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Gender in Aktion

Konferenz an der TU Chemnitz nimmt am 30. November und 1. Dezember 2016 interdisziplinäre Perspektiven und technologische Interaktionen in den Fokus

Digitale Technik ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Längst durchdringt sie in Form von Smartphones oder dem Internet alle Lebensbereiche und ist dabei meist auch noch unsichtbar. Durch künstliche Intelligenz und Vernetzung werden die technischen Objekte unseres Alltags nun zunehmend „intelligent“, sie denken mit, unterstützen, bevormunden oder entmündigen sogar. Die politischen und ethischen Dimensionen der Gestaltung solcher Technik sind für alle Nutzerinnen und Nutzer relevant – und werden nun auch verstärkt in den technischen Disziplinen selbst diskutiert. Ein wichtiger Aspekt dabei sind – bewusste oder unbewusste – geschlechtliche Vorstellungen über die Nutzerinnen und Nutzer sowie über die Nutzungskontexte: Welche Eigenschaften werden von Ingenieurinnen und Ingenieuren beispielsweise als „typisch weiblich“ angesehen und in die Gestaltung eines Systems zur Pflege älterer Menschen berücksichtigt? Solche Vorstellungen beeinflussen nicht nur die Entwicklung sondern auch die spätere Aneignung der Nutzerinnen und Nutzer. Am technischen Artefakt sind also Vorstellungen und Werte eingelassen, die beeinflussen, wie wir mit Technik handeln. Insbesondere die vergeschlechtlichte Dimension dieser Beziehung von Subjekten und Objekten wurde bislang wenig erforscht.

Die Konferenz „Gender in Aktion: Interdisziplinäre Perspektiven und technologische Interaktionen“ an der Technischen Universität Chemnitz will am 30. November und 1. Dezember 2016 diesen „blinden Fleck“ des digitalen Designs ins Zentrum der Diskussion rücken. In vier Workshops werden Themen wie „Technologie als männliche Kultur“, „Erfahrungen von im(materieller) Körperlichkeit“ oder „Gender-Positionierung“ mit unterschiedlicher Fokussierung diskutiert. Die Veranstalter sind das International Gender Design Network (iGDN) und die vom Bundesforschungsministerium geförderte Nachwuchsforschergruppe „Miteinander“ an der TU Chemnitz.

Kostenlose Anmeldung und weitere Informationen: http://aktion.genderdesign.org

(Autor: Andreas Bischof)

Mario Steinebach
07.11.2016

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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