on Impedance Spectroscopy veranstalten, sondern zusätzlich eine Advanced School on Impedance Spectroscopy anbieten. "Das soll die Nachwuchswissenschaftler in diesem Bereich einen besseren Einstieg in spezielle Einzelthemen der Impedanzspektroskopie erleichtern und gleichzeitig international stärker vernetzen", sagt Kanoun. Denn starke Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler seien die innovativen Lösungen von morgen.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Olfa Kanoun, Telefon 0371 531-36931, E-Mail olfa.kanoun@etit.tu-chemnitz.de, und Thomas Günther, Telefon 0371 531-39933, E-Mail thomas.guenther@etit.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
11.03.2017

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