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Ideen zum Leuchten gebracht

Studentisches Projekt zu Notfall-Rettung erhält 1. Preis bei Gründer- und Ideenwettbewerb SAXEED

Heiltee, ökologische Baustoffe und Zugfahrt-Optimierung: Vier Studierenden- und drei Forschenden-Teams präsentierten innovative Unternehmensideen an der Technischen Universität Chemnitz. Mehr als 140 Gäste verfolgten am 23. Januar 2017 die Präsentationen und anschließende Preisverleihung.

Software erkennt Verkehrsverzögerungen im Voraus

Gewinner in der Kategorie „Wissenschaftler“: das Team „VisVantage“ um Dr. Daniel Pietschmann (Professur Medienpsychologie), Martin Schulze (Professur Praktische Informatik) und Christian Günther (Arbeitsgruppe Visual Computing) von der TU Chemnitz. Sie überzeugten sowohl die Live-Jury als auch das Publikum mit einer ganz speziellen Software. Diese erkennt Störungen im Personennah- und -fernverkehr und übermittelt den Schweregrad in Echtzeit an die Leitzentrale. So erhält die Leitzentrale mehr Vorlauf, um Verzögerungen zu minimieren. Das kommt nicht nur der Deutschen Bahn zugute, sondern auch Fluggesellschaften und Busunternehmen. Das Team erhielt ein Preisgeld von 1.000 Euro. Beteiligungsmanager Kevin Tost vom Technologiegründerfond Sachsen (TGFS) übergab den Preis. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und danken besonders Saxeed-Geschäftsführer Dr. Markus Braun, der uns als unser Mentor immer tatkräftig zur Seite stand“, sagte Dr. Daniel Pietschmann erfreut.

Das Team „LiGenium“ um die Chemnitzer Gründer und TU-Forscher Dr. Ronny Eckhardt, Dr. Sven Eichhorn und Christoph Alt erhielt den 2. Platz. Sie produzieren Bauteile aus Holzwerkstoffen zur Anwendung im Maschinen- und Anlagenbau.

Über Platz drei in der Kategorie „Wissenschaftler“ freute sich das Team „VERMEO“ um Daniel Schlegel, Mario Köhler, Stefan Ostmann und Stefan Bornkampf von der TU Bergakademie Freiberg. Sie präsentierten ein Konzept für die Bereitstellung neuartiger, elektrischer Heizlösungen auf der Basis metallbeschichteter Vliesstrukturen.

Notfall-Container soll Katastropheneinsätze erleichtern

Den ersten Preis in der Kategorie „Studierende“ erhielt: John-Henning Peper, Student im Master-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Chemnitz mit seinem standardisierten Hilfscontainer. Eine Idee aus dem Bereich „Katastrophenschutz“. Der Container enthält Ausrüstung für Erste Hilfe, ebenso für das Fördern, Pumpen und Filtern von Wasser sowie ein Not-Aggregat zur Stromerzeugung. Der Container kann sich mit lokalen Netzwerken ebenso verbinden wie mit dem Internet und dient so auch als Kommunikationsbasis für Hilfspersonal. Sonnenkollektoren sollen für eine unabhängige Stromversorgung sorgen. Als DIN-genormter Frachtcontainer gelangt er über diverse Transportwege an seinen Einsatzort: „Ich hoffe, dass durch den Einsatz der Technologie mehr Menschenleben gerettet werden können. Ich werde die Idee auf jeden Fall weiter verfolgen und habe schon konkrete Pläne für die Weiterarbeit in den kommenden Monaten“, so Peper. Der Preis ist ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert und wurde von Tino Krauß, Abteilungsleiter für Firmenkunden bei der Volksbank Chemnitz, übergeben, die den Preis gestiftet hat.

Der 2. Platz in der Kategorie „Studierende“ und 500 Euro Preisgeld ging an die TU-Studentin Patricia Binder. Mit ihrer Idee „Viva la Vulva“ möchte sie einen Tee entwickeln, der Menstruationsschmerzen lindert und die Einnahme chemischer Schmerzmedikamente vermindern soll.

Den 3. Preis erhielt TU-Student Robin Axt mit seiner Idee „Urban Aquaponics“. Damit möchte er die Bereiche Aquakultur und Hydroponik so kombinieren, dass sowohl Nutzpflanzen wie auch Fisch und Meeresfrüchte schnell und ressourceneffizient produziert werden können. Auch dann, wenn es aufgrund lokaler Einschränkungen sonst nicht möglich wäre. Er erhielt 300 Euro Preisgeld, gestiftet durch das Technologie Centrum Chemnitz.

(Autorin: Jana Mitschke)

Das Gründernetzwerk SAXEED

Das Gründernetzwerk SAXEED bietet Studierenden, Wissenschaftlern, Absolventen und Gründern an den vier Partnerhochschulen in Chemnitz, Freiberg, Zwickau und Mittweida Unterstützung bei der Existenzgründung und der Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen. Erfahrungswerte aus mehr als 1.000 begleiteten Gründungsvorhaben, von denen seit 2006 über 280 in Unternehmensgründungen mündeten, sprechen für sich. SAXEED wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Freistaates Sachsen und der beteiligten Hochschulen gefördert.

Weitere Informationen: www.saxeed.net

Kontakt: Jana Mitschke, Telefon 0371 531-19998, E-Mail jana.mitschke@saxeed.net

Matthias Fejes
24.01.2017

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