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Das Hobby zum Beruf machen

Der erfolgreiche Hobby-Mountainbiker Steffen Öhmichen ist auch akademisch und beruflich sportlich unterwegs

  • Damit hat der Hobby-Mountainbiker nicht gerechnet: Steffen Öhmichen radelte sich beim europaweit größten 24-Stunden Rennen in Duisburg auf den 2. Platz – dafür legte er 569,5 Kilometer zurück. Foto: privat

Für Steffen Öhmichen war bereits die Teilnahme am europaweit größten 24-Stunden-Rennen in Duisburg im August 2015 ein „glücklicher Zufall“ – so konnte er einen der 2.300 Startplätze ergattern, die innerhalb weniger Minuten ausgebucht waren. Doch damit, dass der Master-Student des Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport der TU Chemnitz obendrein den zweiten Platz belegen würde, hat der Hobbysportler nicht gerechnet. „Allein die Teilnahme war etwas ganz Besonderes für mich“, erklärt der 33-Jährige. „Dass ich mir darüber hinaus in einem internationalen Rennen den zweiten Platz sichern konnte – das kann man definitiv als meinen größten sportlichen Erfolg bislang bezeichnen.“ 67 Runden, das entspricht 569,5 Kilometer, legte der TU-Student in den vorgeschriebenen 24 Stunden zurück. Eine Leistung, die eine Auszeichnung verdient, fanden seine sportbegeisterten Kommilitonen: Für seinen Erfolg wurde Öhmichen auf den dritten Platz bei der „Wahl zum Sportler des Jahres 2015“ gevotet. „Nur zufällig habe ich von meiner Nominierung erfahren“, erinnert sich Öhmichen. „Ein Mitglied der Lauf-KulTour hat einen Artikel über meinen Erfolg beim 24-Stunden-Rennen in der Freien Presse gelesen und war der Meinung, dass diese Leistung eine Nominierung wert ist.“ Gerade zur Lauf-KulTour pflegt Öhmichen engen Kontakt: 2013 war er Mitglied in der Studentenstaffel, seit dem vergangenen Jahr unterstützt er das Team mit Extratrainingseinheiten und betreut dieses sportmedizinisch. Denn nicht nur für das Mountainbiken kann sich der TU-Student begeistern: „Ich würde mich durchaus als sportverrückt bezeichnen. Für mich ist es wichtig, Abwechslung mit reinzubringen, ich probiere mich in allem. Allerdings habe ich für mich herausgefunden, dass mir vor allem der Ausdauersport liegt.“ Eines seiner künftigen sportlichen Ziele ist es, den Ultratrail beim Sachsentrail mitzulaufen – eine anspruchsvolle Laufstrecke im Erzgebirge, die 70,3 Kilometer lang ist und sich über 1.810 Höhenmeter erstreckt.

Bei derartigen sportlichen Erfolgen und Ambitionen kann man kaum glauben, dass der Sport nicht immer auf dem Tagesplan des Hobby-Mountainbikers stand: Bevor Öhmichen 2005 anfing, in den Mountainbike-Sport reinzuschnuppern, hat ihn in sportlicher Hinsicht kaum etwas interessiert. „Früher bin ich nur ab und zu Fahrrad gefahren, mit Sport hatte ich überhaupt nichts am Hut“, berichtet Öhmichen, der ursprünglich aus Riesa stammt. „Irgendwann habe ich dann den Mountainbike-Sport für mich entdeckt. Dieser war für mich persönlich nicht so eintönig wie das Rennrad oder Fahrrad, stattdessen hat es mir großen Spaß gemacht, durch das Gelände zu fahren. Man kann sagen, dass mir meine Begeisterung für den Mountainbike-Sport den Weg für meine sportliche und berufliche Zukunft geebnet hat.“

Denn nicht nur in seiner Freizeit beschäftigt sich Öhmichen heutzutage umfassend mit dem Sport – auch aus akademischer und beruflicher Sicht hat dieser für den TU-Studenten einen wichtigen Stellenwert eingenommen. So schreibt er momentan an seiner Masterarbeit im Studiengang Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport an der Professur Sportmedizin / Sportbiologie und beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der Leistungsentwicklung von Basketballern in der Talentförderung. „Ursprünglich habe ich angefangen, Wirtschaftsinformatik zu studieren“, erinnert sich der erfolgreiche Hobby-Mountainbiker. „Doch sehr schnell habe ich gemerkt, dass es nichts für mich ist, den ganzen Tag am Computer zu sitzen. Also habe ich den Sprung gewagt und mich zum Eignungstest für Präventions-, Rehabilitations- und Fitnesssport angemeldet. Heute kann ich sagen, dass die Entscheidung absolut richtig war. Alles, was innerhalb der Sportmedizin stattfindet, von der Diagnostik bis zur Analyse, liegt mir und macht mir Spaß, unter anderem, weil der Kontakt zu den Menschen gegeben ist. Das Hobby mit der Arbeit zu verknüpfen ist ideal für mich.“ Deshalb hat Öhmichen in Zukunft vor, die eingeschlagene Richtung beizubehalten: Demnächst tritt der TU-Student eine Stelle als Honorartrainier im Bereich der Athletik am Olympiastützpunkt Chemnitz an. Dabei ist es Öhmichen wichtig, dass er den Sport als Hobby nicht aus den Augen verliert: „Hier in der Region gibt es viele Wettbewerbe, besonders im Hobbybereich – es ist schön zu sehen, wie sich der Mountainbike-Sport entwickelt“, freut sich Öhmichen. „Für die Zukunft habe mir das Ziel gesetzt, an den Wettkämpfen teilzunehmen, für die ich Zeit finde. Ich bin gespannt, was noch kommen wird.“

(Autorin: Sabrina Schäfer)

Katharina Thehos
04.02.2016

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