Navigation

Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
„Uni aktuell“-Meldungen
Uni aktuell Internationales

Die ersten „Hertianer“ stärken Europakompetenzen der TU

Neun Hertie-Stipendiaten beginnen ihr Studium, ihre Promotion bzw. ihren Forschungsaufenthalt an der Chemnitzer Universität

*

Der Sitz der Hertie-Stiftung in Frankfurt am Main. Foto: Hertie-Stiftung

Für neun junge Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler aus Mittel- und Osteuropa beginnt am 5. Oktober 2006 ein neuer Lebensabschnitt. Sie werden von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung für einen Zeitraum von mindestens 12 bis maximal 18 Monate gefördert, um an der Technischen Universität Chemnitz zu studieren, zu promovieren oder zu forschen.

Bereits ab September 2005 konnten sich junge Menschen aus Mittel- und Osteuropa beim Internationalen Universitätszentrum um ein Hertie-Stipendium bewerben. Dazu stellt die Stiftung der TU Chemnitz Fördermittel in Höhe von 549.000 Euro zur Verfügung. Die Laufzeit der Studienstipendien beträgt zwei Semester, Promotions- und Forschungsstipendien können bei erfolgreichem Verlauf um ein Semester verlängert werden. Bewerben konnten sich engagierte Studierende und Nachwuchswissenschaftler der Fachrichtungen Germanistik, Politologie sowie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.

In der ersten Ausschreibungsrunde gingen an der TU Chemnitz 30 Bewerbungen für Studienstipendien, 14 Bewerbungen für Doktorandenstipendien und fünf Bewerbungen für Forschungsstipendien ein. Insgesamt wurden fünf Studienstipendien und je zwei Promotions- und Forschungsstipendien vergeben. Davon profitieren nun drei Studenten- und Nachwuchswissenschaftler aus der Russischen Förderation, zwei aus der Ukraine, sowie je einer aus der Slowakischen Republik, aus Rumänien, aus Ungarn und aus Litauen. Die monatliche Förderung beträgt 650 Euro für Studienstipendien, 1.000 Euro für Promotionsstipendien und 2.000 Euro für Forschungsstipendien. Betreut werden die jungen Menschen von Professorinnen und Professoren aus der Politikwissenschaft und der Germanistik sowie aus den Wirtschaftswissenschaften und den Europastudien. Darüber hinaus kümmern sich die Mitarbeiter des Internationalen Universitätszentrums der TU Chemnitz und ein Tutor um die Belange der Hertie-Stipendiaten.

Für TU-Rektor Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes ist die großzügige Förderung der Hertie-Stiftung Ausdruck dafür, dass die Europakompetenz der Technischen Universität Chemnitz überregional anerkannt ist und die internationale Strategie der TU mit Schwerpunkt auf mittel- und osteuropäische Staaten weitere Früchte trägt. Zudem werde die sehr gute operative und inhaltliche Arbeit des Internationalen Universitätszentrums bestätigt. "Wir wollen künftig die Europakompetenzen unserer Universität weiter ausbauen", versichert der Rektor.

Stichwort: Hertie-Stiftung

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung baut auf dem Lebenswerk des 1972 verstorbenen Stifters Georg Karg, Inhaber der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH, auf. Neben seinem Unternehmen und dessen Mitarbeitern fühlte er sich vor allem dem Allgemeinwohl verpflichtet. Mit ihrem Vermögen von etwa 780 Millionen Euro und einem derzeitigen Fördervolumen von mittlerweile rund 22 Millionen Euro pro Jahr gehört die Hertie-Stiftung zu den größten privaten Stiftungen Deutschlands.

In ihren drei Förderbereichen Neurowissenschaften, Europäische Integration sowie Erziehung zur Demokratie will die Stiftung neue, intelligente Lösungen aufspüren und zu deren praktischer Umsetzung beitragen. Sie will ihr Privileg nutzen, abseits politischer Interessen sinnvollen Neuerungen zum Durchbruch zu verhelfen und langfristig Perspektiven aufzuzeigen.

Das Engagement der Hertie-Stiftung gilt dem Aufbau und der Stärkung eines Netzwerks junger Europäer, die sich mit ihren Leistungen für künftige Führungsaufgaben qualifizieren. Die Hertie- Stiftung fördert Studierende und Wissenschaftler ausschließlich im Rahmen der Programme ihres Stipendiatenwerks. Die Kooperation mit ausgewählten Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, die Kennzeichen aller Programme des Stipendiatenwerks der Hertie-Stiftung ist, gewährleistet die Auswahl exzellenter Stipendiaten und eine ausgezeichnete wissenschaftliche Betreuung.

Die Technische Universität Chemnitz wurde 2005 gemeinsam mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg für das neue Stipendienprogramm für Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus Mittel- und Osteuropa ausgewählt.

(Quelle: http://www.hertie-stiftung.de)

Weitere Informationen erteilt das Internationale Universitätszentrum, Telefon (03 71) 5 31 - 13 500, E-Mail iuz@tu-chemnitz.de

(Autoren: Nicole Leithold & Mario Steinebach)

Mario Steinebach
04.10.2006

Alle „Uni-aktuell“-Artikel
Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

Presseartikel