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Startschuss für Sachsens erstes „InnoTeam“

Maschinenbauer der TU Chemnitz leiten das Projekt „HZwo:BIP - Bipolarplatten aus Sachsen“ und leisten damit einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität

  • Die InnoTeam-Mitglieder der TU Chemnitz (v.l.): Karl Lötsch, Philipp Jendras, Kristin Meyer und Dr. Sebastian Härtel. Foto: Dr. Jiří Hrdlička
  • Die Professuren Alternative Fahrzeugantriebe und Virtuelle Fertigungstechnik arbeiten im Projekt HZwo:BIP eng zusammen. Foto: Dr. Jiří Hrdlička
  • Das Konsortium des Innoteams HZwo:BIP besteht aus Vertretern der TU Chemnitz, der WÄTAS Wärmetauscher aus Sachsen GmbH, der Auerhammer Metallwerk GmbH, der VON ARDENNE GmbH, der Institut für angewandte Energieeffizienz GmbH und des Steinbeis Innovationszentrums Fügetechnik. Foto: Dr. Jiří Hrdlička
  • Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Arbeit stellt für das Projekt über seine ESF-Technologieförderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ESF und des Freistaates Sachsen rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung. Quelle der Grafik: www.sab.sachsen.de

Mit dem offiziellen Projekt-Kick-Off und einem Brennstoffzellenworkshop im Rahmen der Festwoche der TU Chemnitz fiel der Startschuss für Sachsens erstes InnoTeam. Mit der Entwicklung einer innovativen und großserientauglichen Bipolarplatte leistet das vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderte Vorhaben einen Beitrag, Brennstoffzellen kostengünstiger zu produzieren. Seit dem 1. April 2016 bildet die Technische Universität Chemnitz gemeinsam mit fünf sächsischen Unternehmen und dem Steinbeis Innovationszentrum Fügetechnik ein interdisziplinäres Konsortium mit einem Gesamtbudget von über 3,6 Millionen Euro. Die Professur Alternative Fahrzeugantriebe leitet das InnoTeam bestehend aus 20 geförderten Personen mit Unterstützung der Professur Virtuelle Fertigungstechnik sowohl fachlich als auch organisatorisch. Das SMWA stellt dafür über seine ESF-Technologieförderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ESF und des Freistaates Sachsen rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Projekt „HZwo:BIP - Bipolarplatten aus Sachsen“ soll zu einer kostengünstigen, serientauglichen Produktion von Bipolarplatten für PKW-Brennstoffzellen führen und einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten. Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Direktor des Instituts für Automobilforschung und Leiter der Professur Alternative Fahrzeugantriebe, ist überzeugt: „Wasserstoff-Brennstoffzellenantriebe werden in Zukunft eine zunehmend bedeutsame Rolle bei der Elektrifizierung der Automobile einnehmen, deswegen müssen wir bereits heute die einzelnen Komponenten für den Serieneinsatz vorbereiten. Die Projektfamilie HZwo kann, beginnend bei den Bipolarplatten, den Aufbau einer Wertschöpfungskette in Sachsen auch für weitere Serienkomponenten von Fahrzeugbrennstoffzellensystemen initiieren. Mit diesem Leuchtturmprojekt legen wir einen Grundstein für die langfristige Entwicklung eines automotiven Brennstoffzellenclusters in Sachsen.“

Bipolarplatten sind aktuell einer der größten Kostentreiber jeder Brennstoffzelle. Im Rahmen des dreijährigen Vorhabens wird ein fertigungsgerechtes Bipolarplattendesign mit Methoden der Umformsimulation und Vorversuchen in eine sicher und einfach herstellbare Bauteil- und Werkzeuggeometrie überführt. Ebenso werden funktionalisierte und kostengünstige Blechhalbzeuge hinsichtlich ihrer beschädigungsfreien Umform- und Fügbarkeit untersucht. „Die Herausforderung liegt darin, ultradünne beschichtete Bleche mit engen Fertigungstoleranzen beschädigungsfrei und mit einer hohen Wirtschaftlichkeit umzuformen“, sagt Prof. Dr. Birgit Awiszus, Leiterin der Professur Virtuelle Fertigungstechnik, die mit ihrem Team den Herstellungsprozess mit Hilfe der FEM-Prozesssimulation untersuchen wird. Die eingesetzten Halbzeuge und Anlagen sowie der entstehende Prototyp sichern den beteiligten sächsischen Unternehmen frühzeitig den Zugang zu künftigen Absatzmärkten und einen entscheidenden Technologievorsprung.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Neue Hochtechnologien und deren Wertschöpfungsketten sind wichtig für die Zukunft des Hightech-Standortes Sachsen. Daher unterstützt das SMWA mit der Förderung die gemeinsame Forschungsarbeit der TU Chemnitz und der beteiligten Unternehmen zu nachhaltigen Fertigungstechnologien für PKW-Brennstoffzellen. Das erste sächsische InnoTeam verzahnt Wissenschaft und Wirtschaft und trägt damit wesentlich zum Technologietransfer in Sachsen bei.“

Kontakt: Karl Lötsch, Telefon 0371 531-35357, E-Mail karl.loetsch@mb.tu-chemnitz.de

Weitere Informationen: https://www.tu-chemnitz.de/projekt/alf/content.php?view=forschungsprojekte&lang=de#projekt32

(Autorin: Kristin Meyer)

Katharina Thehos
10.05.2016

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