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Was tun gegen Ebola?

Prof. Dr. Gerard Krause von der Medizinischen Hochschule Hannover referiert am 22. Juli 2015 an der TU Chemnitz zu Strategien und Lösungsansätzen im Kampf gegen Ebola

  • Grafik: Dr. Doris Oriwol

Westafrika, insbesondere die Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia, wurden ab Dezember 2013 von einer dramatischen Ebola-Epidemie heimgesucht. Das Ausmaß dieser Epidemie betraf mehr Menschen als aus allen anderen berichteten Ausbrüchen der Jahre 1976 bis 2013 zusammen. Insgesamt starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bis Mitte März 10.179 Personen der knapp 25.000 infizierten Menschen in den drei hauptbetroffenen Ländern an Ebola Virus Disease (EVD). Die Erfahrungen des Ebola-Ausbruchs in Westafrika zeigte, dass wesentliche Elemente der Ausbruchserkennung und -management nicht oder in nur in ungenügendem Ausmaß vorhanden waren. Notwendige Informationen zur Geschwindigkeit der Ausbreitung, Anzahl der Infizierten und deren Kontakten lagen den Entscheidungsträgern nicht rechtzeitig, zu spät oder unvollständig vor, was eine rechtzeitige und angemessene Reaktion erschwerte.

An diese Erfahrungen anknüpfend haben sich das Nigeria Field Epidemiology Laboratory & Training Program in Nigeria und Forscher aus vier wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland zusammengefunden, um ein System zu entwickeln, dass die Prozesse der Erfassung, Kommunikation und des Managements von Infektionskrankheiten unterstützt. SORMAS, das Surveillance & Outbreak Response Management System, nutzt Mobil- und Cloud-Technologie, um Infektionsschutzmaßnahmen zu dokumentieren und epidemiologische Daten in Echtzeit zu übertragen. Darüber hinaus steuert es den gesamten Prozess des Erfassung und Kontrolle von Kontaktpersonen. Prof. Dr. Gerard Krause, Inhaber der Professur Infektionsepidemiologie der Medizinischen Hochschule Hannover, wird am 22. Juli 2015 an der Technischen Universität Chemnitz erläutern, welche Strategien und Lösungsansätze die Epidemiologie bietet.

Der öffentliche Vortrag beginnt um 19 Uhr im Raum N 012 des Hörsaalgebäudes der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße 90. Der Eintritt ist frei. Er ist eingebettet in eine Vortragsreihe der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften, in der Alltagsprobleme aus wissenschaftlich methodischer Sicht thematisiert werden.

Weitere Informationen zum Vortrag und zum Referenten: https://www.tu-chemnitz.de/hsw/mkz/vortrag/krause.php

Kontakt zu den Veranstaltern: Dr. Julia Augustijn, Telefon 0371 531-36957, E-Mail julia.augustijn@hsw.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
16.07.2015

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